Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 05.06.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -2,50 €/100l Netto im Vergleich zu  gestern (Donnerstagvormittag) erwartet.

Hisbollah lehnt Waffenruhe ab – Ölfutures kommen von Vortagestiefs zurück...

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Am gestrigen Donnerstag zogen sich die Ölpreise von den Hochs, die sie zur Wochenmitte verzeichnet hatten, erst einmal wieder zurück. Für Verkaufsdruck sorgte dabei die Einigung zwischen Israel und Libanon auf eine Umsetzung einer Waffenruhe im Libanon, die die beiden Parteien bei Gesprächen am Vortag getroffen hatten. Am Nachmittag weckte ein Post von US-Präsident Trump dann noch einmal Hoffnungen, dass es auch zwischen den USA und Iran bald ein Abkommen geben könnte.

„Der Rückgang des WTI-Preises von den Höchstständen von über 110 US-Dollar vor der Waffenruhe auf das (…) Niveau im unteren 90-Dollar-Bereich war die sprichwörtliche ‚tief hängende Frucht‘ – ein Signal für die Erleichterung am Ölmarkt darüber, dass der offene Krieg beendet ist und die Infrastruktur der Ölindustrie in der Region weitgehend unbeschadet geblieben ist“, kommentierte der Analyst Pavel Molchanov von Raymond James die gestrige Preisentwicklung, gab jedoch auch zu bedenken: „Weitere Preisrückgänge werden von einer deutlichen Erholung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus abhängen.“

Davon abgesehen trugen technische Faktoren dazu bei, dass die Preise an den Ölbörsen gestern mit einer deutlichen Abwärtskorrektur auf die Meldungen zum Libanon reagierten. Am letzten Handelstag der Woche hat sich die Lage aus fundamentaler Sicht auch schon wieder geändert, da die Hisbollah die von Israel und Libanon vereinbarte Waffenruhe ablehnt. Vollständig wird der Risikoaufschlag, der durch den Nahostkonflikt entstanden ist, von den Marktteilnehmern nach Einschätzung der Analystin Charu Chanana von Saxo Markets vorerst wohl auch nicht ausgepreist. „Händler können einen Teil des kriegsbedingten Aufschlags herausnehmen, wenn die Schlagzeilen konstruktiv klingen; doch solange es vor Ort keine echten Fortschritte gibt, lässt sich kaum sagen, dass die Risikoprämie verschwunden ist“, so die Expertin.

Im weiteren Tagesverlauf werden neben den Entwicklungen im Nahen Osten auch die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für Mai in den Fokus rücken. Sollten diese – wie schon der Bericht des ADP von Mittwoch – ein kräftigeres Beschäftigungswachstum und vor allem auch einen stärker als erwarteten Anstieg der Durchschnittlichen Stundenlöhne zeigen, dürfte dies die Erwartungen des Marktes hinsichtlich einer Fed-Zinsanhebung nach vorne rücken. Dies käme dem Dollar zugute und würde die Ölfutures erneut unter Druck geraten lassen.

Gespannt sind die Trader außerdem auf die nächste Vollversammlung der OPEC und die OPEC+-Sitzung, die am Sonntag stattfinden. Die OPEC bleibt laut Generalsekretär Haitham Al-Ghais trotz der aufgrund des Iran-Kriegs höheren Ölpreise im Hinblick auf die Nachfrageentwicklung optimistisch. So rechnet die Organisation für 2026 weiterhin mit einem Nachfragewachstum von +1,2 Mio. B/T.

An den Ölbörsen notieren die Kontrakte heute Morgen oberhalb der Vortagestiefs. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich aktuell aufgrund des deutlichen Preisrückgangs an den Ölbörsen von gestern in den Regionen, in denen gestern kein Feiertag war, rein rechnerisch deutliche Abwärtspotenziale ab….“

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

05.06.2026 /11:00 Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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