*Inlandspreiserwartung für Heizöl 04.08.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -3,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Montagvormittag) erwartet.„
Drohungen statt Gesprächen – Nahost-Krieg bleibt ungelöst…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Nach dem gestrigen Kurseinbruch zum Wochenstart stehen die Zeichen inzwischen schon wieder auf Anstieg, denn trotz der von Donald Trump angekündigten Gespräche mit dem Iran ist eine diplomatische Lösung des Konfliktes weiterhin unwahrscheinlich. Stattdessen erneuerte der US-Präsident seine Drohungen gegen den Iran und bezeichnete sein jüngstes Gesprächsangebot als „letzte Chance“.
Die Ölpreise unterliegen seit Wochen starken Schwankungen, nachdem die Kämpfe am Persischen Golf mit dem Scheitern der Waffenruhe im Juni wieder aufgeflammt und auf das Rote Meer übergegriffen hatten. Seitdem überwog das Hin und Her zwischen militärischer Eskalation und angeblichen diplomatischen Annäherungen. Gefruchtet hatten diese bisher allerdings nicht.
Am Montag sagte Donald Trump dann einen geplanten Angriff auf den Iran ab, den er als den „größten seit dem Zweiten Weltkrieg“ bezeichnete, und gab an, Teheran und andere Nahoststaaten hätten um Gespräche zur Beendigung des Krieges und zur Beilegung des Streits um die Kontrolle über die Straße von Hormus gebeten. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, wies diese Darstellung jedoch zurück. Es gebe keine Verhandlungen mit den USA, Treffen seien ebenfalls nicht geplant.
„Das Ausmaß der Gewinnmitnahmen erscheint deutlich überzogen, da nach wie vor erhebliche Unsicherheit besteht. Eine ähnliche Situation haben wir bereits mehrfach erlebt – nur um anschließend zu sehen, wie alles wieder auseinanderfiel“, heißt es von der ING in einer Marktanalyse. Dass der Iran laufende Gespräche bestreite und Trump zugleich mit Konsequenzen drohe, falls keine Einigung zustande komme, lasse nach Einschätzung der Experten weiterhin erheblichen Spielraum für eine erneute Eskalation offen.
Und auch Carolyn Kissane, stellvertretende Dekanin des Center for Global Affairs der New York University, rechnet mit anhaltender Volatilität. „Solange es Möglichkeiten gibt, Öllieferungen umzuleiten, kann dieses Auf und Ab anhalten“, so die Expertin. „Der Iran will die Lage nicht weiter eskalieren lassen, möchte die Spannungen aber aufrechterhalten. Nach dieser Marktreaktion dürfte es weitere Angriffe geben. Eine solche Situation haben wir bereits erlebt.“
Während der Krieg mit dem Iran die globalen Energiemärkte ohnehin belastet, wächst durch die ukrainische Angriffsstrategie gegen Russlands Ölinfrastruktur der Druck auf die globale Ölversorgung. Der Juli war mit rund 30 Angriffen auf Tanker, Raffinerien und andere Einrichtungen der Monat mit den zweithäufigsten Attacken auf Russlands Ölversorgungskette seit Beginn der groß angelegten Invasion in die Ukraine im Jahr 2022.
Immerhin an den wichtigen Schwarzmeerhäfen scheint sich die Lage wieder zu entspannen. So konnten in den vergangenen Tagen insgesamt vier Tanker Ladung am Exportterminal des Caspian Pipeline Consortium (CPC) aufnehmen, nachdem es dort in Folge von Angriffen immer wieder zu Ausfällen gekommen war. Der Terminal ist von entscheidender Bedeutung für die kasachischen Ölexporte. Die jüngsten Tankerattacken in der Region haben jedoch dazu geführt, dass einige Reeder beim Anlaufen des Terminals deutlich vorsichtiger geworden sind.
Aus fundamentaler Sicht fällt unsere Einschätzung damit heute wieder leicht bullish aus, zumindest, solange es keine ernstzunehmenden Hinweise darauf gibt, dass tatsächlich Verhandlungen zwischen den USA und Iran stattfinden. Bei den Inlandspreisen deutet sich damit heute leichtes Aufwärtspotenzial an, im Vergleich zu gestern Morgen bleiben aber wegen des Preisrutsches von Montag klare Abschläge stehen…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
04.08.2026 /09:30 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services