*Inlandspreiserwartung für Heizöl 02.09.2026 +++UPDATE+++
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +9,50 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Dienstagvormittag) erwartet.“
Wir haben leider aufgrund der Situation „Golfkrieg“ erst ab ca. 13.00 Uhr verbindliche Verkaufspreise für Sie !!!
Ölpreisrally setzt sich fort – Geopolitik und Angebotssorgen stützen…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die Ölbörsen setzen ihre Preisrally auch heute fort, nachdem die Situation am Persischen Golf weiter eskaliert und die Risikoprämie damit wieder deutlich angezogen hat. Während die USA am zweiten Tag in Folge Ziele in Iran angriffen und Präsident Trump mit weiteren Attacken drohte, sollte Teheran zurückschlagen, reagierte Iran innerhalb weniger Stunden mit Angriffen auf Jordanien, Bahrain und Kuwait – Länder, in denen US-Streitkräfte stationiert sind.
„Die Entwicklungen der vergangenen Tage haben die Risiken für die regionale Ölversorgung wieder stärker in den Fokus gerückt. Zwar ist trotz des festgefahrenen Konflikts zwischen den USA und Iran weiterhin Öl durch die Straße von Hormus geflossen. Die zunehmenden Spannungen gefährden die Durchfahrt jedoch zunehmend“, kommentieren die Analysten der ING die aktuelle Lage.
Und auch Saul Kavonic, leitender Energieanalyst bei MST Marquee, macht die Eskalation im Nahen Osten für die steigenden Preise verantwortlich: „Die rasante Eskalation der vergangenen 36 Stunden treibt die Ölpreise nach oben. Der Markt preist zunehmend das Risiko weiterer Störungen in der Straße von Hormus sowie möglicher Angriffe auf die Öl-Infrastruktur der Region ein“.
Der jüngste Schlagabtausch zwischen den USA und Iran folgt auf eine erneute Eskalation der Kampfhandlungen am Wochenende – die erste seit Juli. In den letzten beiden Tagen waren zudem immer wieder Tanker bei der Passage durch die Straße von Hormus angegriffen worden. Die Vorfälle sorgten für weitere Beeinträchtigungen der Ölversorgung und zwangen Händler dazu, nach alternativen Bezugsquellen für Rohöl zu suchen.
„Der Ölmarkt preist inzwischen nicht mehr nur das grundsätzliche Risiko eines Krieges ein, sondern zunehmend auch die Kosten eines Krieges, für den keine Lösung in Sicht ist“, findet Priyanka Sachdeva, Leiterin der Marktanalyse bei Phillip Nova, klare Worte. „Solange es keine eindeutigen Anzeichen dafür gibt, dass die Verhandlungen zu einer dauerhaften Lösung führen und der normale Ölverkehr durch die Straße von Hormus wieder aufgenommen wird, dürfte die Risikoprämie auf Rohöl hoch bleiben.“
Zuletzt hatten mehrere Woche militärischer Ruhe den Marktteilnehmern ein gewisses Gefühl der Sicherheit gegeben. In dieser Zeit hatte die US-Regierung erklärt, ihren Kurs gegenüber Teheran von militärischen Maßnahmen hin zu wirtschaftlichem Druck verlagern zu wollen. Die Ölflüsse durch die Straße von Hormus hatten in den vergangenen Wochen somit wieder etwas zugelegt. Es bleibt abzuwarten, ob die Exporte durch die wichtige Meerenge nun wieder komplett einbrechen.
Klar ist, dass die globale Versorgungslage vor allem bei den Produkten knapp bleibt. Hier spielt nicht nur der Exportrückgang aus dem Nahen Osten eine Rolle, sondern auch, dass Russland seine Exportverbote für Benzin und Diesel schon seit Monaten immer wieder verlängern muss, da die Raffineriekapazitäten durch die ukrainische Drohnenstrategie massiv eingebrochen ist.
Auch aus diesem Grund werden die Anleger an ICE und NYMEX heute mit Spannung auf die US-Ölbestandsdaten de DOE warten, denn hier waren die Produktvorräte seit Jahresbeginn rasant gesunken. Die Destillatbestände in den USA hatten in der letzten Woche den tiefsten Stand seit etwa 30 Jahren erreicht, und das kurz vor Beginn der Wintersaison, während der die Nachfrage steigen wird.
Glimpflich davon gekommen sind hingegen die US-amerikanischen Offshore-Anlagen im Golf von Mexiko. Hier war gestern der Tropensturm Edouard im Küstengebiet zwischen Texas und Louisiana auf Land getroffen, wo er sich im weiteren Verlauf schnell abschwächte. Der Sturm verursachte zwar schwere Regenfälle, Beschädigungen an Ölanlagen vor oder auch entlang der Küste wurden hingegen keine gemeldet.
Aus fundamentaler Sicht schätzen wir die Lage im Lichter der geopolitischen Entwicklungen heute dennoch klar bullish ein. Entsprechend setzten sich auch bei den Inlandspreisen heute sehr deutliche Preisaufschläge im Vergleich zu Dienstagmorgen durch…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
02.09.2026 /09:30 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services