*Inlandspreiserwartung für Heizöl 30.10.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +0,50 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Donnerstagvormittag) erwartet.“
Wir haben leider aufgrund der Situation „Golfkrieg“ erst ab ca. 13.00 Uhr verbindliche Verkaufspreise für Sie !!!
Ölfutures steuern auf Wochensicht auf weiteren Preisanstieg zu…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Am letzten Handelstag des Monats notieren die Preise der beiden Rohölkontrakte Brent und WTI an den Ölbörsen deutlich höher als noch Ende September. So zeichnet sich vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Risiken im Nahen Osten bei Brent auf Monatssicht nicht nur der vierte Monat in Folge mit einem Plus ab, sondern auch ein Preisanstieg um zwölf Prozent. Angetrieben wurde dieser Anstieg weiterhin durch die Sorgend im Hinblick auf Störungen der Energielieferungen, geringe Lagerbestände sowie eine angespannte Versorgungslage bei raffinierten Produkten. Auch auf Wochensicht legten die Rohölpreise erneut zu.
Dabei behalten die Marktteilnehmer weiterhin ein Auge auf der Lage in der Straße von Hormus, das zentrale Nadelöhr für Rohöl- und Treibstoffexporte aus dem Persischen Golf. Nach Angaben der UK Maritime Trade Operations (UKMTO) ereigneten sich dort zwei weitere Angriffe auf Tankschiffe: Ein Tanker wurde während der Ausfahrt von einem unbekannten Projektil getroffen, während an einem weiteren Schiff von einem kleinen Boot aus Sprengsätze am Rumpf angebracht wurden. Wer dafür verantwortlich ist, blieb zunächst unklar. Allerdings konnten die Produzenten die Schiffsverladungen über die Meerenge zuletzt trotz der hohen Sicherheitsrisiken aufrecht erhalten.
Gleichzeitig wecken Meldungen aus den USA erneut die Befürchtung über eine weitere Eskalation der Lage in der Region. Demnach unterrichtete ein ranghoher US-Kommandeur Präsident Donald Trump zuletzt über militärische Optionen gegen den Iran. Trump selbst hatte wiederholt die mögliche Wiederaufnahme von Luftangriffen gegen die Islamische Republik nach den US-Kongress-Zwischenwahlen nächste Woche angesprochen. Ein Vorstoß von US-Vizepräsident JD Vance, der Berichten zufolge einen Brief zur Wiederbelebung von Friedensverhandlungen und/oder Hilfen für medizinische Güter an Teheran sandte, stieß im Iran auf Widerspruch: Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und iranische Behörden betonten, Teheran beharre auf seinen eigenen Bedingungen zur Beendigung des Konflikts und werde bei seinen Positionen keine Kompromisse eingehen.
Zusätzliche Angebotsrisiken stellt weiterhin der Konflikt zwischen der jemenitischen Huthi-Miliz und Saudi-Arabien dar. Die von Iran unterstützten Huthi erklärten, mehrere Standorte im Königreich attackiert zu haben, darunter die Raffinerien Ras Tanura und Rabigh sowie die Produktionsanlage Abqaiq des staatlichen Ölriesen Aramco. Die von den Saudis angeführte Militärkoalition meldete unterdessen, eine Drohne abgefangen zu haben, die in Richtung der Region Mekka unterwegs gewesen sei, sowie auch einen Marschflugkörpers der Ziele im Westen des Landes im Visier hatte.
Andernorts setzte die Ukraine Medienberichten zufolge ihre Angriffe auf russische Raffinerien auf Druck Washingtons vorübergehend aus – eine Pause, die möglicherweise bis nach den US-Midterms anhalten könnte. Zuvor hatten die wiederholten Drohnenangriffe auf die russischen Anlagen maßgeblich zur Verknappung des weltweiten Kraftstoffangebots beigetragen. Ungeachtet dessen flog Moskau in der Nacht massive Angriffe gegen die Ukraine.
Marktexperten wie Ole Hansen, Rohstoffstratege der Saxo Bank, rechnen für die kommenden Wochen mit einer noch höheren Volatilität an den Ölbörsen, vor allem aufgrund der US-Midterms. Selbst nach einem potenziellen Ende der militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran ist laut Hansen angesichts des Risikos erneuter Feindseligkeiten und des Bedarfs an Bestandsaufstockungen mit einem dauerhaft erhöhten Rohöl-Preisspanne von 70 bis 90 US-Dollar je Barrel zu rechnen, verglichen mit dem Vorkriegsniveau von 60 bis 70 US-Dollar.
Heute Morgen legten die Ölfutures an ICE und NYMEX zunächst deutlich zu, kamen von ihren bisherigen Tageshochs allerdings schnell wieder zurück. Dennoch notieren sie derzeit fester. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich im Vergleich zu gestern allerdings in den meisten Regionen aktuell rein rechnerisch noch Potenzial für Abschläge ab…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
30.10.2026 /08:15Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services