*Inlandspreiserwartung für Heizöl 08.01.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +0,30 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Mittwochvormittag) erwartet.„
Ölfutures auf Richtungssuche – Venezuela bleibt im Fokus…
(höherer Anteil der CO² Steuer im Vergleich zu 2024 effektiv bei ca. 3,35 Euro / 100 l)
*Marktlage:
Die Rohölpreise an ICE und NYMEX gaben am gestrigen Mittwoch nach, was daran lag, dass die Erwartungen eines Überangebots für das laufende Jahr weiterhin bestehen bleiben. Das Hauptaugenmerk lag auch zur Wochenmitte weiterhin auf Venezuela, sodass der stärker als erwartete und als vom API gemeldete Rückgang der landesweiten US-Rohölbestände nicht zum Tragen kam, zumal die Destillat- und Produktvorräte der USA massive Aufbauten gezeigt haben.
„Die Umleitung und Neuverteilung der venezolanischen Ölströme dürfte mittelfristig ein zentrales Thema sein“, sagte Vandana Hari, Gründerin des in Singapur ansässigen Marktforschungsunternehmens Vanda Insights, gegenüber dem Fernsehsender Bloomberg Television. „Einer der am stärksten Betroffenen wird China sein“, so die Expertin weiter. China war zuletzt einer der wichtigsten Abnehmer für venezolanisches Rohöl und hat sich dementsprechend bereits über das Vorgehen der USA echauffiert, zumal Washington Caracas nun auch noch dazu aufgerufen haben soll, seine Verbindungen mit Konkurrenten der USA zu lösen.
Längerfristig bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklungen in Venezuela auf die Versorgungslage auswirken werden. Zwar geht US-Präsident Trump Medienberichten zufolge davon aus, dass der Ölpreis durch eine Verbesserung der Ölinfrastruktur des OPEC-Staats auf 50 Dollar pro Barrel sinken könnte, dafür müsste es allerdings auch erst einmal zu einer solchen Verbesserung kommen.
Die Frage ist auch, wie die OPEC und ihre Partner auf einen potenziellen Anstieg der venezolanischen Ölproduktion reagieren würden. Die Allianz hat die Rückführung der freiwilligen Produktionskürzungen einiger OPEC+-Länder für das erste Quartal erst einmal ausgesetzt und dabei auf die saisonal schwächere Nachfrage verwiesen. Wie es danach weitergeht, ist ungewiss. Je nachdem, wie schnell sich die Ölproduktion bzw. Ölindustrie Venezuelas von der jahrelangen Misswirtschaft erholt, die nicht erst unter Präsident Maduro begann, könnte auch die OPEC+ wieder in Zugzwang geraten.
Unterdessen wartet der Markt aktuell auch auf die nächste offizielle US-Arbeitsmarktstatistik, die am morgigen Freitag fällig ist. Der Bericht des Instituts ADP blieb gestern hinter den Erwartungen für Dezember zurück und auch der Bericht zu den offenen Stellen in den USA (JOLTs) im November enttäuschte gestern. Dies weckt einerseits Nachfragesorgen, andererseits aber auch die Hoffnung auf eine weitere Zinssenkung bei der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed.
Nach einem Start oberhalb der Vortagestiefs befinden sich die Ölfutures an ICE und NYMEX heute Morgen erst einmal auf Richtungssuche. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich im Vergleich zu den Erhebungspreisen von gestern bislang ebenfalls noch keine klare Richtung ab.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
08.01.2026 / 09:10Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services