Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 20.01.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +0,60 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Montagvormittag) erwartet.

Ölfutures starten nahe Vortageshochs – Meldungen aus Kasachstan stützen

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

Nachdem die Zoll-Drohungen des US-Präsidenten mit Blick auf Grönland und die von der EU ins Spiel gebrachten Vergeltungsmaßnahmen die Ölfutures am Montagvormittag noch hatte sinken lassen, erholten sich Brent und Co. in der zweiten Tageshälfte wieder von ihren anfänglichen Verlusten. Allerdings war gestern in den USA ein Feiertag, sodass es heute mit der Rückkehr einiger amerikanischer Trader aus dem verlängerten Wochenende noch einmal zu Verwerfungen kommen könnte, zumal bei WTI heute Abend auch der nächste Frontmonatswechsel ansteht.

Noch ohne Berücksichtigung der erneuten Zoll-Drohungen rechnet derweil der Internationale Währungsfonds für das laufende Jahr mittlerweile mit einem stärkeren Wachstum der weltweiten Konjunktur, was auch der Ölnachfrage zugute käme. Für die beiden größten Volkswirtschaften und Ölkonsumenten der Welt – USA und China – korrigierte der IWF seine Wachstumsprognosen um 0,3 Prozentpunkte nach oben.

Kurzfristig stützen auch die Meldungen über eine vorübergehende Produktionsunterbrechung am riesigen Tengiz-Ölfeld in Kasachstan die Rohölkontrakte an den Ölbörsen. Dagegen hat das geopolitische Risiko, das der mögliche US-Militärschlag gegen den Iran noch Anfang letzter Woche dargestellt hatte, mittlerweile wieder deutlich nachgelassen.

Damit rückten nach und nach auch die Bedenken hinsichtlich einer Überversorgung am Ölmarkt wieder in den Vordergrund. „Die Aussicht auf einen großen Überschuss lässt vermuten, dass die Preise tendenziell sinken werden, während das Potenzial für eine weitere Eskalation der Spannungen zwischen den USA und der EU ein zusätzliches Abwärtsrisiko darstellt“, meint Analyst Warren Patterson von der ING Groep NV diesbezüglich.

Die EIA geht in ihrem Januar-Monatsbericht davon aus, dass 2026 ein Angebotsüberschuss in Höhe von +2,83 Mio. B/T entstehen könnte. Damit hatten die Statistiker der Behörde ihre Erwartungen von Dezember um +0,57 Mio. B/T nach oben korrigiert. Ob die IEA dies ebenfalls tut, wird sich morgen zeigen, wenn deren aktueller Monatsbericht erscheint. Allerdings rechnete die Behörde mit Sitz in Paris im Dezember bereits mit einem wesentlich stärkeren Überangebot (+3,8 Mio. B/T) als die EIA. Die OPEC behält sich derweil ihren Zweckoptimismus bei und geht für das laufende Jahr insgesamt von einem relativ ausgeglichenen Markt aus.

Im weiteren Wochenverlauf werden die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit aber auch verstärkt auf das Weltwirtschaftsforum in Davos richten, wo US-Präsident Trump mit seinen Äußerungen für weiteren Wirbel sorgen könnte. Die US-Ölbestandsdaten sind derweil in dieser Woche wegen des Feiertags am gestrigen Montag erst einen Tag später als üblich fällig.

Heute Morgen notieren die Ölfutures zunächst einmal im Bereich der Vortageshochs, konnten diese jedoch noch nicht wirklich übertreffen. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich aktuell im Vergleich zu gestern rein rechnerisch noch Potenzial für Aufschläge ab, wenngleich der steigende EUR/USD-Kurs diese zeitweise etwas dämpft.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

21.01.2026 / 09:00Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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