Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 05.03.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +4,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Donnerstagmittag) erwartet.

Kein Kriegsende in Sicht – Ölpreise steigen weiter...“

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Weiterhin bleibt der Krieg im Iran und all seine Auswirkungen das Hauptthema am Ölmarkt. Nach der gestrigen Verschnaufpause legen die Kurse an ICE und NYMEX heute auch schon wieder zu und setzen ihre Preisrally fort. Grund für den Anstieg ist dabei vor allem die Blockade der Straße von Hormus.

Die abrupte Exportunterbrechung – üblicherweise werden täglich über 20 Mio. Barrel an Rohöl und Produkten durch die Wasserstraße transportiert – macht sich inzwischen vielfach bemerkbar. So hat der Irak, der zweitgrößte Rohölproduzent innerhalb der OPEC, seine Förderung um fast 1,5 Mio. B/T reduziert, da die Lagerkapazitäten knapp werden.

Katar, der größte Produzent von Flüssigerdgas (LNG) am Golf, hatte schon am Dienstag seine Produktion eingestellt und erklärte am Mittwoch „Force Majeure“ für seine Gasexporte. Branchenquellen zufolge könnte es mindestens einen Monat dauern, bis die Produktion wieder auf das übliche Niveau zurückkehrt.

Unterdessen beschießt der Iran weiter Schiffe in der gesamten Golf-Region. So meldete die britische Marienaufsicht (UKMTO) erst gestern wieder eine Explosion an einem Tanker vor der Küste Kuwaits. Teheran hatte wiederholt gedroht, jedes Schiff anzugreifen, das versucht, die Straße von Hormus zu passieren. Schätzungen zufolge stecken derzeit rund 329 Öltanker im Golf fest.

Nach Einschätzung von Analysten der Großbank J.P. Morgan bleibe das Risiko für die Schifffahrt zwar extrem hoch, allerdings habe der Iran bislang weitgehend darauf verzichtet, die kritischste Energieinfrastruktur direkt anzugreifen. „Die vorhandenen Lagerkapazitäten in den Staaten des Golf-Kooperationsrats [Saudi-Arabien, VAE, Katar, Kuwait, Oman und Bahrain, Anm. d.Red.] sowie die aktuellen Energiepreise begrenzen die mögliche Dauer der US-Militäroperation“, glauben die Analysten.

Sie weisen darauf hin, dass im Falle einer Öffnung der Straße von Hormus recht schnell wieder Normalbetrieb hergestellt werden könne. Die meisten Ölfelder wären innerhalb weniger Tage wieder online, während die volle Förderkapazität in der Regel nach zwei bis drei Wochen erreicht werde, so die Experten.

Noch sieht es aber nicht danach aus, dass ein Ende der Sperrung oder der Kampfhandlungen im Nahen Osten greifbar wäre. Entsprechend hoch bleibt der Risikoaufschlag, den die Anleger einpreisen, und auch die Angst vor lang anhaltenden Angebotsunterbrechungen, die das gesamte Ölmarktgefüge heftig durcheinanderwirbeln würden.

Bei den Inlandspreisen setzen sich heute ebenfalls wieder Preisaufschläge im Vergleich zu gestern Morgen durch, wenn auch nicht mehr ganz in der Größenordnung wie zum Wochenbeginn. Hier macht sich der steile Anstieg des ICE Gasoil-Kontraktes bemerkbar, der inzwischen auf den höchsten Stand seit 2022 geklettert ist.“

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

05.03.2026 / 10:40Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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