*Inlandspreiserwartung für Heizöl 28.04.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -0,50 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Montagvormittag) erwartet.„
Diplomatisches Tauziehen am Golf – Bisher keine neuen Verhandlungen…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die Ölpreise bleiben gestützt, denn nach wie vor gibt es kaum Bewegung in der Krise am Persischen Golf. Nachdem der Iran gestern einen neuen Vorschlag für Verhandlungen vorgelegt hatte, zeigte sich Washington diesem gegenüber vor allem wegen der geforderten Vertagung aller Fragen zum iranischen Atomprogramm skeptisch. Unterdessen bleibt die Pattsituation in der Straße von Hormus bestehen und die Wasserstraße quasi unpassierbar.
US-Präsident Donald Trump zeigte sich laut einem Regierungsvertreter am Montag unzufrieden mit dem jüngsten iranischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Er berief demnach zwar eine Sitzung ein, um die Initiative zu erörtern, beharrte jedoch auf „roten Linien“ für ein Abkommen – darunter die klare Forderung, dass Teheran keine Atomwaffen besitzen dürfe.
Trotz aller Skepsis gegenüber dem jüngsten Vorschlag aus Teheran sei man aber bereit, die Verhandlungen fortzusetzen, hieß es aus Washington. Laut einem Bericht des Wall Street Journal, das sich auf nicht namentlich genannte US-Beamte beruft, dürfte das Weiße Haus in den kommenden Tagen eine offizielle Antwort sowie Gegenvorschläge vorlegen.
Eine frühere Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran war Anfang des Monats gescheitert, seitdem gab es keine direkten Gespräche mehr. Laut Ölmarktanalyst Fawad Razaqzada von FOREX.com geht es den Marktteilnehmern allerdings ohnehin nicht mehr um Rhetorik, sondern um den „tatsächlichen physischen Fluss von Rohöl durch die Straße von Hormus – und dieser bleibt derzeit eingeschränkt“. Selbst bei einer Einigung könne die Erholung aufgrund von Produktionsausfällen und logistischen Herausforderungen Monate dauern, warnt der Experte.
„Es besteht weiterhin die Erwartung, dass sich die Lieferströme im Mai und Juni schrittweise normalisieren, was die Preise bislang etwas gedämpft hat“, kommentiert Analystin Rebecca Babin von der CIBC Private Wealth Group. „Doch die Zeit drängt: Jeder weitere Tag verschärft die Versorgungslage, reduziert Puffer und erhöht das Risiko stärkerer Preissprünge.“ Ihre Kollegin Linh Tran von XS.com weist allerdings auch darauf hin, dass „jeder bedeutende Fortschritt in den Verhandlungen eine deutliche Preiskorrektur auslösen“ könnte.
Neben den Entwicklungen am Persischen Golf dürften die Anleger heute zudem auf den API-Bestandsbericht aus den USA achten, der am späteren Abend erwartet wird. Er dürfte allerdings nicht genug Aussagekraft haben, um die Kurse nachhaltig zu bewegen, bevor am Mittwoch die DOE-Daten erscheinen.
Aus fundamentaler Sicht nehmen wir auch heute wieder eine leicht bullishe Haltung ein, da sich die Parteien im Iran-Krieg bisher nicht nennenswert angenähert haben und auch die Lage im Persischen Golf unverändert angespannt bleibt. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich nach dem volatilen Montag gestern heute früh schon wieder Preisaufschläge ab.“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
28.04.2026 /10:10 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services