*Inlandspreiserwartung für Heizöl 20.07.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +2,50 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Freitagvormittag) erwartet.„
Nahostkonflikt treibt Brent wieder über 90 Dollar…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die Hoffnung auf eine baldige Deeskalation des Konflikts zwischen den USA und Iran hat zuletzt deutlich abgenommen und so stieg der Preis des Nordsee-Rohölkontrakts Brent heute Morgen auch wieder zurück über die psychologisch wichtige 90 Dollar Marke.
„Die USA und der Iran setzen ihren Schlagabtausch fort, der sich für beide Seiten als tödlich erweist. Sollte diese Eskalation ungebremst weitergehen, könnten wir in eine Lage zurückfallen, die von großflächigen Angriffen im gesamten Golfgebiet geprägt ist“, befürchten die Analysten der ING Bank. Während es laut Daten der LSEG am gestrigen Sonntag vier Tankern gelang, die Straße von Hormus zu durchfahren, hieß es seitens der iranischen Marine, man habe vier Schiffe angehalten, die auf einer gefährlichen Route durch die wichtige Meerenge unterwegs gewesen seien. Nach Angaben der britischen Behörde UKMTO soll zudem ein Schiff nahe der Küste Omans aus noch unbekanntem Grund gebrannt haben.
Damit bleibt die Sorge über weitere Ausfälle der Öllieferungen aus dem Nahen Osten bestehen. Zu dieser kommt die Befürchtung hinzu, dass die Huthi-Miliz aus dem Jemen heraus die Schifffahrt auf der Ausweichroute über die Meerenge von Bab el-Mandeb ebenfalls behindern könnten. Davon abgesehen meldeten zuletzt Golfstaaten wie Bahrain und Kuwait auch Angriffe des Irans auf Ölanlagen.
„Die kommenden Tage und Wochen werden ein klareres Bild des nachhaltigen Niveaus der Ölexporte aus der Region unter den erneut verhängten Doppelblockaden liefern“, so der Analyst Amarpreet Singh von der Barclays Bank in einer Mitteilung. „Nach derzeitigem Stand sind die Ölmärkte unserer Ansicht nach noch immer zu sorglos im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen auf die Lagerbestände; diese sind – anders als zu Kriegsbeginn – so knapp wie seit fünf Jahren nicht mehr“, fügt Singh hinzu.
Abzuwarten bleibt derweil, ob und wann die USA weitere Sanktionen gegen Russland verhängen. Die Hinweise darauf, dass es bald soweit sein könnte, hatten sich zuletzt wieder verstärkt. Darüber hinaus beschränken die Angriffe der Ukraine auf die russische Ölinfrastruktur im Land selbst und auch im Asowschen sowie im Schwarzen Meer das Angebot.
Die Frage ist nun, wie stark die höheren Preise auch die Nachfrage und die Konjunktur in Mitleidenschaft ziehen werden. IWF und IEA befürchten, dass ein erneuter umfangreicher Ausfall des Angebots aus dem Nahen Osten der weltweiten Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen könnte. Heute Morgen konzentriert sich der Markt jedoch erst einmal wieder auf die bullishen Faktoren, sodass die Ölfutures mit einem klaren Plus zu den Settlementpreisen von Freitag handeln. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich aktuell im Vergleich zu Freitag rein rechnerisch ebenfalls Potenzial für Aufschläge ab.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
20.07.2026 /09:30 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services