Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 23.04.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +4,00 €/100l Netto im Vergleich zu  gestern (Mittwochvormittag) erwartet.

Ölfutures bei Unsicherheit über Dauer des Nahostkonflikts fester

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Die Rohölpreise zogen zur Wochenmitte wieder an, auch wenn die Waffenruhe zwischen den USA und Iran von amerikanischer Seite gestern verlängert wurde. Brent kletterte im gestrigen Handelsverlauf wieder zurück über 100 Dollar pro Barrel, was vor allem daran liegt, dass die Fronten zwischen den beiden Ländern verhärtet scheinen und die Straße von Hormus auch weiterhin kaum befahrbar ist.

„Der ausbleibende Fortschritt bei den Friedensgesprächen lässt die Hoffnungen des Ölmarktes auf eine Lösung schwinden, sodass der Markt die Realität der Versorgungsengpässe zunehmend widerspiegeln wird“, kommentiert Warren Patterson, Leiter der Rohstoffstrategie bei ING Groep NV die aktuelle Entwicklung und ergänzt: „Obwohl die Preise in letzter Zeit stark von Schlagzeilen beeinflusst wurden, wird der Markt gegenüber diesen allmählich abstumpfen, sollten sie sich als bloße Schlagzeilen erweisen.“

Als bloße Schlagzeile könnte sich auch der Post erweisen, den der iranische Präsident Masud Peseschkian am Mittwochabend auf X veröffentlichte. Darin schrieb er, der Iran habe einen „Dialog und ein Abkommen begrüßt und tut dies weiterhin.“ Dem schickte er allerdings noch im selben Post hinterher: „Vertragsbruch, Blockade und Drohungen stellen die größten Hindernisse für echte Verhandlungen dar. Die Welt durchschaut Ihre endlose, heuchlerische Rhetorik und den Widerspruch zwischen Ihren Behauptungen und Taten.“

Dennis Kissler, Senior Vice President des Bereichs Trading bei BOK Financial Securities geht mit Verweis auf die aktuelle Patt-Situation zwischen den USA und Iran davon aus, dass „der Weg des geringsten Widerstands“ für die Ölpreise immer noch der nach oben zu sein scheint, bis eine der beiden Parteien nachgebe. „Je länger kein Öl durch die Meerenge fließt, desto höher werden die Preise steigen“, so Kissler.

Und während die Lieferungen aus dem Nahen Osten, die den Weg über die Straße von Hormus nehmen müssen, niedrig bleiben, rechnet man bei den US-Ölexporten mit neuen Rekordhochs. Wenngleich das DOE gestern für die Woche zum 17. April einen leichten Rückgang der US-Rohölexporte meldete, so waren die Ausfuhren doch in den vorangegangenen drei Wochen gestiegen und hatten in der Woche zum 10. April auch die Marke von 5 Mio. B/T wieder überstiegen. Auch die Produktexporte sollen deutlich zugelegt haben.

Am heutigen Donnerstag werden die Marktteilnehmer weiterhin im Auge behalten, wie sich die Lage im Nahen Osten entwickelt. Davon abgesehen stehen mit den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes aus dem Euroraum und den USA mehrere Konjunkturindikatoren auf der Agenda, die die Nachfrageerwartungen der Marktteilnehmer beeinflussen dürften. Aktuell notieren die Kontrakte an ICE knapp unterhalb der Hochs, die sie am frühen Morgen verzeichneten. Gasoil notiert damit in etwa im Bereich des Vortageshochs, sodass sich bei den Inlandspreisen im Vergleich zu gestern derzeit Potenzial für Aufschläge abzeichnet.“

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

23.04.2026 /08:00 Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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