*Inlandspreiserwartung für Heizöl 23.03.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +5,00 €/100l Netto im Vergleich zu Freitagvormittag erwartet.„
„Ölfutures starten neue Handelswoche fest – Trump-Ultimatum stützt...“
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die Ölpreise legten in der vergangenen Woche erneut zu, wobei Brent zeitweise auch wieder an der 120 Dollar-Marke kratzte. Hauptgrund dafür war der Angriff Israels auf das iranische Erdgasfeld South Pars Mitte der Woche, der iranische Vergeltungsschläge auf zahlreiche Energieanlagen in anderen Ländern des Nahen Ostens zur Folge hatte. Ende der Woche sah es dann kurzzeitig wieder nach einer leichten Entspannung der Lage aus. Bis US-Präsident Trump dem Iran nun am Samstag ein Ultimatum von 48 Stunden stellte.
„Die Drohung von Präsident Trump hat nun eine 48-stündige tickende Zeitbombe erhöhter Unsicherheit an den Märkten ausgelöst“, kommentiert IG-Marktanalyst Tony Sycamore das Ultimatum. Amrita Sen, Marktexpertin und Gründerin von Energy Aspects geht davon aus, dass das Ultimatum „eindeutig eine weitere Eskalation und damit höhere Ölpreise“ bedeuten und fügt hinzu: „Manche glauben jedoch fälschlicherweise, dass der Iran nachgeben könnte.“
Noch am Freitag hatte die US-Regierung, wie bereits angekündigt, vorübergehend die Sanktionen für iranisches Öl aufgehoben, das sich bereits auf Tankern auf dem Meer befindet. Damit versucht Washington, wie bereits mit der Lockerung der Sanktionen für bereits verladenes russisches Rohöl in der vorletzten Woche, dem Preisanstieg entgegenzuwirken und die Angebotssituation zu entspannen.
Für Schadensbegrenzung will auch die IEA sorgen – sowohl mit Taten, als auch mit Worten. Letztere Variante nutzte IEA-Chef Fatih Birol vor dem Hintergrund des Trump’schen Ultimatums gegen den Iran. Am heutigen Montag gab Birol vor dem National Press Club im australischen Canbarra an, die Behörde werde „wenn es nötig ist, natürlich“ weitere Mengen an Öl aus den strategischen Reserven freigeben. Eine weitere Freigabe werde allerdings nicht automatisch bei einem bestimmten Preisniveau ausgelöst.
Am 11. März hatte die IEA bereits mitgeteilt, die 32 Mitgliedsländer der Behörde würden insgesamt 400 Millionen Barrel Öl aus den strategischen Reserven auf den Markt bringen – die höchste Menge, die von der IEA je freigegeben wurde. Allerdings betont Birol auch weiterhin, dass die Freigabe von strategischen Reserven nur eine Übergangslösung sei. „Die allerwichtigste Lösung für dieses Problem ist, die Straße von Hormus zu öffnen“, wiederholte der IEA-Chef am heutigen Montag.
Nach Meinung des Analysten Tim Waterer von KCM Trade fragen sich einige Händler tatsächlich, ob das Ultimatum Trumps vielleicht sogar funktionieren könnte, was auch der Grund dafür sei, dass die Preise heute Morgen noch nicht stärker zulegten. So notieren WTI und Brent aktuell noch unterhalb der Hochs von Freitag, während Gasoil den Widerstand in diesem Bereich testet. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich derzeit Aufwärtspotenzial im Vergleich zu Freitag ab, zumal der Dollar gegenüber dem Euro aktuell an Boden gewinnt.“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
23.03.2026 / 08:05Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services