*Inlandspreiserwartung für Heizöl 23.07.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. + 1,25 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Mittwochvormittag) erwartet.„
Krisenlage weitet sich aus – Tankerangriffe im Roten Meer…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die Ölpreise haben ihre Rally fortgesetzt, nachdem die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen mitgeteilt hatten, zwei saudische Öltanker im Roten Meer angegriffen zu haben. Damit verschärft sich der Konflikt im Nahen Osten weiter und die Sorge vor zusätzlichen Unterbrechungen der Ölversorgung nimmt zu.
Nach Angaben der Huthi wurden die Schiffe mit Raketen und Drohnen attackiert, weil sie gegen eine von der Miliz verhängte Seeblockade verstoßen hätten. Es handelt sich um die ersten Angriffe auf Öltanker im Roten Meer und damit um eine neue Eskalationsstufe des regionalen Konflikts, der den Schiffsverkehr bereits in der Straße von Hormus erheblich beeinträchtigt. Auch dort setzt der Iran seine Angriffe auf Tanker uneingeschränkt fort.
Der Angriff im Roten Meer stelle eine „schwerwiegende Eskalation“ des Konflikts dar, meint Daniel Hynes, Rohstoffstratege bei der ANZ. Sollte auch diese Route gestört werden, dürfte sich die ohnehin angespannte Lage am Ölmarkt weiter verschärfen. Ähnlicher Ansicht ist Saul Kavonic, Leiter der Energieforschung bei MST Marquee. Er warnt, dass die neue Bedrohung für die Schifffahrt im Roten Meer Öllieferungen von bis zu 5 Mio. B/T beeinträchtigen könnte, handelt es sich doch um die wichtigste Ausweichroute für Ölexporte aus der Golfregion.
Der Ölmarkt sei derzeit dem ungewöhnlichen Risiko gleichzeitiger Störungen sowohl an der Meerenge Bab al-Mandab als auch an der Straße von Hormus ausgesetzt, sagte Priyanka Sachdeva, leitende Marktanalystin bei Phillip Nova. Ob die Preisrally Bestand habe, werde davon abhängen, ob der Angriff im Roten Meer ein Einzelfall bleibe oder länger anhaltende Störungen der Lieferketten nach sich ziehe. In letzterem Fall könnten „die Bullen getrost 100 Dollar pro Barrel“ anstreben.
Unabhängig von den geopolitischen Entwicklungen tritt heute auch wieder die Geldpolitik in den Fokus – wobei genau diese eben nicht ganz unabhängig von der Geopolitik ist. So entscheidet heute die europäische Notenbank über ihren Zinssatz und muss dabei auch die gesamtwirtschaftlichen Gegebenheiten, wie etwa die Inflationsentwicklung, im Auge behalten. Allerdings rechnen Anleger nach der letzten Zinsstraffung im Juni erst einmal mit einer Pause, bevor dann bis Jahresende möglicherweise noch weitere Anhebungen folgen.
Entwarnung kommt zudem aus den USA, wo Tropensturm Bertha sich inzwischen deutlich abgeschwächt hat und keine echte Gefahr mehr für die US-Ölindustrie darstellt. Beschädigungen an Offshore-Anlagen oder Raffinerien in Küstennähe sind bisher nicht bekannt, so dass die Unterbrechungen durch den Sturm nur eine Randnotiz sein dürften.
Aus fundamentaler Sicht bliebt die Einschätzung am Ölmarkt heute dennoch klar bullish, da eine Deeskalation im Nahen Osten nicht in Sicht ist. Hier steigt die Risikoprämie entsprechend weiter und sorgt auch bei den Produkten wieder für einen Preisanstieg. Dieser zeigt sich heute auch im Inland, wo sich am Morgen schon erste Aufschläge gegenüber Mittwochmorgen ergeben.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
23.07.2026 /10:37 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services