Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 10.07.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -0,30 €/100l Netto im Vergleich zu  gestern (Mittwochvormittag) erwartet.

Raketen oder Diplomatie? – USA-Iran-Gespräche sollen weitergehen

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Die Ölpreise steuern trotz der gestrigen Abwärtskorrektur auf ein Wochenplus zu. Auslöser sind die erneut aufgeflammten Kämpfe zwischen den USA und Iran, die den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus erheblich beeinträchtigt haben.

Gleichzeitig werden nach Angaben eines US-Regierungsvertreters die technischen Gespräche zwischen beiden Seiten fortgesetzt. Unklar bleibt jedoch der Status einer zuvor vereinbarten Waffenruhe, nachdem US-Präsident Donald Trump diese als beendet erklärt hatte. Trotz anhaltender Luftangriffe haben beide Seiten bislang aber eine Rückkehr zu einem offenen Krieg vermieden. Teile des vorläufigen Abkommens, das bislang nicht offiziell aufgehoben wurde, werden weiterhin eingehalten.

„Obwohl die USA ihre Angriffe auf militärische Ziele im Iran ausgeweitet haben, reagierten die Märkte erleichtert auf die Entscheidung der Trump-Regierung, die iranische Energieinfrastruktur nicht ins Visier zu nehmen“, kommentiert Daniel Hynes, Rohstoffstratege der ANZ Bank, die Kampfhandlungen. Zusätzliche Beruhigung hätten Äußerungen von Präsident Trump gebracht, wonach er nicht mit einer Rückkehr zu einem großflächigen Konflikt rechne.

Marktbeobachter verweisen dennoch auf erhebliche Risiken für den Ölhandel. „Die Preise haben sich zwar von ihren Höchstständen zur Wochenmitte entfernt, doch aufgrund des nahezu zum Erliegen gekommenen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus bleibt eine deutliche geopolitische Risikoprämie bestehen“, erklärt Vandana Hari von Vanda Insights. Gleichzeitig begrenze das Vertrauen der Märkte in eine Rückkehr zu diplomatischen Verhandlungen den weiteren Preisanstieg.

Nach aktuellen Schiffsverfolgungsdaten kam der Verkehr durch die Straße von Hormus am Donnerstag nahezu vollständig zum Stillstand und bleibt auch am heutigen Freitag äußerst gering. Lediglich ein leerer Supertanker wurde nach der Durchfahrt durch die Engstelle wieder im Persischen Golf registriert. Die Wasserstraße ist eine der wichtigsten Transitrouten für Öl- und Gasexporte und steht seit Beginn der Auseinandersetzungen im Mittelpunkt des Konflikts. Teheran strebt dort eine stärkere Kontrolle des Schiffsverkehrs an.

„Die Märkte bewerten die jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran offenbar eher als Belastung für den Waffenruheprozess denn als dessen vollständiges Scheitern“, glaubt Warren Patterson, Leiter der Rohstoffstrategie bei ING. „Berichte über fortgesetzte Gespräche zwischen Washington und Teheran stärken zudem die Hoffnung, dass diplomatische Lösungen weiterhin Vorrang haben“.

Mit Spannung wird nun heute Vormittag noch der monatliche Marktbericht der IEA erwartet. Bereits im vergangenen Monat hatte die Organisation davor gewarnt, dass der Konflikt mit Iran die Ölnachfrage deutlich stärker belasten könnte als bislang angenommen. Zugleich stellte sie für das kommende Jahr ein erneutes Überangebot am Ölmarkt in Aussicht. Am Dienstag hatte auch die EIA schon ihre Angebotsaussichten für das kommende Jahr weit nach oben geschraubt (07.07.2026 EIA: Massive Korrektur der bisherigen Erwartungen), allerdings ohne Einbeziehung der jüngsten Eskalation.

Die fundamentale Markteinschätzung fällt heute zunächst wieder neutral aus, da die Aussicht auf weitere Gespräche zwischen den USA und Iran die Angst vor einer vollständigen Eskalation deutlich kleiner macht. Bei den Inlandspreisen machen sich damit heute früh weitere Preisabschläge bemerkbar, die gegenüber Donnerstagmorgen auch teilweise sehr deutlich ausfallen…“

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

10.07.2026 /09:45 Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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