*Inlandspreiserwartung für Heizöl 27.10.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +4,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Montagvormittag) erwartet.“
Wir haben leider aufgrund der Situation „Golfkrieg“ erst ab ca. 13.00 Uhr verbindliche Verkaufspreise für Sie !!!
Ölfutures legen wieder leicht zu – Geopolitische Risiken geben weiterhin Auftrieb…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Der Preis der Rohölsorten Brent und WTI an den Ölbörsen gaben am Dienstag nach. Während Brent zeitweise wieder weniger als 115 Dollar pro Barrel kostete, testete WTI den Bereich von 100 Dollar. Diplomatische Bemühungen in Teheran dämpften die akuten Versorgungssorgen vorübergehend etwas. Heute Morgen orientieren sich die beiden Kontrakte jedoch schon wieder nach oben.
Sugandha Sachdeva, Gründerin von SS WealthStreet, einem in Neu-Delhi ansässigen Forschungsunternehmen begründet den gestrigen Rücksetzer mit Gewinnmitnahmen, die auf die Mehrmonatshochs von vergangener Woche folgten, „da erneute diplomatische Bemühungen in Westasien die Hoffnung auf einen möglichen Durchbruch in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran geweckt haben“. Die geopolitischen Unwägbarkeiten bleiben laut Sachdeva jedoch bestehen, sodass die Preise dennoch hoch blieben.
Hochrangige Vertreter aus Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan waren am Montag nach Teheran gereist, um die Spannungen in Nahost abzubauen. Wie iranische Staatsmedien meldeten, vereinbarten die vier Staaten eine Fortsetzung des Dialogs zur Stärkung von Frieden und Sicherheit in der Region. Marktbeobachter schätzen die Chancen auf eine dauerhafte Deeskalation allerdings als gering ein.
Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen verstärkten unterdessen ihre Angriffe auf den Schlüsselproduzenten Saudi-Arabien erneut. So meldete die von den Saudis angeführte Militärkoalition den Abschuss von vier Drohnen im Süden des Königreichs sowie die Abwehr dreier ballistischer Raketen, die auf den Osten des Landes zielten. Zudem berichtete Reuters, dass sich die Hisbollah im Libanon nach Erhalt iranischer Gelder auf einen neuen Krieg vorbereite.
Logistisch und versorgungsseitig bleibt die Lage an den globalen Knotenpunkten angespannt. Nach Erhebungen eines Washingtoner Thinktanks war der Oktober der folgenschwerste Monat für Angriffe auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus und angrenzenden Gewässern seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2017. Laut einer Analyse von ANZ Research steht der Ölmarkt weiterhin unter spürbarem Stress in den Bereichen Angebot, Logistik, Raffination und Lagerbestände: Die Rohölexporte aus dem Golf fielen die vierte Woche in Folge, während die Durchfahrten durch die Straße von Hormus nur etwa 60 % des Normalniveaus erreichten und die globalen Mitteldestillat-Vorräte knapp 5 % unter ihrem Fünfjahresdurchschnitt verharren. Und obwohl sich die Rohölströme andernorts wieder annähernd dem Vorkriegsniveau angenähert haben, bleiben die Frachtkosten massiv erhöht.
Zusätzliche Volatilität droht dem Handel durch mehrere ausstehende (geld-)politische Ereignisse: Neben den Wahlen in Israel am heutigen Dienstag und dem Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve blicken die Märkte auf die US-Zwischenwahlen am 3. November. Im israelischen Wahlkampf fordert Premierminister Benjamin Netanjahu mit Rückendeckung von US-Präsident Donald Trump den Sturz des Teheraner Regimes, während Oppositionsführer Gadi Eisenkot zwar einen Stopp des Atomprogramms verlangt, einen Regimewechsel jedoch als unerreichbar bezeichnet. In den USA deutete Trump an, dass Militärschläge gegen den Iran nach den Midterms wieder aufgenommen werden könnten.
So bleibt die fundamentale Konstellation vorerst weiterhin eher bullish. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich aktuell rein rechnerisch im Vergleich zu gestern auch schon überwiegend wieder Potenzial für Aufschläge ab…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
27.10.2026 /09:10 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services