Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 27.07.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. – 3,50 €/100l Netto im Vergleich zu  Freitagvormittag erwartet.

Ölfutures starten bei Angriffspause von USA und Iran weicher

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Nachdem Brent am Freitagmorgen noch oberhalb der 100 Dollar-Marke handelte, startete der Nordsee-Rohölkontrakt heute Morgen wieder unterhalb von 94 Dollar. Sein US-Pendant WTI, das am Freitagmorgen noch weit über 90 Dollar gekostet hatte, notierte zur Eröffnung heute knapp oberhalb von 86 Dollar. Grund für den jüngsten Rückzug der Rohölpreise ist die Pause der gegenseitigen Angriffe der USA und des Irans. Am Freitag hatten dagegen eher die neuen Strafzölle der US-Regierung für eine Abwärtskorrektur gesorgt.

„Die Angriffspause und Berichte über Fortschritte bei den Gesprächen [über ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran] haben die Erwartungen geweckt, dass sich erneut ein Weg zur Deeskalation abzeichnet, was zu einer Erholung der Warenströme führen könnte“, kommentiert der leitende Analyst für den Bereich Energie bei MST Marquee, Saul Kavonic, die jüngsten Entwicklungen, der warnend hinzufügt: „Allerdings bleiben alle Kernfragen – darunter die Kontrolle des Iran über die Meerenge sowie dessen Raketen- und Atomprogramme – festgefahren, und es besteht ein hohes Risiko, dass sich ein etwaiger Waffenstillstand lediglich als vorübergehend erweist.“

An den Märkten fragt man sich nun, wie lange die Feuerpause anhalten wird und ob sie tatsächlich dazu beitragen wird, die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran voranzutreiben. Ein hochrangiger iranischer Beamter äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur skeptisch. „Die vorherrschende Ansicht ist, dass es sich eher um ein taktische als um eine echte Pause [seitens der USA, Anm. d. Red.] handelt. Der Iran hat bereits reichlich bittere Erfahrungen mit dem gemacht, was er als Täuschung durch die USA betrachtet“, so der Beamte.

Unterdessen bleibt auch abzuwarten, wie stark die Seeblockade Saudi-Arabiens durch die Huthi-Miliz das Ölangebot des OPEC-Schwergewichts beeinträchtigen wird. Zwar kamen am Wochenende noch vereinzelt Tanker mit saudischem Öl durch die Meerenge von Bab el-Mandeb, der Schiffsverkehr soll jedoch auch dort wesentlich schwächer sein als noch vor der Blockade, sodass Saudi-Arabiens nun sowohl im Osten (über die Straße von Hormus), als auch im Westen mit Hürden für seine Ölexporte zu kämpfen hat.

Davon abgesehen wird das Ölangebot derzeit auch durch die Unterbrechung des Betriebs des CPC-Exportterminals im Schwarzen Meer reduziert. Dazu soll nun auch noch eine Unterbrechung der Rohölverladungen am russischen Exportterminal Sheskharis am Hafen von Novorossijsk gekommen sein. Von dort aus waren im bisherigen Jahresverlauf laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg durchschnittlich 650.000 B/T an russischem Rohöl exportiert worden. Ob die Verladeunterbrechung am Terminal von Sheskharis wetterbedingt ist oder durch ukrainische Drohnenangriffe verursacht wurde, ist bislang noch unklar.

„Angesichts der Ausweitung des Nahostkonflikts auf das Rote Meer und der Angriffe ukrainischer Drohnen auf russische Schiffe und Raffinerien (…) dürften anhaltende Versorgungsunterbrechungen die Ölpreise auf einem hohen Niveau halten und weiterhin Aufwärtsrisiken für die weltweite Inflation bergen“, erwarten jedoch die Analysten der UOB in einer Mitteilung.

Aktuell notieren die Ölfutures an ICE und NYMEX auch wieder leicht oberhalb der bisherigen Tagestiefs, die sie am frühen Montagmorgen verzeichnet hatten. Bei den Inlandspreisen deutet sich allerdings rein rechnerisch immer noch Potenzial für Abschläge im Vergleich zu Freitag an.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

27.07.2026 /08:10 Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

 

 

 

 

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