*Inlandspreiserwartung für Heizöl 11.06.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +1,90 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Mittwochvormittag) erwartet.„
Ölpreise starten bei weiterer Eskalation zwischen USA und Iran fester…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
Geht die EIA in ihrem aktuellen Monatsbericht, der am Dienstagabend erschien, noch davon aus, dass sich die Versorgungslage am weltweiten Ölmarkt rasch normalisieren werden, sobald der Konflikt beendet und die Straße von Hormus wieder frei ist , so ist die wichtige Meerenge – zumindest nach Angaben der iranischen Militärführung – nun erst einmal komplett gesperrt. Dies schürt bei den Marktteilnehmern die Befürchtungen, dass die Unterbrechung der über die Wasserstraße abgewickelten Öllieferungen länger anhalten könnten als erhofft.
Zwar erklärte US-Präsident Trump am gestrigen Mittwoch, die US-Streitkräfte hätten eine „geheime Mission“ durchgeführt, die den Transport von 100 Millionen Barrel durch die Meerenge ermöglicht habe, und von einer Vollsperrung der Straße von Hormus will das US-Zentralkommando im Nahen Osten nichts wissen , der Markt preist angesichts der erneut gestiegenen Spannungen aber dennoch wieder einen höheren Risikoaufschlag ein.
Unterdessen greifen Staaten weiterhin auf ihre Rohölreserven zurück, um den Preisanstieg zu bremsen. So haben die USA in den vergangenen Monaten umfangreiche Mengen aus den strategischen Ölreserven (SPR) freigegeben. Laut DOE nahmen die SPR in der Woche zum 5. Juni erneut beträchtlich ab und könnten bereits kommende Woche den niedrigsten Stand seit über 40 Jahren verzeichnen, sollten sie in dem Tempo weiter sinken. Aber nicht nur die USA, auch China zapft seine Vorräte an , was wiederum die Rohölimporte des Landes dezimiert.
Laut Analyst Tamas Varga von PVM ist die Mehrheit der Marktteilnehmer zwar überzeugt, „dass das weltweite Ölangebot im Verhältnis zur Nachfrage nicht in ein unbewältigbares Defizit abrutschen wird“, sein Fachkollege Robert Yawger befürchtet hingegen, „dass wir uns einem Wendepunkt nähern“, der den Preis pro Barrel wieder über die symbolische Marke von 100 Dollar treiben könnte.
Wie die OPEC die weitere Marktentwicklung einschätzt, wird sich heute Nachmittag zeigen, wenn der aktuelle Monatsbericht der Organisation erscheint. Allerdings bleibt abzuwarten, wie viel Einfluss der Bericht auf die Ölpreise haben wird, denn die jüngsten Entwicklungen dürften darin nicht berücksichtigt sein. Nachdem die USA mitgeteilt haben, dass die letzte Angriffswelle auf Ziele im Iran nun beendet sei, kommen die Ölfutures an ICE und NYMEX derzeit wieder leicht von ihren bisherigen Tageshochs zurück. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich aktuell aber im Vergleich zu gestern rein rechnerisch immer noch Potenzial für nennenswerte Aufschläge ab.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
11.06.2026 /10:25 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services