*Inlandspreiserwartung für Heizöl 24.03.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -5,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Montagvormittag) erwartet.„
„Ölfutures orientieren sich nach gestrigem Rücksetzer erneut nach oben...“
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Das Risiko eines Schleudertraumas ist für Trader an den Ölbörsen auch in der neuen Handelswoche immer noch hoch. Dies zeigte der Preisrutsch, zu dem es gestern Mittag an ICE und NYMEX kam, nachdem US-Präsident Trump über sein bevorzugtes Kommunikationsmittel – einem Post auf Truth Social – mitgeteilt hatte, die USA würden in den nächsten fünf Tagen keine Kraftwerke und Energieanlagen angreifen. Im selben Post schrieb er von Gesprächen zwischen den USA und Iran und weckte damit die Hoffnung, dass der Iran-Krieg und damit auch die Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus vielleicht bald vorbei sein könnten.
„Indem die USA den Plan, iranische Kraftwerke anzugreifen, für fünf Tage auf Eis legten, entzogen sie dem Ölpreis effektiv einen Großteil der ‚Kriegsprämie‘“, kommentiert der Analyst Tim Waterer von KCM Trade den gestrigen Preisrutsch, der Brent wieder zurück unter 100 Dollar und WTI unter 90 Dollar schickte. Allerdings meint Waterer auch: „Händler wissen, dass die Straße von Hormus trotz der vorerst ausgesetzten Raketenangriffe noch lange keine sichere Wasserstraße ist.“
Seine Branchenkollegin Helima Croft von RBC Capital Markets LLC sieht dies ähnlich: „Schiffe, nicht Äußerungen werden wohl letztlich das sein, was für die physischen Märkte entscheidend ist“, so die Expertin, die mit Blick auf die möglicherweise hinter den Kulissen stattfindenden oder auch nicht stattfindenden Gespräche zwischen den USA und Iran auch darauf verweist, dass die Islamische Revolutionsgarde möglicherweise gar nicht zu einem Abkommen bereit sei, „solange sie die Straße von Hormus fest im Griff hat.“
Davon abgesehen ist die Frage, wie lange sich die anderen Länder in der Region noch aus dem Konflikt heraushalten, sollte der Iran ihre Energieanlagen weiter angreifen. In einem Bericht der amerikanischen Tageszeitung Wall Street Journal hieß es zuletzt, dass vor allem in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten der Unmut über das Vorgehen Teherans mittlerweile so hoch ist, dass man sich dort wohl ein Eintreten in den Krieg zumindest vorstellen könnte.
Selbst ohne eine Beteiligung anderer Länder der Region am Iran-Krieg könnte der Brent-Preis den Analysten von Macquarie zufolge noch auf 150 Dollar pro Barrel steigen, sollte die Straße von Hormus noch bis Ende April nicht wirklich befahrbar sein. „Selbst bei einer möglichen Entspannung der Lage nach der Ankündigung von Präsident Trump am Montag erwarten wir einen Preisboden von 85 bis 90 US-Dollar und eine natürliche Rückkehr in den Bereich um 110 US-Dollar“, bis der normale Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz wiederhergestellt sei, so die Analysten in einer Kundenmitteilung.
Abzuwarten bleibt unterdessen, welchen Einfluss die freigegebenen Mengen aus den strategischen Ölreserven der IEA-Länder noch haben werden. Nachdem Japan bereits vergangene Woche die ersten Maßnahmen diesbezüglich ergriff, gab das US-Energieministerium nun das Ergebnis der ersten Ausschreibung im Rahmen der koordinierten Freigabe bekannt. Bisher belaufen sich die zugeteilten Mengen, die im April und Mai an die Unternehmen abgegeben werden, allerdings nur auf rund 45 Mio. Barrel, was deutlich weniger ist, als die 86 Mio. Barrel, die für die erste Tranche angedacht waren.
Wie es um die Versorgungslage in den USA in der vergangenen Woche bestellt war, darüber werden heute Abend die Bestandsschätzungen des API erste Aufschlüsse geben. Die offiziellen Daten des DOE folgen am morgigen Mittwoch um 15:30 Uhr und werden wie üblich auch konkrete Daten zu Rohölproduktion, Nachfrage und Raffienerieauslastung der USA beinhalten. Aktuell notieren die Ölfutures an ICE und NYMEX oberhalb der Vortagestiefs, wenngleich Brent und WTI die ersten Widerstände noch nicht knacken konnten. Bei den Inlandspreisen deutet sich rein rechnerisch im Vergleich zu gestern immer noch Potenzial für Abschläge an.“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
24.03.2026 / 08:45Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services