*Inlandspreiserwartung für Heizöl 29.07.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +3,90 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Dienstagvormittag) erwartet.„
Bullishe API-Daten und neue Angriffswelle in Nahost – Ölpreise machen Satz nach oben…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die Hoffnungen auf neue Verhandlungen und eine friedliche Lösung im Nahen Osten haben sich wieder verflüchtigt, nachdem eine Welle von Kämpfen in der Nacht die Lage in der Region erneut eskaliert hat. Damit sind auch die Sorgen um anhaltende Angebotsausfälle durch Seeblockaden und Angriffe auf wichtige Ölinfrastruktur wieder zurück.
So haben offenbar die iranischen Revolutionsgarden (IRGC)einen US-Luftwaffenstützpunkt sowie ein Kommandozentrum in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen. Zudem seien drei Tanker von Raketen getroffen und damit durch die iranische Militäreinheit gestoppt worden. Genaueres zu den Umständen dieser Angriffe ist bisher allerdings nicht bekannt.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte mit, einen iranischen Angriff auf US-Truppen abgefangen zu haben, nannte jedoch ebenfalls keine weiteren Einzelheiten. Gleichzeitig hätten das US-Militär und Saudi-Arabien „mit Iran verbündete Terroristen“ im Irak angegriffen, nachdem diese auf Anweisung der IRGC US-Streitkräfte und die saudische Energieinfrastruktur ins Visier genommen hätten, erklärte CENTCOM.
Eine Deeskalation im Persischen Golf ist damit wohl erst einmal passé. Dieser Meinung ist auch Helima Croft von RBC Capital Markets, die sich skeptisch hinsichtlich einer baldigen diplomatischen Lösung äußert: „Wir bezweifeln weiterhin stark, dass ein bedeutender diplomatischer Durchbruch unmittelbar bevorsteht, der den Atomkonflikt beenden könnte, aus dem der Krieg hervorgegangen ist“. Die anhaltende Bedrohung durch Raketen, Seeminen, Drohnen und Maßnahmen Teherans werde weiterhin einen erheblichen Teil der Schifffahrt davon abhalten, die Region zu befahren, so die Expertin.
Tatsächlich bleibt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit den Weltmärkten verbindet, äußerst gedämpft. Nach Daten des Analyseunternehmens Kpler passierten am Dienstag lediglich zwei Frachtschiffe die Meerenge. Diese Angaben könnten allerdings noch nachträglich angepasst werden, da die meisten Schiffe ihre Transponder während der Passage aus Sicherheitsgründen ausschalten, um eben nicht getrackt werden zu können.
In der Frage um die Kontrolle der Wasserstraße lehnte der Iran unterdessen einen Vorschlag des benachbarten Oman ab, der eine 50/50-Überwachung der Routen durch die Meerenge vorsah. Dieser werde den Bedenken der Islamischen Republik nicht gerecht. Die einlaufende Fahrrinne müsse vollständig unter iranischer Kontrolle stehen, ebenso ein Teil der auslaufenden Route, erklärte Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi im Staatsfernsehen.
In Washington traf Präsident Donald Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, wobei der US-Präsident versuchte, erneute Militärschläge in der Region zu verhindern. Nach dem Treffen erklärte Netanjahu allerdings gegenüber Fox News, er sei skeptisch hinsichtlich einer Einigung. Israel hatte im Februar gemeinsam mit den USA den Krieg begonnen, um Teherans Atomprogramm einzudämmen.
Im Lichte dieser Entwicklungen bleibt am Markt wenig Bearishes übrig, so dass unsere fundamentale Einschätzung heute wieder klar bullish ausfällt. Dazu tragen auch die eher bullishen API-Bestandsdaten bei, selbst wenn die Marktteilnehmer noch auf die heute Nachmittag fälligen DOE-Daten warten. Sollten sie stark bearish ausfallen, könnten sie möglicherweise doch noch einmal etwas Abwärtsdruck erzeugen.
Zunächst bleiben die Preise an ICE und NYMEX aber gestützt. Der ICE Gasoil Kontrakt handelt somit weit oberhalb seines Vortageshochs, was sich auch auf die Inlandspreise überträgt. Hier ist im Vergleich zu gestern Früh entsprechend mit klaren Aufschlägen zu rechnen…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
29.07.2026 /07:55 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services