*Inlandspreiserwartung für Heizöl 09.07.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +6,20 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Mittwochvormittag) erwartet.„
Angriffswelle im Persischen Golf geht weiter – Risikoprämie steigt wieder…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die Lage am Persischen Golf bleibt heute das Hauptthema am Ölmarkt. Aktuell sieht es hier nicht nach Deeskalation aus, denn sowohl die USA, als auch der Iran haben ihre Luftangriffe fortgesetzt. Damit wachsen auch wieder die Sorgen um die Exportflüsse durch die Straße von Hormus, so dass die Ölpreise auch heute gestützt bleiben.
Unterdessen bliebt die Situation im Nahen Osten volatil. Die USA haben in der Nacht zahlreiche Ziele im Süden des Iran ins Visier genommen, Teheran wiederum feuerte Rakete auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain. US-Präsident Donald Trump hatte gestern die Waffenruhe für beendet erklärt, eine offizielle Antwort des Iran darauf gibt es nicht. Auch bleibt offen, wie und ob es mit den Verhandlungen weiter geht und ob eine neue Blockade der Straße von Hormus zu befürchten ist.
Dies wäre für die globalen Ölmärkte eine Katastrophe, vor allem, nachdem es gerade erst nach einer Erholung ausgesehen hatte. Doch der Schiffsverkehr durch die wichtige Meerenge ist in den letzten beiden Tagen wieder deutlich eingebrochen, da den Reedereien und Schifffahrtsbetreibern das Risiko einer Durchfahrt aktuell zu groß ist. Sollte es wieder zu einem kompletten Stillstand kommen, dürfte das die Ölpreise wieder zurück auf ihre Spitzenniveaus aus dem Frühjahr katapultieren.
„Die Entwicklungen der vergangenen 48 Stunden haben die Sorge verstärkt, dass ein Scheitern des vorläufigen Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran erneut zu Unterbrechungen der Ölversorgung führen könnte“, heißt es entsprechend bei der ANZ. Noch zu Beginn der Woche habe sich der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Wasserstraße erholt. Diese Entwicklung drohe nun gestoppt zu werden, da der Iran versuche, seinen Einfluss über die Passage wieder zu stärken.
„Die Straße von Hormus war nie vollständig zu einem normalen Betrieb zurückgekehrt. Nun könnten zusätzliche Produktionsausfälle folgen“, warnt auch Henry Hoffman vom Catalyst Energy Infrastructure Fund. Eine weitere Eskalation könne erhebliche Schäden an der Energieinfrastruktur der Region verursachen, deren Auswirkungen weit über den ersten Preisanstieg hinausreichen würden.
Ähnlich äußert sich Scott Shelton, Ölmarktanalyst bei TP ICAP. Sollte die Straße von Hormus erneut geschlossen werden, könnten die Ölpreise um weitere zehn US-Dollar pro Barrel steigen. „Wenn das Öl hingegen weiter fließt, dürfte das Aufwärtspotenzial von hier aus begrenzt sein“, so Shelton.
Es bleibt nun abzuwarten, ob der Friedensprozess zwischen den USA und Iran noch eine Chance hat, oder ob sich zumindest für die Straße von Hormus eine funktionale Lösung findet, um den Schiffsverkehr zu sichern. Der Iran hatte hier zuletzt massiv auf Transitgebühren gedrängt, was die USA und viele andere Länder strikt ablehnen.
Aus fundamentaler Sicht bleibt die Lage heute klar bullish, denn ein Ende der Eskalation am Persischen Golf scheint nicht in greifbarer Nähe zu liegen. Hinzu kommt, dass Russland gestern sein befürchtetes Diesel-Exportverbot ausgesprochen hat und damit die Angebotslage am Produktmarkt verschärft. Dementsprechend legen heute auch die Inlandspreise im Vergleich zu Mittwochmorgen stark zu…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
09.07.2026 /09:15 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services