*Inlandspreiserwartung für Heizöl 01.07.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +4,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Dientagvormittag) erwartet.„
API Daten bullish gefärbt – Indirekte Iran-Gespräche in Doha…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Der Ölmarkt steht auch zur Wochenmitte weiterhin im Zeichen der diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und dem Iran sowie der schrittweisen Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus. Brent notiert heute früh um die 73 Dollar, nachdem der Kontrakt in den vergangenen drei Monaten nahezu ein Drittel seines Wertes eingebüßt hatte.
Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters verliefen die Gespräche der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner in Katar positiv. Auch die technischen Verhandlungen mit dem Iran kämen voran. Kushner, Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, und der Sondergesandte Witkoff waren am Dienstag zu den von der US-Regierung als „hochrangig“ bezeichneten Gesprächen in Doha eingetroffen. Iran und Gastgeber Katar stellten jedoch klar, dass die US-Delegation nicht direkt mit iranischen Vertretern zusammentreffen werde, sondern über Vermittler verhandle.
Unterdessen mehren sich die Anzeichen für eine Erholung des Tankerverkehrs durch die Straße von Hormus. Seit den gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran am vergangenen Wochenende hat die Zahl der Schiffsbewegungen wieder zugenommen. US-Vizepräsident JD Vance erklärte sogar, die Öllieferungen durch die Meerenge hätten inzwischen wieder das Vorkriegsniveau erreicht. Dennoch bleibt die Lage weiterhin fragil.
So bekräftigte etwa der Iran erneut seinen Anspruch auf Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die wichtige Wasserstraße und trieb seinen Plan, Transitgebühren zu erheben, weiter voran. Dies verdeutlicht, dass zentrale Streitpunkte – darunter auch das iranische Atomprogramm oder ein dauerhaftes Ende der Kämpfe im Libanon – weiterhin ungelöst sind und die Gespräche innerhalb der 60-tägigen Frist erschweren dürften.
„Die Straße von Hormus öffnet sich zwar weiter, doch die Entwicklung bleibt lückenhaft, unvorhersehbar und nicht vollständig transparent. Solange es keine neue Annäherung zwischen Washington und Teheran gibt, dürfte der Markt zunächst abwarten, bevor die Rohölpreise ihren Abwärtstrend wieder aufnehmen“, meint deshalb Vandana Hari, Gründerin des Analysehauses Vanda Insights.
Andere Analysten zeigen sich optimistischer. „Wir erwarten, dass der Konflikt bis Ende Juli beendet sein wird“, glaubt etwa Samantha Dart von der globalen Rohstoffanalyse bei Goldman Sachs. „Sobald sich die Schiffsströme durch die Straße von Hormus normalisieren, rechnen wir mit einem Überangebot am Ölmarkt.“
Goldman Sachs prognostiziert für das kommende Jahr einen Angebotsüberschuss von nahezu 2 Mio. B/T – selbst unter Berücksichtigung der Wiederauffüllung strategischer Ölreserven. Auch Morgan Stanley warnte zuletzt vor einem drohenden Überangebot, da sich die Transporte durch die Straße von Hormus schneller als erwartet normalisieren. Die Bank senkte deshalb ihre Preisprognosen innerhalb von rund zwei Wochen bereits zum zweiten Mal (30.06.2026 Morgan Stanley senkt Preisprognosen erneut).
Heute wartet man am Ölmarkt nun noch auf den DOE–Bestandsbericht, der zumindest kurzfristig ein Bild der Angebotslage in den USA liefern wird. Sollte sich die Lage im Zentrallager in Cushing entgegen der API-Daten doch wieder verschärft haben, könnte der Bericht durchaus bullishe Signale liefern.
Unabhängig davon bleibt unsere fundamentale Einschätzung aber dennoch leicht bearish, denn auch, wenn es aktuell keine direkten Gespräche zwischen Iran und den USA gibt, bleiben die diplomatischen Kanäle dennoch zumindest offen. Zudem bleibt die Straße von Hormus offen und die Exporte am Persischen Golf scheinen sich schneller zu erholen als angenommen.
Einzig bei den Produkten bleibt leichte Aufwärtsdynamik spürbar, was vor allem mit den akuten Angebotsknappheiten durch saisonal hohe Nachfrage wegen Hitzewellen, Raffineriestreiks in Europa und vor allem den Kraftstoffengpässen in Russland zusammenhängt. Entsprechend ergeben sich heute bei den Inlandspreisen sehr deutliche Aufschläge im Vergleich zu gestern Morgen…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
01.07.2026 /09:00 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services