Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 07.05.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -3,50 €/100l Netto im Vergleich zu  gestern (Mittwochvormittag) erwartet.

Tauziehen zwischen USA und Iran – Ölpreise fahren Achterbahn

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Nach der hohen Volatilität von gestern scheinen sich die Anleger heute zunächst zurückzuhalten. Gestern hatten die Notierungen an ICE und NYMEX fast 8% verloren, nachdem die USA und Iran neue diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Kriegs im Nahen Osten ausgelotet hatten.

Stein des Anstoßes war dabei ein kurzes Absichtspapier, ein „Memorandum of Understanding“, das angeblich schrittweise zur Wiederöffnung der Straße von Hormus führen könnte und Brent und WTI damit auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen beförderte. Doch schon kurze Zeit später erklärte US-Präsident Donald Trump, es sei „noch zu früh“ für direkte Gespräche mit Teheran, während ein hochrangiger iranischer Parlamentarier den US-Vorschlag eher als Wunschliste denn als realistische Grundlage bezeichnete.

„Der Preisrückgang bei Rohöl ist erneut übertrieben optimistisch und verfrüht“, kommentiert Vandana Hari von Vanda Insights in diesem Zusammenhang die starken Preisbewegungen von gestern. Entscheidend für den Markt sei weiterhin ausschließlich die Frage, ob und wann die Straße von Hormus wieder geöffnet werde. „Derzeit ist diese Perspektive kaum mehr als ein schwacher Silberstreif am Horizont“, so Hari.

Auch Hiroyuki Kikukawa von Nissan Securities sieht die Lage weiterhin als unsicher an. Zwar dürften die Friedensverhandlungen zumindest bis zum US-chinesischen Gipfeltreffen in der kommenden Woche andauern, darüber hinaus bleibe der Ausblick jedoch unklar. Trump und Chinas Präsident Xi Jinping wollen in der nächsten Woche zusammentreffen. Nach Einschätzung Kikukawas bleibt ein erhöhtes Ölpreisniveau daher das wahrscheinlichste Szenario.

Bezugnehmend auf das Gipfeltreffen erklärt auch Will Todman, Senior Fellow am Center for Strategic and International Studies, dass Trump offenbar sehr daran interessiert sei, das Treffen mit Xi nicht durch den Konflikt mit dem Iran in Gefahr zu bringen. „Die USA und der Iran würden sich niemals übereilt auf ein umfassendes Abkommen einlassen, aber die Einigung auf ein Rahmenabkommen verschafft ihnen Zeit und etwas Ruhe.“

Laut Priyanka Sachdeva von Phillip Nova wird die Stimmung der Anleger aktuell zu stark von Schlagzeilen beeinflusst. „Die Ölmärkte stecken seit mehr als zwei Monaten fest zwischen Diplomatie und Eskalation“, so die Analystin. „Sollte es tatsächlich zu einer formellen Einigung kommen, könnten die Ölpreise ins Bodenlose fallen, da der Markt die geopolitischen Aufschläge auspreisen würde. Allerdings könnten neue Anzeichen für Angriffe auf die Ölinfrastruktur leicht einen weiteren sprunghaften Anstieg der Rohölpreise auslösen.“

Selbst wenn es widererwarten in den nächsten Tagen ein Friedensabkommen geben würde, bliebe das globale Ölangebot dennoch auch darüber hinaus angespannt. Experten zufolge wird es längere Zeit benötigen, bis die Lieferungen aus dem Persischen Golf wieder anlaufen und die Raffinerien weltweit wieder normal versorgt werden. Ölkonzerne dürften daher weiterhin auf Lagerbestände zurückgreifen, um die hohe Sommernachfrage zu decken.

Aufgrund der erhöhten Unsicherheit, ob es tatsächlich ein Abkommen, oder zumindest eine Absichtserklärung für ein Abkommen geben wird, stufen wir heute unsere fundamentale Einschätzung wieder auf leicht bullish hoch, zumal auch die DOE-Daten von gestern eine klare Verknappung der Angebotslage und eine Verschiebung bei den Importen und Exporten signalisierten.

Die Inlandspreise dürften heute allerdings rein rechnerisch dennoch Abschläge zu gestern Früh ergeben, da hier noch der starke Preisverfall von Mittwochvormittag nachwirkt.“

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

07.05.2026 /07:30 Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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