*Inlandspreiserwartung für Heizöl 28.07.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +2,50 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Montagvormittag) erwartet.„
Ölfutures kommen von ersten Tagestiefs zurück – Saudi-Arabien wehrt Drohnen ab…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die Rohölpreise an den Rohstoffbörsen in Europa und den USA gaben gestern weiter nach, sodass der Nordsee-Rohölkontrakt Brent schließlich wieder ein Settlement unterhalb der psychologisch wichtigen Preismarke von 90 Dollar pro Barrel verzeichnete. Unterdessen lag das Settlement von WTI wieder deutlich unterhalb von 85 Dollar.
Der Preisrutsch, mit dem die Ölfutures die neue Handelswoche begannen, scheint sich auch heute erst einmal fortzusetzen, da die gegenseitigen Angriffe der USA und des Irans bereits den dritten Tag in Folge ausblieben. Darüber hinaus sollen Washington und Teheran laut US-Präsident Trump derzeit Gespräche zur Beendigung des Konflikts führen. Eine Aussage, die jedoch mit Vorsicht zu genießen ist, da sie von iranischer Seite nicht bestätigt wurde und Trump bereits mehrmals behauptet hatte, es würden Verhandlungen geführt, obwohl der Konflikt wenig später zum Teil weiter eskalierte. Außerdem wird Israels Premierminister Benjamin Netanjahu heute in Washington erwartet und es bleibt abzuwarten, wie dieser auf Trump und seine weitere Strategie in Sachen Iran – so es denn eine gibt – einwirken wird.
„Ich glaube nicht, dass der Nahost [-Konflikt] ‚gelöst‘ ist“, so die Ansicht von Analyst Scott Shelton von der TP ICAP Group Plc. Es bedürfe „echter Belege dafür, dass Öl durch die Straße von Hormus transportiert wird – was meiner Meinung nach bislang noch nicht geschehen ist“, erklärt er. Die Schifffahrt durch die Meerenge kam zuletzt nahezu zum Erliegen, wenngleich einige Schiffe offenbar weiterhin versuchen, sie vom Iran unbemerkt zu durchfahren, indem sie ihre Transponder ausschalten.
Ein weiterer Grund für die niedrigeren Preise ist die Wiederaufnahme der Verladung am Exportterminal des Caspian Pipeline Consortium (CPC), die etwa eine Woche lang unterbrochen war und auch die Ölproduktion Kasachstans in Mitleidenschaft gezogen hatte, das den Terminal für seine Rohölexporte nutzt. In einer Pressemitteilung des Konsortiums hieß es, dass sich gestern zwei Tanker an den Liegeplätzen befanden. Auch sei Pipeline Tengis-Noworossijsk wieder in Betrieb genommen worden, über die das kasachische Rohöl vom Tengis-Ölfeld an den Terminal geliefert wird. „Die Anlagen des CPC laufen im Normalbetrieb“, so das Konsortium in seiner Mitteilung.
Unterdessen sorgt die Huthi-Miliz mit ihrer Seeblockade Saudi-Arabiens und Angriffen auf die Ölanlagen des OPEC-Schwergewichts für Verunsicherung unter den Marktteilnehmern. Dabei nimmt die Miliz eigenen Angaben zufolge wohl nicht mehr nur die Anlagen an der Westküste Saudi-Arabiens – wie beispielsweise den Exporthafen Yanbu – ins Visier, sondern auch Ölinfrastruktur im Osten des Königreichs. Besonders ein „erfolgreicher“ Angriff auf die Ost-West-Pipeline, mit der Saudi-Arabien sein Rohöl von den Feldern im Osten seit der Probleme in der Straße von Hormus verstärkt an den Hafen von Yanbu transportiert, um es von dort zu exportieren, könnte die Ölpreise an den Börsen noch einmal steigen lassen. Bereits durch die bisherigen Angriffe auf den Hafen selbst sollen die Ölexporte von Yanbu bereits um 25 % gesunken sein.
Wie viel Öl die USA in der vergangenen Woche exportierten und ob der Tropensturm Bertha stärkeren Einfluss auf die Rohölproduktion und den Raffineriebetrieb des Landes hatte, wird sich morgen zeigen, wenn das DOE um 16:30 Uhr seinen aktuellen Wochenbericht zum US-Ölmarkt veröffentlicht. Heute Nacht wird wie üblich erst einmal das API seine wöchentlichen Ölbestandsschätzungen herausgeben.
Nachdem sie heute Morgen zunächst erneut ihr Abwärtspotenzial testeten, kommen die Ölfutures an ICE und NYMEX derzeit wieder leicht von ihren vorläufigen Tagestiefs zurück. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich rein rechnerisch auch schon etwas Aufwärtspotenzial im Vergleich zu gestern ab…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
28.07.2026 /09:10 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services