*Inlandspreiserwartung für Heizöl 06.10.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -2,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Montagvormittag) erwartet.“
Wir haben leider aufgrund der Situation „Golfkrieg“ erst ab ca. 13.00 Uhr verbindliche Verkaufspreise für Sie !!!
Öl fließt wieder in großen Mengen – Angebotssorgen lassen etwas nach…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Nach ihrem gestrigen Rückgang um rund 2% stabilisieren sich die Ölpreise heute erst einmal wieder. Steigende Exporte aus dem Persischen Golf, die neuerliche Freigabe von G7-Notfallreserven und die jüngsten Preissenkung Saudi-Arabiens sprechen für eine entspanntere Versorgungslage. Die Sicherheitsrisiken im Nahen Osten sorgen jedoch weiter für einen geopolitischen Risikoaufschlag.
„Schifffahrtsdaten zeigen, dass die Rohölexporte aus der Region an mehreren Tagen Ende September sogar über dem Vorkriegsniveau lagen. Dank alternativer Routen und logistischer Anpassungen konnten die Produzenten trotz der Störungen rund um die Straße von Hormus offenbar weiter Öl transportieren“, sagte Priyanka Sachdeva, Leiterin der Marktanalyse bei Phillip Nova.
Von einer vollständigen Normalisierung der Versorgung könne jedoch noch keine Rede sein, fügte sie hinzu. In der Nähe der Straße von Hormus seien erneut Tanker angegriffen worden; die Zahl der Vorfälle habe zuletzt zugenommen. „Es fließt zwar weiterhin Öl, doch Transportkosten und Versicherungsprämien sowie die Risiken bei Routenwahl und Sicherheit bleiben erhöht.“
Ähnlich schätzt auch Naohiro Niimura von Market Risk Advisory Co. die Lage ein: „Die wieder anziehenden Lieferströme, die Preissenkungen Saudi-Arabiens und die Freigabe von Notfallreserven setzen die Rohölpreise unter Druck. Die eskalierenden Kämpfe im Jemen und das Risiko weiterer Angriffe begrenzen jedoch den Rückgang. Die Sorgen um das Angebot bleiben bestehen. Deshalb dürfte es dem Markt schwerfallen, länger an Positionen festzuhalten, die auf fallende Preise setzen.“
Die Ölexporte aus den Golfstaaten (ohne Iran) erreichten im September mehr als 81% des Vorkriegsniveaus, wie aus aktuellen Schiffsdaten hervorgeht. Dazu trug vor allem die Erholung der saudischen Ausfuhren bei, die trotz der Ausfälle ihrer Ost-West-Pipeline die Exportmengen über die Straße von Hormus hatten steigern können.
Die G7-Staaten einigten sich unterdessen noch am Freitag darauf, 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren Notfallreserven freizugeben (05.10.2026 G7-Staaten geben 100 Mio. Barrel aus strategischen Reserven frei). Zudem sagten sie zu, auf Beschränkungen für Energieexporte zu verzichten. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor in diese Richtung Druck ausgeübt und Deutschland und Frankreich mit einem Exportstopp von Diesel und Benzin gedroht.
Heute Abend eröffnet die EIA dann noch den Dreiklang der Oktober-Marktberichte mit ihrem aktuellen Monatsreport. Der Bericht enthält auch Prognosen zur Kraftstoffversorgung für die Wintersaison auf der Nordhalbkugel. Er dürfte den Marktteilnehmern also neue Hinweise über die Lage bei Diesel und Heizöl geben – in einer Phase der starken Marktverknappung, in der die Preise neue Rekordstände erreicht haben.
Um die Kosten im eigenen Land zu senken, hat US-Präsident Donald Trump zudem die Beschränkungen für steuerbegünstigten, eingefärbten Diesel gelockert. Die seit Langem erwartete Maßnahme kommt vor den Zwischenwahlen im November und ermöglicht eine breitere Nutzung des Kraftstoffs. „Man muss sich fragen, ob die Iraner versuchen werden, die Zeit bis zu den Zwischenwahlen auszunutzen“, kommentiert Robert Yawger von Mizuho Securities. „Die Lage ist gefährlich – und hohe Energiepreise sind der Preis, den man dafür zahlen muss.“
Insgesamt bleibt die Lage am Ölmarkt von Unsicherheiten und dadurch von Volatilität geprägt. Kurzfristig fällt unsere Einschätzung aufgrund der positiven September-Exportzahlen aus der Golfregion leicht bearish aus, doch die Risikolage bleibt hoch – dessen müssen sich die Marktteilnehmer bewusst sein. Bei den Inlandspreisen setzen sich heute aber erst einmal einige Abschläge im Vergleich zu gestern Morgen durch…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
06.10.2026 /10:00 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services