Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 16.01.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -0,20 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Donnerstagvormittag) erwartet.

Geopolitische Risiken geben nach – Abwärtskorrektur an ICE und NYMEX

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

Nach dem steilen Preisanstieg der letzten Tage, die vor allem der erhöhten geopolitischen Risikoprämie geschuldet waren, legten die beiden Rohölfutures gestern die stärkste Abwärtskorrektur seit Juni hin, nachdem die Gefahr eines Militärischen Zusammenstoßes mit dem Iran immer geringer wurde.

Sowohl Brent als auch WTI waren in dieser Woche auf Mehrmonatshochs gestiegen, nachdem Proteste im Iran aufgeflammt waren und US-Präsident Donald Trump mögliche Militärschläge gegen das Land angedeutet hatte. Inzwischen haben beide Seiten beschwichtigt, auch wenn sich die Spannungen nicht komplett aufgelöst haben.

Warren Patterson von der ING weist darauf hin, dass die Gefahr eines unmittelbaren Angriffes zwar nachgelassen habe, ein Gesamtrisiko aber durchaus bestehen bleibe und den Markt kurzfristig in Alarmbereitschaft halten dürfte. Der Analyst meint jedoch auch :„Je länger diese Situation jedoch ohne eine US-Reaktion bleibt, desto mehr wird die Risikoprämie abschmelzen und desto stärker werden bearishe Fundamentaldaten in den Vordergrund treten.“

Die Analysten bei der BMI schließen sich Pattersons Haltung an. Hier heißt es, der jüngste Preisrückgang sei durch Trumps Erklärung ausgelöst worden, vorerst auf militärische Schläge gegen den Iran zu verzichten. Angesichts der möglichen politischen Umwälzungen im Iran dürften die Ölpreise jedoch volatil bleiben, während die Märkte das Risiko potenzieller Lieferunterbrechungen bewerteten.

Während also die kurzfristigen geopolitischen Risiken nicht verschwunden sind und stärkere Preisrückgänge zunächst noch verhindern dürften, bleibt die übergeordnete Marktlage unverändert bearish. An der erwarteten Überversorgung hat sich wenig verändert. Vielmehr zeigt ein Blick auf den aktuellen Monatsreport der EIA, der erstmals auch Prognosen für 2027 enthielt, dass das Angebot auch im nächsten Jahr die Nachfrage deutlich übersteigen dürfte (15.01.2026 EIA: Rohölpreise sinken bis 2027).

„Die Stimmung treibt die Märkte an, aber Schlagzeilen sind immer nur von kurzer Dauer, insbesondere wenn die Fundamentaldaten im Hintergrund stabil sind“, kommentiert Priyanka Sachdeva von Philip Nova die aktuelle Marktlage. „Trotz der anhaltenden geopolitischen Risiken und makroökonomischen Spekulationen deutet die zugrunde liegende Bilanz weiterhin auf ein reichliches Angebot hin. Solange wir keine echte Belebung der chinesischen Nachfrage oder einen bedeutenden Engpass bei den physischen Ölströmen sehen, dürfte sich der Ölpreis in einer engen Bandbreite bewegen, wobei Brent weitgehend zwischen 57 und 67 Dollar schwanken dürfte.“

Unsere fundamentale Einschätzung bleibt aktuell zunächst neutral, da sich die kurzfristig eher noch bullishen Faktoren und die langfristig klar bearishen Faktoren momentan die Waage zu halten scheinen. Bei den Inlandspreisen ergeben sich je nach Region damit heute nur wenige Preisveränderungen im Vergleich zu Donnerstagmorgen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

16.01.2026 / 07:40Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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