Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 15.01.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +/0,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Mittwochvormittag) erwartet.

Trump beschwichtigt Iran-Sorgen – Risikoprämie sinkt, Preise geben nach

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

Die Ölpreise scheinen ihre Preisrally nach sechs Tagen heute beendet zu haben und geben ein gutes Stück nach. Auslöser waren Kommentare des US-Präsidenten Donald Trump zum Iran. Brent und WTI hatten am Mittwoch noch um mehr als ein Prozent zugelegt, gaben jedoch den Großteil der Gewinne wieder ab, nachdem Trumps Äußerungen die Sorge vor einem US-Angriff auf den Iran verringerten.

Der US-Präsident erklärte gestern, ihm sei zugesichert worden, dass der Iran die Tötung von Demonstrierenden einstellen werde. Dies senkt die Wahrscheinlichkeit einer unmittelbaren militärischen Reaktion der USA und damit auch das Risiko von Unterbrechungen der iranischen Ölproduktion und einer Sperrung der wichtigen Straße von Hormus.

Die Lage im Iran bleibt jedoch auch weiterhin angespannt. So schlossen die Behörden vorübergehend den Luftraum über Teheran, während die USA Teile ihres Personals in Katar und an anderen amerikanischen Militärstützpunkten in der Region verlegten.

„Die geopolitisch bedingte Stärke bei Brent dürfte anhalten, ein Test bis auf 75 US-Dollar ist durchaus möglich“, glaubt deshalb Robert Rennie von Westpac Banking Corp. Auf die Rallye könnte jedoch ein Einbruch folgen, sollte es tatsächlich eine Entwarnung gegeben oder das Regime im Iran nachhaltig ins Wanken geraten – ähnlich der Marktbewegung während des Iran-Israel-Konflikts im Juni, so der Experte.

Auf bearisher Seite wirken heute zudem noch die DOE-Daten, die gestern deutlich höhere Bestände meldeten, als erwartet. Und auch die Entspannung zwischen den USA und Venezuela drückt nach wie vor auf die Preise, zumal die unterbrochene Ölförderung genauso wieder anläuft wie die Exporte des OPEC-Mitglieds (13.01.2026 Venezuelas Ölexporte und -produktion wieder online).

Trump erklärte zudem, er habe am Mittwoch ein „sehr gutes Gespräch“ mit der venezolanischen Interimspräsidentin Delcy Rodriguez geführt, bei dem es auch um Öl gegangen sei. Separat sagte der US-Präsident gegenüber Journalisten, er halte es für besser, wenn Venezuela in der OPEC bleibe, sei jedoch unsicher, ob dies auch für die USA vorteilhaft wäre. Gespräche darüber habe Washington mit Caracas nicht geführt.

Unterdessen teilte die OPEC selbst am Mittwoch in ihrem aktuellen Monatsreport mit, die Ölnachfrage werde 2027 voraussichtlich in ähnlichem Tempo wachsen wie in diesem Jahr. Zudem veröffentlichte sie Daten, die für 2026 auf ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage hindeuten – im Gegensatz zu anderen Prognosen, die von einem deutlichen Überangebot ausgehen. Damit bleibt die OPEC ihrer Linie treu und rechtfertigt gleichzeitig weitere geplante Produktionssteigerungen ab dem Frühjahr.

Insgesamt fällt die fundamentale Einschätzung heute neutral aus, nachdem die immanente Gefahr eines Militärschlags der USA gegen Iran gesunken und damit auch die Risikoprämie geschrumpft ist. Dennoch bleibt die geopolitische Lage weiterhin riskant, so dass die bearishen Faktoren noch nicht wieder die Überhand gewinnen.

Bei den Inlandspreisen zeichnen sich nach der starken Volatilität vom Mittwoch am Donnerstagmorgen erste Preisnachlässe im Vergleich zu gestern früh ab.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

15.01.2026 / 09:30Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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