*Inlandspreiserwartung für Heizöl 31.07.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -3,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Donnerstagvormittag) erwartet.„
Nahost-Krieg verursacht ersten monatlichen Anstieg seit April…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die Ölpreise geben zum Ende einer volatilen Handelswoche leicht nach, steuern jedoch weiterhin auf den stärksten Monatsgewinn seit März zu. Hintergrund ist, dass trotz ausbleibender größerer Fortschritte in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran wieder mehr Schiffe die strategisch wichtigen Seewege in der Region passieren.
Obwohl sich USA und Iran am Donnerstag erneut gegenseitig angriffen, hat der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus in den vergangenen Tagen offenbar zugenommen. Gleichzeitig beriet Saudi-Arabien mit Vertretern aus 43 Staaten über die Bildung einer Allianz zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer und dessen angrenzenden Gewässern. Das Königreich will damit der Seeblockade entgegenwirken, die die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen in der vergangenen Woche gegen Saudi-Arabien verhängt hatten (30.07.2026 Rotes Meer: Saudi-Arabien strebt internationale Koalition an).
Zwar verkehren weiterhin Öltanker sowohl durch die Straße von Hormus als auch durch das Rote Meer, doch die gestiegenen Sicherheitsrisiken haben die Frachtkosten und Versicherungsprämien deutlich erhöht. „Dadurch bleibt ein erheblicher geopolitischer Risikoaufschlag in den Ölpreisen enthalten“, merkt Ölmarktanalystin Priyanka Sachdeva von Phillip Nova an. Zwar wären die Preise zuletzt etwas von ihren Höchstständen zurückgekommen, der übergeordnete Aufwärtstrend bleibe jedoch intakt.
Entsprechend haben die Ölbörsen im Juli auf Monatssicht spürbar zugelegt. Im Verlauf des Monats scheiterte die ohnehin fragile Feuerpause zwischen Washington und Teheran, die im Jemen ansässigen Huthi-Milizen griffen in den Konflikt ein, und saudische Streitkräfte beteiligten sich gemeinsam mit den USA an Angriffen auf vom Iran unterstützte Gruppen im Irak. Gleichzeitig sind die US-Öllagerbestände weiter gesunken.
„Es bleibt abzuwarten, ob sich der Konflikt weiter ausweitet und ob die USA tatsächlich in der von Präsident Trump angedrohten Weise reagieren oder ob es bei gegenseitigen Vergeltungsschlägen in einem vergleichsweise begrenzten Umfang bleibt“, kommentiert Carolyn Kissane, stellvertretende Dekanin des Center for Global Affairs der New York University.
Neben dem Nahen Osten sorgen sich die Marktteilnehmer auch um die kasachischen Ölexporte im Schwarzen Meer. Die Verladungen wurden in dieser Woche nach erneuten Angriffen auf Tanker erneut ausgesetzt (30.07.2026 Verladungen am CPC-Schwarzmeerterminal erneut unterbrochen). Allein in diesem Monat wurden inzwischen neun Schiffe angegriffen, die sich am Terminal des Caspian Pipeline Consortium befanden oder auf dem Weg dorthin waren – so viele wie seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 nicht mehr.
Die anhaltenden Angebotsunsicherheiten sorgen zum Ende der Woche und des Monats für eine fundamental immer noch leicht bullishe Einschätzung, auch wenn positive Signale von der Schifffahrt heute für etwas Entspannung sorgen. Entsprechend nehmen die Anleger auch am Freitagmorgen erst einmal wieder Gewinne mit, so dass sich auch bei den Inlandspreisen frühes Abwärtspotenzial andeutet…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
31.07.2026 /07:45 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services