*Inlandspreiserwartung für Heizöl 03.08.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -3,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern Freitagvormittag erwartet.„
Nächste Runde im Verhandlungs-Karussell – Ölfutures knicken zum Wochenstart ein…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Der Ölmarkt startet in die nächste Runde seiner geopolitischen Achterbahn und hat erneut Hoffnung gefasst, dass eine Verhandlungslösung im Persischen Golf möglich ist. Nachdem die Rohölfutures an ICE und NYMEX im Juli noch den höchsten monatlichen Anstieg seit März verzeichnet hatten, starteten sie deshalb heute mit einem deutlichen Gap in die neue Woche und den neuen Monat.
Auslöser war die Tatsache, dass Donald Trump erneut Gespräche mit dem Iran in Aussicht gestellt hatte, die seinen Angaben zufolge noch heute starten sollen. Zudem habe er einen groß angelegten Militärschlag auf Bitten mehrerer Verbündeter im Nahen Osten, darunter Saudi-Arabien, gestoppt, um den Weg für eine diplomatische Lösung freizumachen. Dabei stehe die Straße von Hormus im Zentrum der Bemühungen. Genaue Details zu den angeblichen Gesprächen sind bisher aber nicht bekannt.
„Der Preisrückgang spiegelt die Erleichterung darüber wider, dass eine weitere Eskalation zunächst vermieden wurde“, kommentiert Takahiro Asaoka, Rohstoffanalyst beim Itochu Research Institute. „Die Bewegung dürfte vor allem auf Short Coverings zurückzuführen sein, da die geopolitische Risikoprämie nachlässt. Für einen nachhaltigen Rückgang der Ölpreise wäre jedoch eine Einigung erforderlich, die eine Rückkehr des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus zur Normalität ermöglicht.“
Auch nach Einschätzung von Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG, richtet sich der Blick nun darauf, ob sich die Entwicklungen der Vorwoche wiederholen. Entscheidend sei, ob die Hoffnungen auf eine Einigung erneut scheiterten, weil der Iran bei seiner harten Haltung bleibe und seine Kontrolle über die Straße von Hormus weiter als Druckmittel nutze – etwa durch einen Angriff auf einen US-Stützpunkt oder einen Tanker in der Meerenge.
Die Risiken für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus, über die in Friedenszeiten rund ein Fünftel des weltweiten Rohöl- und LNG-Handels abgewickelt wird, sind somit nicht wirklich geringer geworden. Entsprechend suchen zahlreiche Golfstaaten weiter nach alternativen Exportrouten. So haben etwa die Türkei und der Irak nach Angaben des irakischen Ölministeriums ein ausgelaufenes Pipeline-Abkommen um ein Jahr verlängert. Über die Leitung könnten täglich bis zu 750.000 B/T exportiert werden.
Unterdessen billigten die wichtigsten OPEC+-Staaten eine weitere, vergleichsweise geringe Anhebung ihrer Förderquoten. Damit ist die Rückführung der 2023 beschlossenen freiwilligen Förderkürzungen theoretisch abgeschlossen. Zugleich verschafft sich das Bündnis Spielraum, seine Produktionsmengen nach einem Ende des Nahostkriegs schnell weiter auszuweiten.
Positive Nachrichten für die Angebotsseite kommen zudem aus Kasachstan. Das Energieministerium teilte mit, dass das Caspian Pipeline Consortium (CPC) nach einer vorübergehenden Unterbrechung am Freitag seit dem 1. August wieder täglich rund 100.000 Tonnen Rohöl umsetzt. Zwar können damit nun wieder Tanker am Schwarzen Meer beladen werden, das tatsächliche Exporttempo wird jedoch auch davon abhängen, ob Reedereien bereit sind, die Fahrt durch das Krisengebiet auf sich zu nehmen.
Insgesamt hat sich die fundamental bullishe Stimmung übers Wochenende spürbar ins eher Bearishe gewandelt, da die Hoffnung auf neue Gespräche zwischen USA und Iran für Optimismus sorgt. Entsprechend starten nicht nur die Ölfutures an ICE und NYMEX heute auf deutlich niedrigerem Niveau, auch die Inlandspreise haben den Preisanstieg von Freitag schon am frühen Montagmorgen wieder ausgeglichen…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
03.08.2026 /12:00 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services