*Inlandspreiserwartung für Heizöl 27.03.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +6,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Donnerstagvormittag) erwartet.„
„Trump verlängert Frist für den Iran – Ölfutures auf Richtungssuche...“
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Mit Donald Trumps Ultimatums-Verlängerung ist der Preisanstieg an ICE und NYMEX wieder etwas abgebremst worden. Dank der starken Abwärtsbewegung von Montag bleiben die Notierungen damit auf Kurs für einen deutlichen Wochenrückgang. Auf Monatssicht dürften die Ölfutures hingegen wohl den stärksten Preisanstieg hinlegen, der jemals verzeichnet wurde.
Das gestern vom US-Präsidenten angepasste Ultimatum reicht nun bis zum 6. April und soll zusätzlichen Raum für Gespräche schaffen. Zuvor hatte der Iran über die Nachrichtenagentur Tasnim bestätigt, auf eine amerikanische Antwort zu warten, nachdem ein 15-Punkte-Plan der USA zur Beendigung des Konflikts abgelehnt und eigene Bedingungen vorgelegt worden waren. Dazu zählt unter anderem die Anerkennung der Kontrolle Teherans über die Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit den globalen Märkten verbindet.
Ebenfalls am Donnerstag hatte Trump während einer Kabinettssitzung erklärt, Iran habe als Geste des guten Willens zehn Öltankern die Passage durch die Meerenge erlaubt. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte zudem an, dass ein Versicherungsprogramm zur Förderung des Schiffsverkehrs in der strategisch wichtigen Route in Kürze starten soll.
An den Märkten überwiegt dennoch Skepsis hinsichtlich einer raschen Lösung des Konflikts. „Trotz Gesprächen über Deeskalation orientiert sich der Ölmarkt eher an der Dauer des Krieges als an einzelnen Schlagzeilen. Direkte Schäden an der Infrastruktur oder ein langwieriger Konflikt könnten zu einem schnellen Preisanstieg führen“, warnt etwa Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova.
Auch Ewa Manthey, Rohstoffstrategin bei ING, sieht weiterhin Aufwärtsrisiken: Trumps jüngster Schritt nehme zwar kurzfristig Druck vom Markt, doch die Risiken blieben bestehen. Angesichts von bereits rund 8 Mio. B/T ausgefallener Förderung und weiterer gefährdeter Lieferströme im Persischen Golf dürfte die geopolitische Risikoprämie kaum deutlich nachlassen.
„Der Markt beginnt zu erkennen, dass es kein klares Ende des Konflikts gibt“, fürchtet auch Carl Larry, Öl- und Gasanalyst bei Enverus. „Wir gehen in ein weiteres Wochenende mit weiterhin steigenden Risiken.“
Entsprechend bleibt unsere Einschätzung zur fundamentalen Lage erst einmal weiter neutral bis bullish. Entgegen der optimistischen Rhetorik aus Washington scheint der Weg zu einem Waffenstillstand und einem Ende der Blockade im Persischen Golf noch ein sehr langer und steiniger Weg zu sein. Damit orientieren sich heute auch die Inlandspreise wieder nach oben, so dass im Vergleich zu gestern früh mit Aufschlägen gerechnet werden muss.“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
27.03.2026 / 07:45Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services