Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 02.03.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +13,00 €/100l Netto im Vergleich zu Freitagvormittag erwartet.

Eskalation im Nahen Osten – Ölpreise schießen in die Höhe...“

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Die Ölpreise sind am Montag gleich zum Handelsstart auf neue Mehrmonatshochs geschnellt, bevor sie einen Teil ihrer Gewinne wieder abgaben. Brent handelte dabei so hoch wie seit über einem Jahr nicht mehr, WTI markierte sogar ein 1,5-Jahreshoch. Hintergrund ist die Eskalation im Nahen Osten, wo Israel und die USA am Wochenende den Iran angegriffen haben. An den Ölmärkten wächst die Sorge vor anhaltenden Preisschwankungen infolge fortdauernder Lieferunterbrechungen.

Der Iran fördert rund 3,3 Mio. B/T und steht damit für etwa 3% der weltweiten Produktion. Aufgrund seiner strategischen Lage an der Straße von Hormus kommt dem Land jedoch eine deutlich größere Bedeutung für die globalen Energiemärkte zu. Ein Großteil der Öllieferungen aus dem Persischen Golf muss die Meerenge passieren, um wichtige Absatzmärkte wie China, Indien und Japan zu erreichen. Am Wochenende kam der Tankerverkehr dort nahezu zum Erliegen, nachdem Teheran mehrere Tanker angegriffen hatte.

Israel startete zudem am Sonntag eine neue Welle von Luftangriffen auf Teheran, woraufhin der Iran mit weiteren Raketenangriffen reagierte. Die Tötung des Obersten Führers Ali Khamenei einen Tag zuvor hatte den Nahen Osten und die Weltwirtschaft zusätzlich in Unsicherheit gestürzt. „Mit der Vergeltung, die sich nun auch in Angriffen auf Öltanker in der Straße von Hormus niederschlägt, ist die Bedrohung für die Ölversorgung deutlich gestiegen“, erklärt ANZ-Analyst Daniel Hynes in einer Mitteilung.

Analysten der Citigroup erwarten, dass die Nordseesorte Brent im Wochenverlauf zwischen 80 und 90 Dollar erreichen wird. Als Basisszenario werde den Analysten zufolge entweder ein Führungswechsel im Iran oder eine ausreichende Veränderung des Regimes gesehen, um den Krieg binnen ein bis zwei Wochen zu beenden. Alternativ könnte sich die US-Regierung zur Deeskalation entschließen, sofern sie ihre militärischen Ziele – darunter eine Eindämmung des iranischen Raketen- und Atomprogramms – in diesem Zeitraum erreicht habe.

Tatsächlich dürfte die Dauer des Krieges eine entscheidende Rolle für die Preisentwicklung spielen. Je länger die Unterbrechungen andauern, desto stärker wären die Auswirkungen auf den Ölmarkt. In einem Interview mit der The New York Times hatte US-Präsident Donald Trump gestern angegeben, dass die Angriffe auf den Iran wahrscheinlich „vier bis fünf Wochen“ dauern würden. Zugleich stellte er in Aussicht, Sanktionen aufzuheben, sofern eine neue Führung in Teheran sich als pragmatischer Partner erweise. Wie realistisch die  Einschätzung des US-Präsidenten ist, sei dahingestellt.

Der Straße von Hormus kommt bei allen weiteren Entwicklungen eine zentrale Rolle bei. Wenn die Durchfahrt weiter gefährdet bleibt, etwa durch weitere Angriffe oder – noch schlimmer – Seeminen, die sehr langfristige Gefahrenherde wären, könnten die Preise laut der Analysefirma Wood Mackenzie sogar wieder die 100 Dollar erreichen.

Sollte der Tankerverkehr allerdings „rasch wieder anlaufen oder es glaubwürdige Signale für eine Entspannung oder diplomatische Gespräche im Hintergrund geben, dürften die Preise nachgeben“, erinnert Haris Khurshid von Karobaar Capital in Chicago. Andernfalls sei mit einer Konsolidierung auf erhöhtem Niveau zu rechnen.

Unterdessen einigten sich die OPEC+ Förderländer am Sonntag auf eine moderate Ausweitung der Produktion um 206.000 B/T ab April. Laut RBC-Analystin Helima Croft fördern jedoch nahezu alle OPEC+-Mitglieder bereits an ihrer Kapazitätsgrenze – mit Ausnahme Saudi-Arabiens. Selbst dort vorhandene zusätzliche Förderreserven könnten jedoch nur eingeschränkt genutzt werden, sollten zentrale Schifffahrtsrouten ausfallen. In einem solchen Fall wäre es deutlich erschwert, zusätzliches Öl tatsächlich auf die Weltmärkte zu bringen, betonte Croft.

Auch die IEA hat sich am Wochenende zu Wort gemeldet und angegeben, die Entwicklungen im Nahen Osten genau zu beobachten. Man stehe in engem Kontakt mit wichtigen Produzenten sowie den Mitgliedstaaten, erklärte IEA-Direktor Fatih Birol. Die in Paris ansässige Agentur koordiniert im Krisenfall die Freigabe strategischer Ölreserven aus Industrieländern.

Von einer solchen könne der Markt laut der Analysten von Goldman Sachs durchaus profitieren, jedoch dürften die weltweiten Lagerbestände aus Sicht der Experten hoch genug sein, um einen längeren Zeitraum überbrücken zu können. „Die weltweit sichtbaren Ölvorräte belaufen sich derzeit auf 7,827 Millionen Barrel und liegen damit nahe ihrem historischen Medianwert, wenn man sie als Deckung für 74 Tage des weltweiten Bedarfs ausdrückt“, so die Analysten.

Dennoch bleibt die Situation am Ölmarkt aus fundamentaler Sicht aktuell bullish, zumindest solange der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz nicht offiziell – und gefahrlos – wieder aufgenommen werden kann. Dies schlägt sich auch an den Inlandspreisen nieder, wo unser RPI Regio-Preis-Index heute Morgen eine deutliche Korrektur nach oben vorgenommen hat.“

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

02.03.2026 / 09:25Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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