Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 04.05.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -2,00 €/100l Netto im Vergleich zu  Donnerstagvormittag erwartet.

USA und Iran ringen um Kontrolle am Persischen Golf – Ölpreise stabil über 100 Dollar

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Die Ölpreise stabilisieren sich heute nach den Verlusten der letzten Woche wieder, nachdem die Marktteilnehmer offenbar Zweifel an der Umsetzbarkeit eines Plans von US-Präsident Donald Trump haben, mit dem neutrale Schiffe durch die Straße von Hormus geleitet werden sollen. Zugleich wurde Berichten zufolge wieder ein Tanker in der strategisch wichtigen Wasserstraße getroffen. Das Ausbleiben eines Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran stützt die Preise zusätzlich und hält sie über der Marke von 100 Dollar.

Nach Angaben Donald Trumps soll ab heute eine US-Initiative die Passage durch die Meerenge für Schiffe, die infolge des Konflikts mit dem Iran festsitzen, wieder ermöglichen. Erst am Sonntag hatte die britische Seesicherheitsbehörde UKMTO gemeldet, dass ein Tanker rund 78 Seemeilen nördlich von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten von Geschossen getroffen worden sei. Das US-Militär bestätigte, die von Trump angekündigte Initiative unterstützen zu wollen, viel Konkretes zu den Plänen gibt es allerdings noch nicht.

Entsprechend bleibt eine stärkere Abwärtsreaktion an den Ölbörsen bisher aus, die Anleger scheinen die Wirksamkeit der amerikanischen Pläne infrage zu stellen. Nicht ganz zu Unrecht, denn der Iran hat klargestellt, jede Initiative dieser Art als Bruch des Waffenstillstands zu sehen, so dass ein neuerlicher Kriegsausbruch durchaus im Rahmen des Möglichen liegt.

„Eine gewisse Trump-Müdigkeit macht sich zunehmend bemerkbar – ich glaube nicht, dass der Markt das wirklich ernst nimmt“, kommentiert Haris Khurshid von Karobaar Capital LP die jüngsten US-Plläne. „Es gab zunächst einen Preisrückgang, aber dass dieser nicht anhielt, zeigt, dass die Marktteilnehmer darin keinen echten Wendepunkt sehen.“

Die Ölpreise bleiben also oberhalb von 100 Dollar – auch, weil weiterhin kein Friedensabkommen in Sicht ist und der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt bleibt. Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran laufen nur äußerst zaghaft wieder an, beide Seiten prüfen nach Angaben aus Verhandlungskreisen aktuell noch die Reaktionen des jeweils anderen.

„Die Gespräche sind ins Stocken geraten, da keine Seite bereit ist, bei ihren roten Linien nachzugeben“, erklären die Analysten der ANZ Bank. Während Trump einem Atomabkommen mit Teheran Priorität einräumt, schlägt der Iran vor, die Nuklearfrage erst nach dem Ende des Konflikts und der Aufhebung der Blockade im Golf zu verhandeln. Ob hier ein Konsens gefunden werden kann, bleibt fraglich.

„Die Angebotsausfälle wachsen mit jedem Tag, an dem die Straße von Hormus geschlossen bleibt“, so die ANZ. „Da die Nachfrage kaum reagiert, kommt es zu einem erheblichen Abbau von Lagerbeständen, die für den Markt bisher nur begrenzt sichtbar ist. Eine unvermeidliche Marktanpassung steht jedoch bevor – entweder in Form weiter steigender Preise oder durch Versorgungsengpässe.“

Unter ‚ferner liefen‘ fand am Sonntag zudem das letzte OPEC+ Treffen statt, bei dem die verbleibenden 7 wichtigsten Mitglieder (nach dem Austritt der VAE) eine neue Förderanhebung für Juni beschlossen haben. Mit dieser allenfalls als Symbolpolitik zu verstehenden Maßnahme bemüht sich das Bündnis darum, Normalität und Handlungsfähigkeit zu signalisieren. Der zusätzliche Förderumfang von 188.000 B/T dürfte jedoch weitgehend Theorie bleiben, solange der Krieg mit dem Iran die Öllieferungen aus dem Golf weiterhin blockiert.

An der verfahrenen geopolitischen Lage hat sich damit über das lange Wochenende nur wenig verändert. Die Hoffnung auf diplomatische Fortschritte wird durch die Gefahr eines neuen Kriegsausbruchs aufgewogen, so dass die fundamentale Einschätzung weitgehend bullish bleibt. Bei den Inlandspreisen machen sich allerdings wegen der Abwärtskorrektur an der ICE letzte Woche heute früh noch einmal recht deutliche Abschläge bemerkbar.“

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

04.05.2026 /10:15 Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

Ihr Ansprechpartner seit 1887