Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 21.04.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -1,00 €/100l Netto im Vergleich zu  gestern (Montagvormittag) erwartet.

Hoffen auf Verhandlungen – Krisenlage im Persischen Golf bleibt angespannt

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen USA und Iran bleibt das zentrale Thema am Ölmarkt weiterhin die Krise am Persischen Golf. Dabei stützen sich zur Zeit alle Hoffnungen der Marktteilnehmer auf die Teilnahme des Irans an den geplanten Verhandlungen in Islamabad.

Am Montag hatten Brent und WTI noch spürbar zugelegt, nachdem der Iran erneut die Straße von Hormus geschlossen hatte. Zudem beschlagnahmten die USA im Zuge ihrer Blockade iranischer Häfen ein iranisches Frachtschiff.

Dennoch richten Investoren ihren Blick nun verstärkt auf die Aussicht, dass die Gespräche in dieser Woche entweder zu einer Verlängerung der bestehenden Waffenruhe oder sogar zu einer endgültigen Einigung führen könnten. Gleichzeitig bleibt das Risiko weiterer Konflikte und Störungen der Ölversorgung bestehen.

Von der ING heißt es, die Energiemärkte hätten zwar nach der jüngsten Entwicklung rund um die Straße von Hormus zunächst zugelegt, signalisierten jedoch weiterhin Optimismus hinsichtlich möglicher US-iranischer Gespräche. Die Analysten fügen allerdings auch an: „Wir sind der Ansicht, dass die Märkte die anhaltenden Angebotsstörungen unterschätzen. Der Optimismus scheint die Realität des Angebotsschocks zu überdecken.“

„Wir gehen weiterhin davon aus, dass in dieser Woche entweder eine Absichtserklärung unterzeichnet und/oder die Waffenruhe verlängert wird, was sich zu einem umfassenderen Abkommen entwickeln könnte“, hieß es von Analysten der Citi. „Gleichzeitig bleiben wir darauf vorbereitet, in ein Szenario länger anhaltender Störungen umzuschwenken, sollte es in dieser Woche zu einem Scheitern der Verhandlungen kommen.“

Unterdessen bleibt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus extrem reduziert. Am frühen Dienstag versuchten lediglich drei Schiffe die Passage. Die Krise hatte sich am Wochenende erneut verschärft, nachdem die US-Marine ein iranisches Schiff beschlagnahmt hatte und iranische Kräfte auf Schiffe feuerten sowie wieder verstärkte Kontrollen in der Meerenge einführten.

Sollten die Störungen in der Straße von Hormus einen weiteren Monat andauern, könnten sich die Gesamtausfälle laut Citi auf rund 1,3 Mrd. Barrel belaufen. Die Preise könnten dann im zweiten Quartal 2026 bei etwa 110 Dollar pro Barrel liegen.

Laut Société Générale macht sich die Krise schon jetzt bei der Nachfrageentwicklung bemerkbar. So hätten die durch die Schließung verursachten Preissteigerungen die Nachfrage um etwa 3% gedrückt, meinen die Analysten der französischen Großbank. Das Risiko sei „nach oben gerichtet, je länger sich die Normalisierung verzögert“. Eine „vollständige Normalisierung“ der Versorgung wird demnach erst gegen Ende des Jahres 2026 erwartet.

Wie schon in den vergangenen Wochen bleibt der Fokus der Anleger auch heute komplett auf den Entwicklungen am Persischen Golf. Andere Marktfaktoren, wie etwa die heute Abend auf dem Programm stehenden API-Bestandsdaten aus den USA laufen zur Zeit höchstens unter „Ferner liefen“. Unsere fundamentale Einschätzung bleibt deshalb heute erst einmal bullish, so lange noch nicht geklärt ist, ob es überhaupt Verhandlungen geben wird. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich allerdings dennoch recht klare Preisabschläge im Vergleich zu gestern Morgen ab.“

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

21.04.2026 /07:45 Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

Ihr Ansprechpartner seit 1887