Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 21.01.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +0,90 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Dienstagvormittag) erwartet.

Grönlandstreit geht in Davos in die nächste Runde – Ölfutures auf Richtungssuche

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

Die Ölpreise haben zur Wochenmitte wieder etwas nachgegeben, da die Anleger nicht nur auf die neuesten Entwicklungen in Sachen Grönland warten, sondern auch auf den heute erscheinenden IEA Monatsbericht. Hier dürfte wie immer die Angebotsentwicklung im Zentrum des Interesses stehen, ist der IEA-Report doch traditionell der bearishste der drei großen Monatsberichte.

Darüber hinaus stehen heute und morgen auch noch die US-Ölbestandsdaten an, die wegen des US-Feiertages am Montag (Martin Luther King Day) mit einem Tag Verspätung erscheinen. Den Anfang macht heute Abend das API um 22:30 Uhr, das DOE folgt morgen um 18:00 Uhr. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge dürften die Rohölvorräte in der Berichtswoche um +1,7 Mio. Barrel gestiegen sein und würden damit einen bearishen Impuls an den Markt geben.

Angebotsausfälle in Kasachstan, die gestern noch bullish gewirkt hatten, treten darüber etwas in den Hintergrund, zumal die Unterbrechungen zeitlich begrenzt sind (20.01.2026 Insider: Ausfälle am Tengiz-Ölfeld bis nächste Woche). „Der Produktionsstopp ist vorübergehend, während der erwartete Lageraufbau in den USA und die geopolitischen Unsicherheiten anhalten dürften“, erklärt Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG.

Zentrales Thema dürfte heute ohnehin der Grönlandstreit sein. US-Präsident Donald Trump wird voraussichtlich um 14:30 Uhr auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sprechen. Im Vorfeld hat die US-Regierung angekündigt, Strafzölle von 10% gegen acht europäische Länder zu verhängen, die sich gegen den US-Anspruch auf Grönland ausgesprochen hatten. Die Drohung nährt Sorgen vor neuen Handelskonflikten, die das globale Wachstum dämpfen und damit auch die Energienachfrage belasten könnten.

Der Vorstoß Washingtons, die Kontrolle über die zu Dänemark gehörende Insel in der Arktis zu erlangen, hat zudem bei den Marktteilnehmer Zweifel an der Stabilität des transatlantischen Bündnisses geweckt und die Risikobereitschaft der Investoren geschwächt. Davon betroffen sind nicht nur die Finanzmärkte, sondern auch Rohstoffe wie Öl. Die Volatilität am Ölmarkt dürfte entsprechend hoch bleiben.

Grundsätzlich bleibt der längerfristige Ausblick ohnehin bearish, da die möglicherweise neu entfachten Zollstreits die schlechten Angebotsaussichten nicht besser machen. Mit konjunkturell bedingt geringer Nachfrage würde sich das erwartete Überangebot sogar noch verschärfen. In diesem Zusammenhang steht der neue Monatsbericht der IEA im Fokus der Anleger.

Im letzten Bericht hatte die Pariser Agentur eine Überversorgung von fast 4 Mio. B/T vorhergesagt. An dieser Einschätzung dürfte sich auch in diesem Monat nicht viel verändert haben. „Für mindestens drei bis vier Jahre könnten wir aufgrund der enormen zusätzlichen Fördermengen aus den USA und einigen anderen Ländern anhaltenden Abwärtsdruck auf die Öl- und Gaspreise sehen“, erklärte IEA-Direktor Fatih Birol am Dienstag in Davos.

Aus fundamentale Sicht fällt unsere Einschätzung damit heute wieder leicht bearish aus, auch wenn die erhöhte Unsicherheit der Anleger für Schwankungen an den Ölbörsen sorgt. Bei den Inlandspreisen sind diese Schwankungen ebenfalls zu spüren, im morgendlichen Mittwochshandel ist allerdings noch keine klare Richtung zu erkennen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

21.01.2026 / 09:30Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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