Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 17.06.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -0,50 €/100l Netto im Vergleich zu  gestern (Dienstagvormittag) erwartet.

Ölfutures bleiben vor IEA-Monatsbericht und Fed-Zinsentscheid geschwächt

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Erstmals seit Anfang März lag das Settlement von Brent gestern wieder unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 80 Dollar pro Barrel. Und zumindest aktuell sieht es an den Ölbörsen so aus, als könnte der Preis der Nordsee-Rohölsorte heute noch weiter sinken.

„Wir erleben eine massive Flucht der Investoren aus dem Markt“, kommentiert Analyst Stephen Schork von der Schork Group den Preisrückgang, der sich seit der Aussicht auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran, die am Wochenende schließlich bestätigt wurde, an den Ölbörsen ergeben hat. „So wie wir zu Beginn des Konflikts im Nahen Osten einen regelrechten Kaufrausch erlebt haben (…), geschieht nun genau das Gegenteil“, führt Schork aus. Seine Kollegin von Phillip Nova, Priyanka Sachdeva verweist derweil auf die geopolitische Risikoprämie, die die Marktteilnehmer seit Beginn des Iran-Kriegs eingepreist hatten und nun wieder auspreisen.

Hauptgrund dafür ist, neben der Einigung an sich, die Hoffnung am Markt, dass die Öllieferungen über die Straße von Hormus bald wieder deutlich zunehmen, wenn die Meerenge am Freitag wie angekündigt wieder geöffnet wird. Das wichtige Nadelöhr, über das vor dem Krieg täglich Öllieferungen im Umfang von rund 21 Mio. Barrel abgewickelt wurden, soll freigegeben werden, sobald die Absichtserklärung – ebenfalls am Freitag – von den USA und dem Iran unterzeichnet wurde. Das schweizerische Außenministerium gab gestern bekannt, dass die Unterzeichnung voraussichtlich in Bürgenstock bei Luzern stattfinden werde.

Im Hinblick auf die erwartete Öffnung der Straße von Hormus gibt Parash Jain allerdings zu bedenken: „Wir sprechen von einer schrittweisen Wiederaufnahme, nicht von einer sofortigen Rückkehr zur Normalität.“ Der Leiter der Transport- und Logistikforschung bei HSBC Holdings Plc weltweit fügt in einem Interview mit Bloomberg Television hinzu: „Das Letzte, was die Reedereien wollen, ist, zwei Monate damit zu verbringen, alle Schiffe umzuleiten, nur um dann zu erfahren, dass sie sie eigentlich wieder auf die ursprüngliche Route zurückverlegen müssen.“

Denn es gibt immer noch einige Faktoren, die eine Öffnung der wichtigen Meerenge doch noch verhindern könnten, wie zum Beispiel Israels Militäroperationen im Libanon. Erst gestern hatte der iranische Außenminister noch einmal betont, dass der Iran ein Abkommen ohne einen vollständigen Rückzug Israels aus dem Libanon, von wo aus die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz agiert, als hinfällig betrachte. US-Präsident Trump fühlte sich diesbezüglich gestern sogar genötigt, Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in einem Interview am Rande des G7-Gipfels zur Zurückhaltung im Libanon aufzufordern.

Bevor die Unterzeichnung des Abkommens ansteht, wird sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer heute jedoch erst einmal noch auf den aktuellen IEA-Monatsbericht sowie die Ergebnisse der Fed-Zinssitzung richten. Der Monatsbericht der IEA wird am Vormittag erscheinen und zeigen, wie die Behörde mit Sitz in Paris die aktuelle Lage am und den Ausblick für den Ölmarkt einschätzt. IEA-Chef Fatih Birol forderte in einer offiziellen Stellungnahme zuletzt, die Straße von Hormus „so bald wie möglich“ wieder zu öffnen. Dies sei unerlässlich, damit Öl und Gas „wieder nach Asien und darüber hinaus fließen“ könnten.

Stärkeren Einfluss auf die Ölpreise als der IEA-Bericht könnte allerdings die Pressekonferenz zur aktuellen geldpolitischen Sitzung des Fed-Offenmarktausschusses (FOMC) haben, die jedoch erst nach Handelsschluss in Europa beginnt. Mit einer Zinserhöhung seitens der Fed wird zwar noch nicht gerechnet, sollte der neue Notenbankchef Kevin Warsh jedoch klare Hinweise darauf geben, dass die Fed einen solchen Schritt bald für nötig hält, würde dies den Dollar stützen und die im Greenback gehandelten Ölfutures für Trader außerhalb der USA verteuern. Ein weiterer belastender Faktor für die Ölpreise wären dem Falle auch die höheren Kreditkosten, die das Wachstum sowie die Ölnachfrage der USA beeinträchtigen könnten.

An den Ölbörsen haben die Rohölkontrakte heute Morgen die Vortagestiefs zwar bereits leicht unterschritten, die Unterstützungen in diesen Bereichen sind allerdings noch nicht nachhaltig durchbrochen. Die Produktkontrakte notieren noch oberhalb der Vortagestiefs. Nichtsdestotrotz zeichnet sich bei den Inlandspreisen heute rein rechnerisch erneut Abschläge im Vergleich zu gestern Morgen ab….“

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

17.06.2026 /08:05 Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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