*Inlandspreiserwartung für Heizöl 03.07.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -0,80 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Donnerstagvormittag) erwartet.„
Brent in Contango – Angebotsknappheit löst sich auf…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die Kurse an ICE und NYMEX haben am Freitag vor dem langen Feiertagswochenende in den USA leicht zugelegt. Insgesamt bleiben die Ölbörsen allerdings unter Druck, da die Marktteilnehmer optimistisch auf die laufenden Bemühungen der USA und Irans um eine Entspannung im Nahen Osten blicken. Gleichzeitig erholt sich die Lage im Persischen Golf zusehends.
Entsprechend waren Brent und WTI gestern auf den tiefsten Stand seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran Ende Februar gefallen. Auf Wochensicht blieben die Kursbewegungen allerdings extrem gering. Brent verzeichnete einen Wochenrückgang von 0,02%, WTI legte minimal um 0,12% zu.
Die Marktstruktur bei Brent ist unterdessen aber ins Contango umgeschwungen und signalisiert damit, dass die Anleger ihre Sorgen um eine Unterversorgung erst einmal wieder ad acta gelegt haben. Kein Wunder, haben doch die meisten Golfstaaten ihre Export- und Produktionsmengen zuletzt schneller als erwartet wieder hochfahren können (02.07.2026 Saudische Rohölexporte nur noch knapp unter Vorkriegs-Niveau; 30.06.2026 Iraks Ölexporte nehmen wieder an Fahrt auf), zuletzt offenbar auch Kuwait.
„Die Fundamentaldaten rücken rasch wieder in den Vordergrund, da die Störungen in der Straße von Hormus nachlassen und sich die Schifffahrtsströme normalisieren“, erläutern Francesco Martoccia und Eric Lee von der Citigroup. Sie empfehlen weiterhin, sommerliche Kursanstiege zum Verkauf zu nutzen, und erwarten, dass der Brent-Preis bis zum Jahreswechsel auf 60 bis 65 Dollar pro Barrel fallen wird.
Gleichzeitig warnen die Analysten, dass der Verhandlungsprozess zwischen den USA und Iran weiterhin fragil sei. Zudem gebe es nach wie vor Streit über die Verwaltung der Straße von Hormus sowie mögliche Transitgebühren. Nach Angaben mit der Angelegenheit vertrauter Personen gehen einige europäische Staaten inzwischen davon aus, dass Gebühren für die Passage der Meerenge unvermeidlich werden. Schiffe müssten demnach künftig Zahlungen an den Iran und den Oman leisten.
Insgesamt bleibt der Handel an ICE und NYMEX heute wahrscheinlich dünn, denn wegen des morgigen Independence Day in den USA wird an beiden Börsen heute nur verkürzt gehandelt. Es ist zu erwarten, dass viele Trader ihre Bücher schon gestern geschlossen haben, so dass das Handelsvolumen gering bleiben dürfte. Damit steigt aber auch die Gefahr erhöhter Volatilität, da schon kleinere Transaktionen große Kursbewegungen auslösen können.
Die fundamentale Einschätzung fällt heute weiterhin leicht bearish aus, da der Umschwung auf Contango und die zunehmenden Fördermengen am Persischen Golf klar bearishe Impulse geben. Die Inlandspreise bleiben nach den starken Kursschwankungen von gestern allerdings heute erst einmal auf Richtungssuche…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
03.07.2026 /07:30 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services