*Inlandspreiserwartung für Heizöl 24.09.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -1,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Mittwochvormittag) erwartet.“
Wir haben leider aufgrund der Situation „Golfkrieg“ erst ab ca. 13.00 Uhr verbindliche Verkaufspreise für Sie !!!
Schwierige Diplomatie – Kampf um Straße von Hormus bleibt zentrales Thema…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
Es geht in dieser Woche volatil zu am Ölmarkt. Nach den Verlusten vom Wochenbeginn schnellten die Rohölpreise gestern erst einmal wieder um 4% nach oben, geben aber heute schon wieder leicht nach. Auslöser für die jüngste Entspannung sind Signale aus Teheran, man sei diplomatischen Wegen zur Beendigung des Konflikts mit den USA gegenüber offen. Dennoch liegen die Positionen beider Staaten nach wie vor meilenweit auseinander.
Wie ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte, bestehe zwischen Iran und den USA zwar nach wie vor Uneinigkeit, der diplomatische Dialog müsse jedoch aufrechterhalten werden. Zuvor hatte der iranische Präsident vor der UN-Generalversammlung betont, Teheran werde sich dem US-Druck unter keinen Umständen beugen.
Dass die Lage unberechenbar bleibt, unterstrich am Mittwoch auch Irans Sicherheitschef Mohsen Rezaei mit der Warnung, die Straße von Hormus bleibe so lange gesperrt, bis die Bedingungen Irans erfüllt seien. Auf US-Seite dämpfte Außenminister Marco Rubio die Erwartungen an eine schnelle Einigung: Eine Vereinbarung erfordere langwierige und harte Arbeit. Zudem betonte Rubio, dass Präsident Donald Trump weiterhin militärische Optionen zur Verfügung stünden.
Die aktuelle Bewegung am Markt sei vor allem auf eine Neubewertung der Risiken zurückzuführen, erklärt Priyanka Sachdeva von Phillip Nova Pte Ltd. Da sich die Lieferungen aus der Golfregion schrittweise erholen und wieder Hoffnung auf einen diplomatischen Durchbruch zwischen Washington und Teheran aufkeimt, baue der Markt einen Teil seiner geopolitischen Risikoprämie ab. Eine Entwarnung sei das allerdings noch nicht: „Der physische Markt ist noch meilenweit von einer Normalisierung entfernt, weshalb die Abwärtsbewegung weiterhin extrem anfällig für kurzfristige Schlagzeilen bleibt.“
Wie recht die Analystin damit hat, zeigt dich weiterhin vor allem am Produktmarkt. Vor allem unter den hohen Dieselpreisen ächzen Verbraucher weltweit. Auch in den USA kostet der für Transportlogistik, Bauwirtschaft und Agrarsektor enorm wichtige Kraftstoff so viel wie nie, weshalb die Rufe nach Exportbeschränkungen zuletzt immer lauter wurden.
US-Präsident Donald Trump erklärte Anfang der Woche, er unterstütze ein entsprechendes Ausfuhrverbot (23.09.2026 Trump unterstützt potenzielles US-Exportverbot für Diesel). Energieminister Chris Wright stellte derweil klar, dass die Regierung derzeit mit den heimischen Raffinerien verhandle, um die Lieferungen ins Ausland zunächst auf freiwilliger Basis zu drosseln, bevor ein striktes Exportverbot greife. Noch gestern hatte er erklärt, ein Exportverbot scheitere an fehlenden Lagerkapazitäten in den USA (23.09.2026 US-Energieminister stellt sich gegen Diesel-Exportverbot auf)
Unterdessen richtet sich das Augenmerk der Marktteilnehmer inzwischen schon auf das für heute angesetzte Spitzentreffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping. Die Frage, ob er den Iran-Konflikt bei den Gesprächen mit Xi thematisieren werde, bejahte Trump. China zählt traditionell zu den größten Abnehmern iranischen Rohöls, wenngleich die tatsächlichen Lieferströme durch die anhaltende US-Blockade gegen die Islamische Republik massiv eingeschränkt worden sind.
Insgesamt bleibt die fundamentale Einschätzung damit heute neutral, auch wenn die Unsicherheiten rund um den Persischen Golf hoch bleiben. Allerdings scheinen sich die Ölströme auf niedrigem Niveau zu stabilisieren und die Konfliktparteien sind zumindest wieder bereit, zu verhandeln. Bei den Inlandspreisen lässt sich heute hingegen noch keine klare Richtung erkennen. Nach dem volatilen Mittwoch bleibt unser RPI Regio-Preis-Index heute früh erst einmal auf Richtungssuche…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
24.09.2026 /12:00 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services