*Inlandspreiserwartung für Heizöl 15.04.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -5,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Dienstagvormittag) erwartet.„
USA verstärken Druck auf Iran weiter – API meldet starke Aufbauten bei US-Rohölbeständen…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die Aussicht auf eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen dem Iran und den USA hat dem US-Rohölkontrakt WTI am gestrigen Dienstag mit 91,28 Dollar den niedrigsten Settlementpreis seit dem 25. März beschert. Brent war zum Settlement mit 94,79 Dollar immerhin so günstig wie seit vergangenem Mittwoch nicht mehr.
Laut einer Meldung der Tageszeitung New York Post sagte US-Präsident Trump, die Verhandlungen könnten bereits „im Verlauf der nächsten zwei Tage“ wiederaufgenommen werden. Dann könnte sich zeigen, ob der Druck, den Washington zuletzt mit der Seeblockade gegen den Iran aufgebaut hat, auf die iranische Führung gewirkt hat. Die Tatsache, dass die US-Regierung eine vorübergehende Ausnahmeregelung für die Sanktionen gegen iranisches Öl am Sonntag auslaufen lassen will, dürfte in Teheran weitere Sorgen aufkommen lassen.
Die Marktteilnehmer blicken unterdessen weiter auf die Straße von Hormus, wo mittlerweile jeder jeden zu blockieren scheint. Der Kommandeur des US-Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, kommentierte die US-Blockade der wichtigen Meerenge für iranische Schiffe in einem Post auf X mit den Worten: „Die US-Streitkräfte haben den Seehandel nach und aus dem Iran vollständig zum Erliegen gebracht.“
Am Markt bleiben die Angebotssorgen derweil erst einmal bestehen. „Obwohl diplomatische Schlagzeilen die Möglichkeit erneuter Gespräche zwischen den USA und dem Iran und sogar eine vorübergehende Lockerung der Transitbeschränkungen nahelegen, bleibt die physische Realität fragmentiert“, heißt es in einer Mitteilung der Schork Group. „Das Ergebnis ist ein Markt, der weiterhin die Optionen im Zusammenhang mit Unterbrechungen des Warenverkehrs einpreist, anstatt eine Rückkehr zum [Markt-]Gleichgewicht zu erwarten“, so die Analysten des Beratungsunternehmens weiter.
Die IEA hatte in ihrem gestern veröffentlichten Monatsbericht ebenfalls auf die starke Unsicherheit hingewiesen, die der Iran-Krieg immer noch generiert und gleich Prognosen für mehrere Szenarien abgegeben. Bereits im optimistischen Szenario, bei dem die Straße von Hormus bald wieder geöffnet ist, geht die Behörde für 2026 allerdings von einem leichten Rückgang der weltweiten Ölnachfrage um -0,08 Mio. B/T aus.
Wie sich die Ölnachfrage in den USA in der vergangenen Woche entwickelt hat, wird der Wochenbericht des DOE zeigen, der heute um 16:30 Uhr fällig ist. Ob das DOE den starken Anstieg der landesweiten Rohölvorräte bestätigen wird, bleibt abzuwarten. Allerdings dürften die US-Bestandsdaten wie schon in den vergangenen Wochen von den geopolitischen Meldungen in den Hintergrund gedrängt werden.
Heute Morgen testeten die Ölfutures an ICE und NYMEX zunächst noch einmal ihr Abwärtspotenzial. Mittlerweile haben sie sich von ihren ersten Tagestiefs aber wieder leicht erholt. Bei den Inlandspreisen deuten sich jedoch weiterhin rein rechnerisch erst einmal deutliche Abschläge im Vergleich zu Dienstag ab.“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
15.04.2026 /09:40 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services