Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 07.01.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -1,00 €/100l Netto im Vergleich zu  gestern (Dienstagvormittag) erwartet.

Washington greift nach venezolanischem Öl – Preise an ICE und NYMEX fallen

(höherer Anteil der CO² Steuer im Vergleich zu 2024 effektiv bei ca. 3,35 Euro / 100 l)

*Marktlage:

Die Entwicklungen in Venezuela bleiben auch heute das Thema Nr.1 am Ölmarkt. Allerdings haben sich die Vorzeichen geändert, denn inzwischen wird immer klarer, worum es Washington in dem Südamerikanischen Land wirklich geht – nämlich um die Kontrolle über die Ölindustrie. So sorgte Donald Trumps jüngster Post, wonach Caracas den USA bis zu 50 Mio. Barrel Öl überlasse, für neuerlichen Preisdruck.

Denn klar ist: Die aktuellen Ausfälle der venezolanischen Ölförderung und -exporte durch die US-Tankerblockade werden durch das prognostizierte Überangebot in diesem Jahr mehr als ausgeglichen. Gleichzeitig signalisiert Trump mit seinen Aussagen, dass er das Ölangebot lieber erhöhen als begrenzen möchte, kommentiert Tina Teng von der ANZ. Dies verstärke die Angst vor einer Überversorgung auf dem Weltmarkt noch, so die Expertin.

Schon 2025 hatten die Ölpreise im Angesicht der steigenden globalen Ölförderung bei eher schwacher Nachfrage rund 20% Verlust gemacht und damit den stärksten Jahreseinbruch seit dem Pandemiejahr 2020 hinnehmen müssen. „Insgesamt bleibt der Ausblick weiterhin pessimistisch, was auf weiteres Abwärtspotenzial hindeutet“, glaubt Warren Patterson von der ING. Die US-Maßnahme verringere das Risiko von Produktionsausfällen aufgrund von Lagerknappheit und reduziere damit die Gefahr von Versorgungsengpässen.

Inmitten der Verwerfungen um Venezuela sind andere Krisenherde zuletzt in den Hintergrund getreten. So gab es gestern weitere Fortschritte im Ukraine-Friedensprozess, denn bei einem Treffen der sogenannten „Koalition der Willigen“, bestehend aus der Ukraine und ihren Verbündeten, verständigte man sich auf Sicherheitsgarantien für Kiew.

Ein Friedensabkommen könnte den Weg frei machen für eine Aufhebung oder Lockerung der Sanktionen gegen Russlands Rohölexporte und damit den ohnehin schon überversorgten Markt weiter belasten. Allerdings bleibt der Weg bis dahin noch weit und Experten sind sich uneinig darüber, wie stark ein Friede in der Ukraine sich tatsächlich auf die Ölflüsse aus Russland auswirken würde. So ist etwa anzunehmen, dass die meisten europäischen Länder ihr Embargo nicht zu schnell aufgeben werden, selbst wenn der Krieg in der Ukraine beendet wäre.

Heute Nachmittag könnten kurzfristig noch die DOE-Bestandsdaten aus den USA für Richtungsimpulse an den Ölbörsen sorgen. Wie stark die Durchschlagskraft inmitten der Nachrichtenflut aus Venezuela allerdings ist, bleibt abzuwarten.

Unsere fundamentale Einschätzung fällt heute bearish aus, da die USA offenbar nicht an einer nachhaltigen Blockade der venezolanischen Ölproduktion interessiert sind und damit die Überversorgung am Markt verschärft wird. Bei den Inlandspreisen ergeben sich damit heute sehr deutliche Preisabschläge, zumal der ICE Gasoil-Kontrakt heute schon auf den tiefsten Stand seit Juni 2025 gefallen ist.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

07.01.2026 / 09:25Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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