*Inlandspreiserwartung für Heizöl 21.07.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. + 0,75 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Montagvormittag) erwartet.„
Ölpreise hin- und hergerissen zwischen Diplomatie-Hoffnungen und Militärschlägen…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
“ In der Nacht zum Dienstag führten die US-Streitkräfte erneut Angriffe auf militärische Ziele im Iran durch und auch die Islamische Republik ließ von ihren Vergeltungsschlägen in der Region nicht ab. Auch bleibt der Versuch, die Straße von Hormus zu durchfahren, für Schiffe weiterhin ein großes Risiko. Dennoch starteten die Ölfutures am heutigen Dienstag deutlich unterhalb der Vortageshochs.
Dies rührt hauptsächlich daher, dass die Hoffnungen auf eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran zuletzt wieder zunahmen, nachdem es sowohl aus Teheran, als auch aus Washington hieß, man führe über Vermittler weiterhin Gespräche. Von eben diesen Vermittlern soll beiden Seiten auch ein Entwurf für eine 10-tägige Waffenruhe vorgelegt worden sein, die nach Einschätzung der Analysten von der ING auch „das Memorandum of Understanding (MoU) wieder auf Kurs bringen könnte“.
Die im Juni erzielte Interimsvereinbarung hatte sowohl US-Präsident Trump, als auch Teheran zuletzt aufgekündigt. Das Rahmenabkommen sah eine Öffnung der Straße von Hormus vor, sowie eine 60-tägige Phase für Verhandlungen über ein finales Abkommen. Bei dem finalen Abkommen sollte es – zumindest aus Sicht der USA – eigentlich hauptsächlich um das Atomprogramm Irans gehen. Mittlerweile scheint der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus allerdings zunehmend zum Kernstreitpunkt zu werden.
Als würde die Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs über diese Meerenge nicht ausreichen, droht nun auch noch eine Seeblockade Saudi-Arabiens durch die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz. Sollten die Huthi mit ihrer Drohung Ernst machen, könnte dies das weltweite Ölangebot noch einmal beträchtlich reduzieren, zumal das Königreich einen nicht unerheblichen Anteil der Exportmengen, die es sonst von seinen Häfen im Osten des Landes (vor allem Ras Tanura) ausführte, nach der Blockade der Straße von Hormus zunehmend auf den Hafen Yanbu im Osten Saudi-Arabiens umleitete.
„Sollte es zu einer Störung der Infrastruktur [im Osten Saudi-Arabiens und dem Roten Meer; Anm. d. Red.] kommen – insbesondere der Schifffahrtswege –, könnte dies einen sprunghaften Anstieg der Ölpreise auslösen“, so der Analyst Rob Thummel von Tortoise Capital LLC zur Drohung der Huthi. „Die Lagerbestände sind etwas zurückgegangen, daher gibt es kaum Spielraum für Fehler“, ergänzt Thummel.
Wie es um die Lagerbestände in den USA bestellt ist, werden die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten zeigen, die API und DOE heute und morgen für die Woche zum 17. Juli veröffentlichen. Die Daten des API, die wie üblich heute um 22:30 Uhr fällig sind, geben dabei grobe Hinweise auf die Bestandsentwicklung. Für konkrete Daten – auch zur Entwicklung der Nachfrage, des Raffineriebetriebs und der Rohölproduktion der USA – müssen die Marktteilnehmer wie immer auf den offiziellen Bericht des US-Energieministeriums (DOE) warten, der am Mittwoch um 16:30 Uhr erscheinen wird.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX notieren heute Morgen leicht unterhalb der Vortagessettlements, wenngleich bis zu den Tiefs von Montag noch viel Spielraum ist. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich daher im Vergleich zu gestern immer noch Potenzial für Aufschläge ab
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
21.07.2026 /10:41 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services