Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 14.01.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +1,20 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Dienstagvormittag) erwartet.

Verschnaufpause nach Preisrally – Bisher kein US-Angriff auf Iran

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

Nachdem ein US-Angriff auf den Iran bisher ausblieb, legen die Notierungen an ICE und NYMEX heute eine kleine Verschnaufpause ein und geben nach vier Tagen mit deutlichen Gewinnen leicht nach. Für Abwärtsdruck sorgen dabei auch die API-Bestandsdaten und der klar bearishe EIA-Monatsbericht von gestern.

Während erstere einen deutlich größeren Zuwachs in allen Kategorien auswiesen als erwartet, hat die EIA ihre Angebotsprognosen für das laufende Jahr sogar noch einmal verschärft und rechnet aktuell mit einem Überangebot von +2,83 Mio. B/T. Im Bericht vom letzten Monat waren es „nur“ 2,26 Mio. B/T gewesen. Auch für 2027 rechnet die EIA mit einem deutlichen Angebotsüberschuss von +2,09 Mio. B/T.

Die Entwicklungen im Iran bleiben kurzfristig dennoch das Hauptthema und verhindern bisher deutliche Abwärtskorrekturen. Nach wie vor ist der Fokus der Anleger auf die Unruhen im Land und die von Donald Trump angedrohte Militärintervention gerichtet, die die iranische Ölförderung von etwa 3,3 Mio. B/T gefährden könnte.

„Die Proteste im Iran könnten zu einem kurzfristigen Anstieg der globalen Ölpreise führen, und zwar sowohl durch kurzfristige Versorgungsausfälle als auch vor allem durch steigende geopolitische Risikoprämien“ kommentiert die Citi Bank und hebt ihre Preisprognosen für Brent in den kommenden drei Monaten auf 70 Dollar. Bislang hätten sich die Proteste aber nicht auf die wichtigsten iranischen Fördergebiete ausgeweitet, was die Auswirkungen auf das tatsächliche Angebot begrenzt habe, hieß es.

„Die aktuellen Risiken sind eher politischer und logistischer Natur als direkte Produktionsausfälle, sodass die Effekte auf die iranische Rohölversorgung und die Exportströme bislang begrenzt bleiben“, so die Analysten bei der Citi. Unterdessen sagte US-Energieminister Chris Wright dem Sender Fox News, die USA würden „gerne ein kommerzieller Partner“ für iranisches Rohöl sein, sollte das Regime fallen.

Die Ölpreise legen zu Beginn des neuen Jahres weiter zu, nachdem nicht nur die Eskalation im Iran, sondern auch die Lage in Venezuela wieder einen Risikoaufschlag zurück an den Markt gebracht haben. Zuvor hatten Erwartungen eines Überangebots fünf Monate in Folge zu Preisrückgängen geführt. Die jüngste bullishe Rally kommt somit recht überraschend für einen Markt, der bisher fest in der Hand der Bären gewesen war.

„Der Markt steckt weiterhin zwischen der Realität eines anhaltenden Überangebots und der Eskalation geopolitischer Risiken fest“, meint Analyst Zhou Mi von Chaos Ternary Futures. „Kurzfristig könnten Entwicklungen im Iran erneut starke Preisschwankungen auslösen, und jede militärische Aktion der USA würde die Ölpreise wahrscheinlich nach oben treiben.“

Heute Nachmittag könnten allerdings auch von anderer Seite neue Richtungsimpulse kommen, denn nicht nur stehen nach dem gestrigen API Bestandsbericht heute noch die DOE-Daten ins Haus, auch die OPEC folgt heute der EIA mit ihrem Monatsbericht. Traditionell dürfte die Einschätzung der Organisation erdölproduzierender Länder zur Angebotslage weniger bearish ausfallen, doch in den letzten Monaten hatte auch die OPEC ihre überwiegend bullishe Haltung zur Nachfrageentwicklung und den Produktionsprognosen immer wieder anpassen müssen.

Insgesamt bleibt die fundamentale Einschätzung dennoch erst einmal weiter leicht bullish, da die Anleger weiterhin eine hohe Risikoprämie einpreisen. Solange die Spannungen im Iran bestehen bleiben, dürften die Preise gestützt bleiben, auch wenn eine Abwärtskorrektur angesichts der überhitzten Preisrally und der übergeordnet nach wie vor bearishen Marktlage nicht unwahrscheinlich ist.

Bei den Inlandspreisen zeichnen sich in den frühen Morgenstunden erste leichte Preisrückgänge ab, allerdings bleiben nach der gestrigen Preisrally zum Dienstag erst einmal sehr deutliche Preisaufschläge bestehen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

14.01.2026 / 08:10Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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