*Inlandspreiserwartung für Heizöl 11.03.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -2,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Dienstagvormittag) erwartet.„
„IEA erwägt SPR Rekord-Freigaben – Ölpreise geben leicht nach...“
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die hohe Volatilität an den Ölbörsen setzt sich auch zur Wochenmitte fort, nachdem die Preise am Montag zeitweise über 100 Dollar gestiegen waren. Nach wie vor bleibt der Iran-Krieg das entscheide Thema am Markt, wobei der Fokus heute auf Meldungen zu einer möglichen Rekord-Freigabe aus den Strategischen Ölreserven liegt.
Die faktische Blockade der Straße von Hormus durch den Iran, durch die normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte abgewickelt wird, hat dazu geführt, dass große Golf-Produzenten wie Irak oder Saudi-Arabien ihre Förderung zurückfahren mussten (10.03.2026 Iran-Krieg: Globale Ölproduktion um über 6% eingebrochen). Gleichzeitig sind die Preise für Rohöl, Erdgas und Ölprodukte wie Benzin und Diesel massiv gestiegen.
Eine mögliche Freigabe von IEA-Reserven sei deshalb „sowohl ein Druckventil als auch ein Warnsignal“, kommentiert Charu Chanana, Chef-Investmentstrategin bei Saxo Markets. „Sie kann vorübergehend zusätzliches Angebot schaffen und Panik begrenzen, signalisiert dem Markt aber zugleich, dass das Risiko einer Unterbrechung ernst genug für Notfallmaßnahmen ist.“
Zuletzt waren es auch Kommentare aus Washington gewesen, die für eine Entspannung der Preisrally gesorgt hatten, obwohl die Aussagen von Donald Trump und seiner Regierung zum Krieg und zur Lage der Schifffahrt in der Straße von Hormus gewohnt widersprüchlich ausfielen. Energieminister Chris Wright veröffentlichte eine Mitteilung (und löschte sie kurz danach wieder), wonach die US-Marine einen Öltanker durch die Meerenge eskortiert habe. Das Weiße Haus räumte anschließend ein, dass ein solcher Einsatz nicht stattgefunden habe.
Zudem sorgten widersprüchliche Beiträge von Präsident Donald Trump in sozialen Medien über mögliche Minen in der Meerenge für weitere Verunsicherung. Trump steht wegen des Krieges unter wachsendem wirtschaftlichen und politischen Druck. Zwar erklärte er am späten Montag, der Konflikt werde bald enden. US-Vertreter signalisierten jedoch am Dienstag, dass militärische Operationen ausgeweitet werden und diplomatische Gespräche kaum in Sicht seien.
„Es fühlt sich stark nach einem Markt an, der im Kriegsnebel stochert und in Echtzeit auf neue Entwicklungen reagiert“, meint Rebecca Babin, leitende Energiehändlerin bei CIBC Private Wealth Group. „Die Händler sind weiterhin den starken Preisschwankungen und der extremen Volatilität des Rohölpreises ausgesetzt, wobei jede Schlagzeile zu heftigem Auf und Ab innerhalb eines Handelstages führen kann“.
Klar bullishe Signale kommen unterdessen vom EIA-Monatsreport, der gestern die Preisprognosen für Brent und WTI deutlich nach oben setzte und damit die Auswirkungen des Iran-Krieges berücksichtigt. Auch ihre Prognosen zur Ölproduktion im laufenden Jahr hat die EIA deshalb um -0,81 Mio. B/T nach unten korrigiert. Die globale Überversorgung, die im letzten Monatsbericht noch auf über 3 Mio. B/T geschätzt wurde, liegt nun nur noch bei +1,87 Mio. B/T.
Ähnlich bullish fällt auch der API-Bestandsbericht aus, der Abbauten in allen Kategorien meldete. Später am Tag werden noch die offiziellen DOE-Bestandsdaten erwartet. Sollten sie ebenfalls Signale für eine Angebotsknappheit senden, könnten die Ölpreise möglicherweise noch einmal steigen. Allerdings überlagern die Meldungen zum Iran-Krieg und seinen Auswirkungen aktuell fast alles, so dass abzuwarten bleibt, wieviel Durchschlagskraft die US-Bestandsdaten haben werden.
Ähnlich dürfte es für den OPEC-Monatsbericht aussehen, der heute Nachmittag fällig ist. Auch er dürfte schon die Auswirkungen des Iran-Krieges einpreisen und entsprechende Anpassungen zu den Vormonatsberichten enthalten. Da die OPEC aber ohnehin in ihrer Haltung deutlich bullisher ausfällt als EIA und IEA, bleibt abzuwarten, wie stark die Anpassungen sind.
Insgesamt bleibt die fundamentale Lage ohne Aussicht auf ein Kriegsende leicht bullish, wobei die steigende Wahrscheinlichkeit von Freigaben aus den strategischen Reserven die Gefahr eines Angebotsschocks etwas in Schach hält. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich heute im Vergleich zu Dienstagfrüh leichte Abschläge ab, insgesamt muss aber auch hier weiterhin mit erhöhter Volatilität gerechnet werden.“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
11.03.2026 / 07:45Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services