Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 29.06.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +2,30 €/100l Netto im Vergleich zu  Freitagvormittag erwartet.

Ölfutures geben nach kurzem USA/Iran-Schlagabtausch wieder nach

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Der Nordsee-Rohölkontrakt Brent war zum Settlement am vergangenen Freitag erstmals günstiger als zum Settlement am Freitag vor Beginn des Iran-Kriegs. Dem US-Rohölkontrakt WTI fehlte noch ein wenig, um den Preisanstieg, den der Krieg verursacht hatte, wieder vollständig abzuschütteln, das Plus zum Vorkriegs-Settlement (vom 27. Februar) lag hier noch bei 2,21 Dollar pro Barrel. Zu Beginn der neuen Handelswoche notieren die Kontrakte auch unterhalb der Hochs von Freitag.

Allerdings könnten die Preise an den Ölfutures im weiteren Wochenverlauf wieder etwas stärker auf Schlagzeilen im Bezug auf die Straße von Hormus reagieren, nachdem es am Wochenende aufgrund von Angriffen auf ein Container-Schiff und einen Öltanker wieder zu einem Schlagabtausch zwischen den US-Streitkräften und den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) kam. Zwar hat man sich mittlerweile darauf geeinigt, die Waffen wieder ruhen zu lassen, vertrauenserweckend sind derlei Zwischenfälle für Käufer, Reedereien und Versicherungen allerdings nicht.

„Der Markt dürfte seine Annahme einer raschen Erholung der Ölversorgung aus dem Persischen Golf neu bewerten“, meinen auch die Analysten der ANZ in einer Mitteilung. Ihre Kollegen von der ING-Bank ergänzen: „Der Ölmarkt ist nach wie vor erheblichen Risiken ausgesetzt. Dennoch scheinen sich die Marktteilnehmer darauf zu konzentrieren, was eine anhaltende Erholung der Ölströme für das globale Gleichgewicht bedeuten würde.“ Allerdings berge diese „Sorglosigkeit“ auch ein erhebliches Risiko für Preisanstiege, sollte sich herausstellen, dass sich das Angebot nur langsam erhole. Unterdessen bleibt abzuwarten, wie sich die US-Nachfrage in der diesjährigen Fahrsaison noch entwickeln wird und wie lange die Nachfrage Chinas noch gemäßigt bleibt.

Die Produktkontrakte könnten in naher Zukunft noch einmal leichten Auftrieb erhalten, sei es durch den Streik an der Antwerpener Raffinerie von ExxonMobil, der in dieser Woche abgehalten wird, oder durch ein vollständiges Diesel-Exportverbot Russlands. Mittlerweile musste sogar Präsident Putin offiziell eingestehen, dass es am russischen Kraftstoffmarkt Angebotsengpässe gibt. Am späten Sonntagabend bestätigte Putin in einer im russischen Fernsehen übertragenen Versammlung mit Vertretern der Regierung und der Ölindustrie, dass ein vollständiges Exportverbot für Dieselkraftstoff zur Debatte stehe. Das Thema soll laut Russlands Energiebeauftragtem Alexander Nowak von der Regierung heute noch einmal diskutiert werden.

So notieren die Mitteldestillatkontrakte an ICE und NYMEX heute Morgen auch näher an den Hochs von Freitag als Brent und WTI. Auch bei den Inlandspreisen zeichnet sich aktuell rein rechnerisch Potenzial für Aufschläge im Vergleich zu den Erhebungspreisen von Freitag ab…“

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

29.06.2026 /07:45 Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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