Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 05.08.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -4,50 €/100l Netto im Vergleich zu  gestern (Dienstagvormittag) erwartet.

Anzeichen für Annäherung zwischen USA und Iran belastet Ölfutures am Morgen weiterhin

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Der Nordsee-Rohölkontrakt Brent schloss am gestrigen Dienstag erstmals seit dem 10. Juli wieder unterhalb von 80 Dollar pro Barrel, während das Settlement des US-Rohölkontrakts WTI gerade noch so oberhalb von 75 Dollar lag.

Meldungen über bereits bestehende Entwürfe für ein neues vorläufiges Abkommen zwischen den USA und dem Iran hatten die Preise an den Ölbörsen am Nachmittag deutlich sinken lassen, da sie darauf hoffen ließen, dass auch bald geklärt sein könnte, wie die Schifffahrt durch die Straße von Hormus geregelt wird.

„Auch wenn der unmittelbare geopolitische Risikozuschlag abgebaut wurde, mahnt die allgemeine Versorgungslage zur Vorsicht“, warnt jedoch Priyanka Sachdeva, Leiterin der Marktanalyse bei Phillip Nova. „Sollten diplomatische Bemühungen scheitern und die physische Versorgung letztlich beeinträchtigt werden, könnte sich der aktuelle Rückgang als nur von kurzer Dauer erweisen, da knappe Lagerbestände die Auswirkungen eines künftigen Angebotsschocks noch verstärken würden“, fügt Sachdeva hinzu.

In den USA waren die landesweiten Rohölvorräte in der Woche zum 24. Juli auf den niedrigsten Stand seit September 2018 gefallen. Das API geht zwar davon aus, dass es in der vergangenen Woche zu einem Anstieg gekommen ist, das Bestandsniveau wäre allerdings auch weiterhin sehr niedrig, sollte das DOE die vom API genannten Aufbauten um +2,7 Mio. Barrel heute Nachmittag bestätigen.

Die Frage bleibt außerdem, wie schnell sich die Versorgungslage bei den Kraftstoffen erholen wird. Die Preise der Produktkontrakte an ICE und NYMEX gingen zwar zuletzt wieder zurück, dies dürfte jedoch eher eine technische Abwärtskorrektur gewesen sein, die sich im Zuge der wiederholten Drohungen Trumps gegenüber den US-Ölkonzernen ergeben hatte. Der US-Präsident warf diesen Anfang der Woche erneut vor, dass die Kraftstoffpreise für US-Konsumenten zu hoch seien, während die Konzerne aus dem Iran-Krieg Profit schlagen würden.

Abzuwarten bleibt außerdem, wie es mit dem Schiffsverkehr in der Straße von Bab el-Mandeb weitergeht, wo die Huthi-Miliz die Seeblockade Saudi-Arabiens fortsetzen. War zuletzt aus informierten Kreisen durchgedrungen, dass Riad eine internationale Koalition zur Sicherung des Schiffsverkehrs in der Meerenge zusammentrommeln wolle, hieß es nun, dass es über Vermittler aus dem Oman sogar Gespräche mit den Huthi selbst gegeben haben soll. Sollten diese Scheitern könnte auch dieser Konflikt weiter eskalieren und das Ölangebot Saudi-Arabiens gefährden.

Während Brent und WTI die Vortagestiefs heute Morgen bereits leicht ausgebaut haben, halten sich die Produktkontrakte bislang noch oberhalb dieser Marken. Bei den Inlandspreisen deutet sich angesichts des starken Preisrutsches von Gasoil gestern aktuell aber dennoch weiterhin Potenzial für nennenswerte Abschläge im Vergleich zu gestern an…“

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

05.08.2026 /09:05 Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

 

 

 

 

Ihr Ansprechpartner seit 1887