Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 03.03.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +6,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Montagvormittag) erwartet.

Ölfutures legen erneut zu – Iran-Konflikt bleibt Preistreiber...“

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA bzw. Israel und dem Iran führte Anfang der Woche zu einem massiven Preissprung an den Öl- und Gasbörsen. Der Preis für ein Barrel der Nordsee-Rohölsorte Brent kostete zum gestrigen Settlementzeitpunkt fast 5 Dollar mehr als noch beim Settlement am Freitag. Damit lag der Settlementpreis von Brent allerdings wieder unterhalb des psychologisch wichtigen Preisniveaus von 80 Dollar, das der Kontrakt am frühen Montagmorgen noch weit überschritten hatte. Heute Morgen legen die Kontrakte an ICE und NYMEX aber schon wieder zu.

„Da eine schnelle Deeskalation nicht in Sicht ist, die Straße von Hormus faktisch geschlossen ist und der Iran die Bereitschaft zeigt, die Energieinfrastruktur in der Region anzugreifen, bleiben Aufwärtsrisiken bestehen und nehmen mit der Dauer des Konflikts zu“, erklärt der Analyst Tony Sycamore von IG zum derzeit wohl stärksten preistreibenden Faktor in einer Mitteilung.

Aus Teheran hieß es nun, jedes Schiff, in der Meerenge, die im Normalfall täglich von Tankern durchfahren wird, die bis zu 21 Mio. Barrel Öl und 20 % des weltweiten Bedarfs an Flüssiggas geladen haben, sei ein potenzielles Ziel. Dementsprechend werden die Reedereien so gut es geht versuchen, die Tanker über andere Routen zu ihren Bestimmungsorten zu schicken, was längere Transportzeiten und damit auch höhere -kosten bedeutet. Schätzungen der Investmentbank JP Morgan zufolge sollen allein die Rohölexporte über die Meerenge bereits auf 4 Mio. B/T gesunken sein, was gerade mal einem Viertel dessen entspricht, was laut der Bank normalerweise über diese Route ausgeführt wird.

Die angekündigte Wiederaufnahme der Produktionssteigerung der acht OPEC+-Länder, die ihre Förderung seit Anfang 2024 stärker gekürzt hatten als nötig, dämpft diesen bullishen Aspekt aktuell kaum. Dies liegt einerseits daran, dass die sogenannten OPEC8+ die Rückführung der freiwilligen Kürzungen erst zum April wieder aufnehmen werden und andererseits daran, dass die Frage ist, wie viel von den angekündigten 206.000 B/T überhaupt zu einem Anstieg des weltweiten Angebots beitragen. Nicht nur, dass Produktionseinbußen in anderen OPEC+-Ländern den Angebotszuwachs dezimieren könnten, auch dürfte es für einige der acht Länder bei einer fortwährenden Sperrung der Straße von Hormus schwer werden, die zusätzlichen Fördermengen zu exportieren.

Zahlreiche Analysten versuchen derzeit, ihre Preiserwartungen auf die Situation abzustimmen. So rechnet man beispielsweise bei Wood Mackenzie damit, dass der Rohölpreis über 100 Dollar pro Barrel steigen könnte, sollte der Weg durch die Straße von Hormus nicht bald wieder frei werden. Die Analysten von Bernstein korrigierten derweil ihre Preisprognose für Brent für das laufende Jahr auf 80 Dollar pro Barrel nach oben, was einer Aufwärtskorrektur um 15 Dollar zur vorherigen Erwartung entspricht. Sollte der Konflikt allerdings wesentlich länger andauern als bislang angenommen, halten sie sogar einen Preisanstieg auf 120 bis 150 Dollar pro Barrel für möglich.

US-Präsident Trump hatte zunächst angegeben, der Krieg gegen den Iran dürfte etwa vier Wochen dauern. Er selbst und auch US-Außenminister Pete Hegseth haben jedoch mittlerweile auch bereits von einem etwas längeren Zeitraum gesprochen. Die Frage ist außerdem, wie stark die Erdgas- und Ölförderung der Region noch durch den Konflikt in Mitleidenschaft gezogen werden wird. Erste Unternehmen haben den Produktionsbetrieb an ihren Anlagen bereits aus Sicherheitsgründen ausgesetzt. Wie viele noch hinzukommen bleibt abzuwarten.

Die heute und morgen fälligen wöchentlichen Bestandsberichte von API und DOE dürften von der geopolitischen Situation größtenteils in den Hintergrund gedrängt werden. So ziehen die Ölfutures an ICE und NYMEX heute Morgen erneut an und Brent hat auch schon kurzzeitig die 80 Dollar-Marke wieder überschritten. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich daher im Vergleich zu gestern erneut Potenzial für Aufschläge ab, zumal der EUR/USD-Kurs weiter nachgibt.“

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

03.03.2026 / 09:35Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

Ihr Ansprechpartner seit 1887