*Inlandspreiserwartung für Heizöl 08.10.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +4,50 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Mittwochvormittag) erwartet.“
Wir haben leider aufgrund der Situation „Golfkrieg“ erst ab ca. 13.00 Uhr verbindliche Verkaufspreise für Sie !!!
Ölfutures gestützt durch geopolitische Risiken und US-Produktionsausfälle…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die Rohölpreise an ICE und NYMEX gaben am gestrigen Mittwoch nach, wobei sich der Nordsee-Rohölkontrakt Brent jedoch oberhalb der psychologisch wichtigen Preismarke von 100 Dollar pro Barrel halten konnte. WTI blieb dagegen unterhalb von 90 Dollar. Heute Morgen zogen die Notierungen allerdings wieder an, wobei sie Auftrieb durch Sorgen über einen möglichen US-Militärschlag gegen den Iran, die zuletzt zunehmenden Angriffe auf Schiffe im Persischen Golf und Produktionsausfälle im Golf von Mexiko erhielten.
Die Befürchtung, dass es schon bald zu einem weiteren Militärschlag der USA gegen den Iran kommen könnte, sorgte heute Morgen dafür, dass die Trader wieder einen gewissen geopolitischen Risikoaufschlag einpreisten. Ob es tatsächlich noch vor den US-Zwischenwahlen am 3. November dazu kommt und welche Ziele betroffen sein könnten, darüber berät sich die Trump-Regierung derzeit angeblich noch. Der Markt bezieht die Möglichkeit allerdings in seine Preiskalkulationen bereits mit ein.
Auch die zahlreichen Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus, zu denen es im Oktober bisher bereits gekommen ist, beunruhigen die Marktteilnehmer. So wurde gestern erst wieder von der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO gemeldet, dass ein Tanker in der Meerenge nördlich von Katar von mehreren Projektilen getroffen worden sei. Zugleich fließt wieder mehr Rohöl aus der Golfregion, allerdings laut Marktbeobachtern bei deutlich höheren Kosten und Risiken für Ladung und Besatzungen.
Was die Versorgungslage in den USA anbelangt, meldete das DOE gestern für die Woche zum 2. Oktober einen stärker als erwarteten Rückgang der landesweiten Rohölbestände. Die Destillatbestände, darunter Diesel und Kerosin, gingen zwar nur um 42.000 Barrel zurück, angesichts des bereits zuvor sehr niedrigen Bestandsniveaus blieben sie mit insgesamt 105,14 Millionen Barrel deutlich unter dem durchschnittlichen Niveau, das in den Referenzwochen der vergangenen fünf Jahre gemeldet worden war. Hinzu kommt, dass im Golf von Mexiko wegen des herannahenden Sturms Isaias, der sich mittlerweile zu einem Hurrikan der Kategorie 1 entwickelt hat, mehr als 510.000 Barrel der täglichen Offshore-Produktion vor der US-Golfküste stillgelegt wurde, was etwa einem Viertel dessen entspricht, was üblicherweise in dem Gebiet gefördert wird.
Die Beschleunigung der Freigabe von Notreserven und der Priorisierung von Diesel, die die Internationale Energieagentur (IEA) am gestrigen Mittwoch beschloss, wirkt den preistreibenden Faktoren derzeit nur bedingt entgegen. „Letztendlich können Freigaben strategischer Bestände die Versorgungsströme vorübergehend aufstocken, schaffen jedoch keine neuen Produktionskapazitäten“, erklärt dazu der Analyst Daniel Hynes von der ANZ Bank in einer Mitteilung.
So stufen wir die fundamentale Ausgangslage auch heute Morgen weiterhin eher bullish ein. Und während Brent den Widerstand im Bereich des Vortageshochs bereits überschritten hat, testet Gasoil diesen derzeit. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich daher aktuell rein rechnerisch erneut Preisaufschläge im Vergleich zu gestern ab…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
08.10.2026 /08:20 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services