*Inlandspreiserwartung für Heizöl 09.04.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +4,80 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Montagvormittag) erwartet.„
Fragile Waffenruhe hält stand – Straße von Hormus bleibt im Fokus…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
Wo die überraschende Feuerpause Mittwochfrüh noch für einen Preiseinbruch gesorgt hatte, überwiegen heute schon wieder die Zweifel über die Stabilität der Waffenruhe und die versprochene Öffnung der Straße von Hormus. Entsprechend orientieren sich die Notierungen an ICE und NYMEX heute wieder etwas nach oben. Gestern waren beide Referenzsorten unter 100 Dollar gefallen. Die US-Sorte WTI verzeichnete dabei den stärksten Rückgang seit April 2020.
Analysten zufolge zögern die Marktteilnehmer jedoch, geopolitische Risiken vollständig aus den Preisen herauszurechnen. Dafür scheint die aktuelle Waffenruhe zu instabil und die Verhandlungspositionen zu unterschiedlich. Am Freitag soll es erstmals seit Kriegsbeginn direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran geben – der Ausgang der Verhandlungen ist jedoch weiterhin höchst unsicher.
„Die Chancen auf eine baldige, umfassende Wiederöffnung der Straße von Hormus erscheinen gering“, fürchtet Vandana Hari, Gründerin des Analyseunternehmens Vanda Insights. Sie rechnet mit anhaltend hoher Volatilität bei den Ölpreisen. „Der Futures-Markt scheint ziemlich aus den Fugen geraten zu sein“, so die Expertin. Andernfalls hätten sich die Preise längst wieder auf das Niveau vor der Waffenruhe erholt.
Der nahezu vollständige Stillstand des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus hat zur größten Störung des Ölmarktes aller Zeiten geführt. Und die Situation ist aus Sicht von Ölmarktanalyst Dennis Kissler von BOK Financial Securities noch nicht ausgestanden: „Wir müssen eine vollständige und ungehinderte Öffnung der Meerenge sehen, bevor die WTI-Preise wieder in den niedrigen 80-Dollar-Bereich fallen. Und das sehe ich in den nächsten zwei Wochen nicht.“
Selbst wenn der Transit durch die Straße von Hormus wieder zunimmt, wird die Rückkehr zum Status Quo Zeit benötigen. Fast alle Produzenten in der Region mussten ihre Fördermengen reduzieren, Raffinerien haben ihre Produktion gedrosselt oder ganz eingestellt. In einigen Fällen dürfte es Wochen oder Monate dauern, bis wieder Normalbetrieb herrscht. Carl Larry vom Datenanbieter Enverus rechnet deshalb nicht damit, dass die Preise in absehbarer Zeit unter 90 Dollar fallen werden.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
09.04.2026 / 10.42 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services