Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 10.08.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +1,20 €/100l Netto im Vergleich zu  Freitagvormittag erwartet.

Brent testet zum Wochenstart gleich 85 Dollar – Geopolitische Faktoren stützen

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Die Rohölpreise an ICE und NYMEX begannen die neue Handelswoche auf festerem Fuß. Dies liegt hauptsächlich daran, dass sich die Hoffnungen auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr mittlerweile wieder zerschlagen haben, da Teheran zuletzt mit mehreren Forderungen ums Eck kam, ohne deren Erfüllung es laut der iranischen Regierung keine Öffnung der Meerenge geben wird.

Die Äußerung Trumps, vorerst einmal mit wirtschaftlichen Druckmitteln statt mit einer neuen Militäroperation zu bekämpfen, führten bislang noch nicht zu stärkerer Abwärtsdynamik. „Die Tendenz bleibt so lange bullish, wie der Markt die ‚Möglichkeit‘ von Störungen und nicht die Gewissheit einer Normalisierung einpreist“, meint Haris Khurshid, CIO von Karobaar Capital LP zur Preisentwicklung und fügt hinzu: „Solange sich die tatsächlichen Lieferströme nicht normalisieren, dürfte das geopolitische Risiko den Rohölpreis stützen“.

Zum geopolitischen Risiko trägt weiterhin auch die Huthi-Miliz bei, die am Wochenende wohl erneut die Raffinerie im saudischen Dschizan angegriffen hat. Der Vorstandsvorsitzende des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco, Amin Nasser, hatte vergangene Woche noch angegeben, die bisherigen Angriffe der Miliz (und anderer vom Iran unterstützter Milizen im Norden Iraks) hätten die Ölproduktion des Unternehmens bislang noch nicht wesentlich beeinträchtigt. Die Frage ist allerdings, wie lange dies so bleibt bzw., ob es Riad nicht vielleicht nicht doch bald zu bunt wird und die saudische Regierung schließlich umfangreichere militärische Maßnahmen gegen die Huthi ergreift.

Was den Ukraine-Krieg und dessen Auswirkungen auf den Ölmarkt anbelangt, soll sich Kiew einem US-Regierungsvertreter zufolge bereit erklärt haben, Ölinfrastruktur und -tanker im Schwarzen Meer, die nichts mit Russland zu tun haben, nicht anzugreifen. Dies dürfte vor allem Kasachstan gelegen kommen, dessen Rohölexporte durch Angriffe auf den Ölexportterminal des Caspian Pipeline Consortium (CPC) im Schwarzen Meer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Über den Terminal führt das Land das Rohöl aus, das an seinen Ölfeldern gefördert und über die Tengis-Noworossijsk Pipeline dorthin transportiert wird.

Abgesehen von der Geopolitik beeinflusste zuletzt die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer hinsichtlich der weiteren Zinspolitik der Fed die Preisentwicklung. Am vergangenen Freitag waren dabei die US-Arbeitsmarktdaten für Juli zeitweise in den Vordergrund gerückt. Der überraschende Rückgang der Beschäftigung, den diese zeigten, reduzierte die Erwartungen, dass die Zinsen in den USA im September angehoben werden dürften. Die Ölfutures stützt dies tendenziell, da eine Anhebung der Zinsen die US-Wirtschaft und damit auch die Nachfrage beeinträchtigen könnte.

So starteten die Ölfutures heute Morgen fester, wobei Brent über die 85 Dollar-Marke noch nicht hinauskam. Bei den Inlandspreisen deutet sich aktuell im Vergleich zu Freitag Potenzial für Aufschläge an…“

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

10.08.2026 /11:15 Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

 

 

 

 

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