*Inlandspreiserwartung für Heizöl 24.07.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. + 1,35 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Donnerstagvormittag) erwartet.„
Korrektur: Brent zurück bei 100 Dollar – Keine Entspannung im Nahen Osten…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
“ Die Ölpreise treten am Freitagmorgen zwar auf der Stelle, steuern nach dem kräftigen Anstieg der Vortage aber weiterhin auf ein Wochenplus von mehr als 13 % zu. Am Donnerstag war der Brent-Preis erstmals seit zwei Monaten wieder über die Marke von 100 Dollar je Barrel gestiegen. Auslöser waren Huthi-Angriffe auf Tanker im Roten Meer, die den Nahostkonflikt weiter eskalierten, sowie neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran.
Trump kündigte für den Fall weiterer Angriffe der Huthi eine „massive militärische Bestrafung“ an. Gegenüber Axios erklärte er zudem, er erwäge einen „massiven Angriff“ auf den Iran und stehe „kurz vor einer Entscheidung“. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump außerdem, sämtliche Schäden an Schiffen, Ladungen oder damit verbundenen Gütern würden künftig aus iranischen Geldern beglichen werden, die sich unter Kontrolle der USA befänden. Wie ein solcher Mechanismus funktionieren soll, erläuterte er nicht.
Unterdessen teilte das US-Zentralkommando (Centcom) am Donnerstag auf X mit, in der 13. Nacht in Folge Angriffe gegen Ziele im Iran geflogen zu haben. Man wolle durch diese Angriffe die Fähigkeit Teherans schwächen, weitere Attacken auf die kommerzielle Schifffahrt in der Straße von Hormus durchzuführen. Nach Daten des Analyseunternehmens Kpler passierte am Donnerstag lediglich ein einziger Öltanker die Meerenge.
„Die potenziellen Lieferausfälle, mit denen der Markt derzeit konfrontiert ist, sind größer als zu jedem anderen Zeitpunkt seit Beginn des Krieges“, warnen die Analysten der ING. „Nicht nur sind die Öllieferungen durch die Straße von Hormus praktisch zum Erliegen gekommen, auch die saudischen Exporte über das Rote Meer sind zunehmend gefährdet.“ Eine weitere Eskalation am Golf brächte einen erheblichen Anteil des weltweiten Ölangebots in Gefahr, sodass die Sorgen hinsichtlich einer Ausweitung des Konflikts groß sind.
„Sollte der Schiffsverkehr im Roten Meer auf ein Minimum zurückgehen, erwarten wir einen Ölpreis von 120 Dollar je Barrel – das wäre dann der Wendepunkt“, vermutet Jay Hatfield, Vorstandschef von Infrastructure Capital Management. „Wenn der Transport weitgehend ausfällt, bleibt nur Nachfragerückgang. Den erreicht man über höhere Preise.“
Auch nach Einschätzung von Chris Weston, Research-Chef bei der Pepperstone Group, spricht der kurzfristige Trend weiter für steigende Ölpreise. Brent dürfte auf 110 Dollar pro Barrel zulegen, sofern es keine deutliche Annäherung der Konfliktparteien und keinen klaren Weg zu einem Friedensabkommen gebe, so der Experte.
Zusätzliche Sorgen bereitet dem Ölmarkt zudem das Exportterminal des Caspian Pipeline Consortium (CPC) an der russischen Schwarzmeerküste, über das der Großteil der Ölexporte aus Kasachstan verschifft wird. Das kasachische Energieministerium teilte am Donnerstag mit, mehrere Ölunternehmen hätten ihre Förderung vorübergehend gedrosselt, nachdem mutmaßliche ukrainische Angriffe den Betrieb am Terminal lahmgelegt hatten.
Das Ministerium machte keine konkreten Angaben zum Umfang der Produktionskürzungen. Ein Insider erklärte jedoch, das größte Ölfeld des Landes habe seine Förderung um mehr als die Hälfte reduziert . Bereits am Dienstag hatten Branchenkreise berichtet, CPC nehme vorerst kein Öl aus Kasachstan mehr an.
Über die CPC-Pipeline wird nicht nur ein Großteil der kasachischen Ölförderung transportiert, sondern auch rund 2 % des weltweiten täglichen Rohölangebots. Was nach wenig klingt, wird gerade im Lichte der aktuellen Angebotsprobleme zu einem durchaus schmerzhaften zusätzlichen Ausfall, der die Preise mit in die Höhe treibt.
Damit bleibt unsere fundamentale Einschätzung auch zum Ende der Woche klar bullish, obwohl die Preisrally an den Börsen heute erst einmal eine Verschnaufpause einzulegen scheint. Dies zeigt sich auch bei den Inlandspreisen, wo sich im frühen Handel erste leichte Abwärtspotenziale abzeichnen. Rein rechnerisch ist jedoch gegenüber Donnerstagmorgen mit deutlichen Aufschlägen zu rechnen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
24.07.2026 /09:37 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services