*Inlandspreiserwartung für Heizöl 21.08.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +0,50 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Donnerstagvormittag) erwartet.„
Ölfutures starten bei leichten Gewinnmitnahmen weicher…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Derzeit sieht es so aus, als ob die Preise der beiden Rohölkontrakte Brent und WTI an den Anstieg, den sie in der vergangenen Woche verzeichneten, in dieser Woche anknüpfen. Dabei bleiben sie bislang jedoch noch unterhalb der psychologisch wichtigen Preisniveaus von 95 Dollar (Brent) bzw. 90 Dollar (WTI).
Eine weitere militärische Eskalation des Iran-Konflikts seitens der USA ist zwar mittlerweile unwahrscheinlicher geworden, allerdings bleibt die Sorge, dass sich die Öllieferungen über die Straße von Hormus in naher Zukunft nicht normalisieren dürften. Zwar können derzeit immer wieder Schiffe die Meerenge durchfahren, als sichere Route taugt diese allerdings bei Weitem nicht. Ob sich dies durch die neue Strategie der USA ändern wird, bleibt abzuwarten.
„Ich mache mir (…) etwas Sorgen wegen unbeabsichtigter Folgen, da dies bedeuten könnte, dass China insgesamt noch weniger Öl am Markt kauft, die Raffineriedurchsätze weiter drosselt und noch weniger exportiert“, schreibt Scott Shelton von TP ICAP in einer Mitteilung zum Thema. Die Volksrepublik ist der größte Rohölimporteur der Welt und hat somit einen maßgeblichen Einfluss auf das Marktgleichgewicht und die Preisentwicklung.
Analysten von BMI teilten heute mit, sie würden ihre Preisprognose für Brent diesen Monat prüfen und diese wohl voraussichtlich nach oben korrigieren, da es tendenziell eher Aufwärtsrisiken gebe. „Die Exporte stehen bereits unter erheblichem Druck, aufgrund der beiden Störungen, die in der Straße von Hormus durch die iranische Blockade der Meerenge und die US-Seeblockade gegen den Iran verursacht werden, und im Roten Meer aufgrund des Houthi-Embargos“, führt BMI aus.
Vor allem über die Produktkontrakte wurden die Ölpreise in dieser Woche aber auch weiterhin durch die zahlreichen Angriffe der Ukraine auf Russlands Energieinfrastruktur gestützt. Dabei sollen auch erneut mehrere größere Raffinerien getroffen worden sein, was die Angebotslage bei den Produkten beeinträchtigt. Zudem nahm in den USA nach einer kurzen Verschnaufpause vergangene Woche auch die Nachfrage nach Destillaten wieder zu, während die US-Destillatexporte wieder deutlich nachließen.
Der europäische Mitteldestillatkontrakt Gasoil notiert heute Morgen allerding bisher unterhalb des Vortageshochs und testete zuletzt auch die erste Unterstützung. Gleiches gilt für Brent und WTI. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich aktuell jedoch immer noch Potenzial für nennenswerte Aufschläge ab.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
21.08.2026 /08:11 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services