*Inlandspreiserwartung für Heizöl 24.04.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +3,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Donnerstagvormittag) erwartet.„
Preise bleiben vorerst unterhalb der Vortageshochs – Waffenruhe im Libanon verlängert…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
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Die Rohölpreise an den Ölbörsen legten am gestrigen Donnerstag den vierten Tag in Folge zu. Während Brent gestern zum ersten Mal seit dem 7. April wieder ein Settlement von über 105 Dollar pro Barrel verzeichnete, lag das Settlement von WTI erstmals seit dem 14. April oberhalb von 95 Dollar.
„Der Ölpreisanstieg ist eher auf den physischen Angebotsschock als allein auf eine geopolitische Risikoprämie zurückzuführen“, kommentiert Charu Chanana, Chef-Anlagestrategin bei Saxo Markets, die jüngste Preisentwicklung. „Das Kriegsrisiko mag zwar etwas nachlassen, aber das Risiko von Lieferengpässen ist weiterhin vorhanden.“
Bei Haitong Futures ist man der Ansicht, dass die Waffenruhe zwischen den USA und Iran zunehmend wirke, wie eine Vorbereitungsphase für eine Fortsetzung des Krieges. Auch US Präsident Trump mutmaßte am gestrigen Donnerstag, der Iran könnte seine Waffen seit Beginn des Waffenstillstands wieder „ein kleines bisschen“ aufgestockt haben. Das US-Militär könne die Islamische Republik allerdings innerhalb eines Tages auslöschen, so Trump.
Die Verlängerung des Waffenstillstands im Libanon scheint mittlerweile nicht mehr entscheidend für die Fortsetzung der Gespräche zwischen den USA und Iran. Zwar hatte Teheran diesen zu einer Grundvoraussetzung für eine zweite Verhandlungsrunde gemacht, allerdings forderte die iranische Regierung außerdem die Beendigung der US-Seeblockade und diese wird weiterhin durchgeführt. Teheran betrachtet dies als Verstoß gegen die Waffenenruhe. Am gestrigen Donnerstag teilte der Sprecher des iranischen Parlaments, Mohammad Baqer Qalibaf, im Bezug auf die Seeblockade mit: „Die Straße von Hormus zu öffnen ist angesichts eines eklatanten Verstoßes gegen die Waffenruhe nicht möglich.“
Die Angebotsausfälle, die durch die Einschränkungen des Schiffsverkehrs durch die Meerenge entstehen, dürften damit erst einmal bestehen bleiben. UBS-Analyst Giovanni Staunovo dürfte mit seiner Einschätzung nicht alleine sein, dass „(s)olange die Durchflüsse durch die Straße von Hormus eingeschränkt bleiben, sich der Markt weiter verknappt und die Ölvorräte weiter sinken, (…) die Ölpreise gestützt bleiben“ werden.
Auch heute Morgen testeten die Ölfutures an ICE und NYMEX schon wieder ihr Aufwärtspotenzial, wobei sie die Vortageshochs bisher nicht überbieten konnten. Bei den Inlandspreisen deuten sich rein rechnerisch im Vergleich zu gestern dennoch Aufschläge an.“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
24.04.2026 /08:30 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services