*Inlandspreiserwartung für Heizöl 19.06.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +2,20 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Donnerstagvormittag) erwartet.„
Libanon bleibt Sand im Verhandlungsgetriebe von USA und Iran…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die Marktteilnehmer versuchen derzeit weiterhin, die Auswirkungen der Mitte der Woche unterzeichneten Absichtserklärung zwischen Washington und Teheran auf die Ölströme im Golf abzuschätzen. Darüber hinaus bleibt die Frage, wie lange das vorläufige Abkommen halten wird und ob es den USA und dem Iran tatsächlich gelingt, daraus binnen 60 Tagen ein endgültiges Abkommen zu machen.
Das Zentralkommando der US-Streitkräfte in der Region (CENTCOM) gab am Donnerstag an, die Seeblockade für Schiffe, die an iranischen Häfen an- oder ablegen wollen aufgehoben zu haben und einige Schiffe konnten die Straße von Hormus auch schon wieder passieren.
Während die ersten Länder am Persischen Golf die Fördermengen sogar schon wieder steigern, oder dies zumindest ankündigen, versuchen die Marktteilnehmer noch, die Menge an Öl einzuschätzen, „die unmittelbar auf dem Markt verfügbar sein könnte“, so der Analyst Andy Lipow von Lipow Oil Associates. „Aber die Märkte fragen sich: ‚Wie lange wird es tatsächlich dauern, bis die Lieferkette wieder einigermaßen zur Normalität zurückkehrt?‘“, fügt Lipow hinzu. Die Erwartungen der Experten diesbezüglich variiert dabei stark, während die weltweiten Ölreserven weiter sinken.
Bei der Bank BNP Paribas rechnet man derzeit nicht mit einer Rückkehr der Ölpreise zu den Niveaus, auf denen sie vor dem Iran-Krieg lagen. Die Analysten der Bank sehen die Preismarke von 75 US-Dollar pro Barrel in einer Mitteilung als „dauerhafte Untergrenze für die absehbare Zukunft“. Diese Einschätzung begründen sie mit anhaltenden Ausfällen bei der Versorgung und einer höhere Nachfrage. Der Durchschnittspreis der Nordsee-Rohölsorte Brent hatte im Februar – also vor Kriegsbeginn – noch bei rund 69,40 Dollar gelegen (nach Settlementpreisen).
Zum Ende der Woche kommt nun auch wieder die Frage auf, wie lange die Straße von Hormus überhaupt offen bleibt. Da nämlich im Libanon zwischen den israelischen Streitkräften und der Hisbollah-Miliz immer noch keine Waffenruhe herrscht, könnte das vorläufige Friedensabkommen schon zerbrechen, bevor die Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen zwischen den USA und Iran überhaupt wirklich in Gang kommen. So wurde die erste Gesprächsrunde für das finale Abkommen, die heute im schweizerischen Bürgenstock stattfinden sollte, Medienberichten zufolge bereits verschoben, da der Iran in der Absichtserklärung eine Waffenruhe an allen Fronten – also auch im Libanon – gefordert hatte.
Unterdessen bleibt die OPEC bei ihrem langfristigen Nachfrageausblick optimistisch. Die Organisation geht in ihrem gestern veröffentlichten World Oil Outlook davon aus, dass die weltweite Ölnachfrage noch bis über das Jahr 2050 hinaus zunehmen wird. Dabei dürfte allerdings nicht mehr China der stärkste Wachstumstreiber sein, sondern Indien, wobei diese Erkenntnis mittlerweile auch nicht mehr die neueste ist. Laut der Forschungsabteilung des Unternehmens PetroChina sind auch die Aussichten hinsichtlich der Nachfrageentwicklung für China auch auf kurze Sicht nicht besonders stark. So dürfte die Nachfrage des zweitgrößten Ölkonsumenten der Welt im laufenden Jahr nur noch bei 753 Mio. Tonnen liegen, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 4,9 % entspricht.
An den Ölbörsen überwiegt heute Morgen jedoch die Sorge bezüglich der Verhandlungen zwischen den USA und Iran, denn die Kontrakte steuern bereits auf die Hochs von gestern zu. WTI hat das Vortageshoch sogar bereits überschritten. Auch bei den Inlandspreisen zeichnet sich daher rein rechnerisch derzeit Potenzial für Aufschläge im Vergleich zu gestern ab….“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
19.06.2026 /07:50 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services