*Inlandspreiserwartung für Heizöl 22.05.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. -1,50 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Donnerstagvormittag) erwartet.„
Verhandlungen oder nicht? Fortschritt im Iran-Konflikt bleibt unklar…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Eine volatile Handelswoche geht heute zwischen Zweifel und Hoffnung zu Ende. Während manch einer weiterhin auf einen Durchbruch bei den Friedensgesprächen zwischen USA und Iran hofft, überwiegen bei anderen doch die Zweifel. Beide Seiten liegen insbesondere beim Umgang mit den iranischen Uranbeständen sowie bei der Kontrolle über die Straße von Hormus nach wie vor über Kreuz.
Der Iran erklärte noch gestern, der jüngste Vorschlag der USA habe die Differenzen zwischen den Konfliktparteien teilweise verringert. Aussagen des Obersten Führers der Islamischen Republik zum Erhalt der iranischen Uranbestände sowie Streitigkeiten über Transitgebühren in der Straße von Hormus belasteten jedoch die Hoffnungen auf eine baldige Beilegung des Konflikts.
Die widersprüchlichen Signale in zentralen Streitfragen schüren Zweifel am Markt, ob sich beide Seiten tatsächlich einem Abkommen angenähert haben. Unterdessen versuchen die Marktteilnehmer weiter abzuschätzen, wann die Exportströme durch die Straße von Hormus wieder vollständig aufgenommen werden können. Zuletzt hatte es immer mehr Warnungen gegeben, dass die globalen Ölvorräte rasant schrumpfen (21.05.2026 Goldman Sachs: Ölreserven schwinden in Rekordtempo).
„Da der Ausgang der Friedensgespräche weiterhin ungewiss ist, bleiben die Ölpreise angesichts anhaltender Instabilität im Nahen Osten und möglicher Lieferunterbrechungen im Zusammenhang mit der Straße von Hormus gestützt“, glaubt Satoru Yoshida, Rohstoffanalyst bei Rakuten Securities. Der Preis für die amerikanische Sorte WTI dürfte sich seiner Einschätzung nach kommende Woche weiterhin in einer Spanne von 90 bis 110 Dollar bewegen, wie bereits seit Ende März.
„Die ständigen widersprüchlichen Schlagzeilen dämpfen die Risikobereitschaft sowohl an den Finanz- als auch an den physischen Märkten deutlich“, erklärt Rebecca Babin bei der CIBC Private Wealth Group. Käufer nutzten Kursrückgänge nur zögerlich, solange unklar sei, wann Lieferungen durch die Straße von Hormus wieder anlaufen, so die Expertin. Gleichzeitig reduzierten physische Marktteilnehmer ihre Lagerbestände und warteten ab, statt teure Frachtladungen nachzukaufen.
Vor dem Krieg waren täglich rund 20% der weltweiten Energieversorgung durch die Straße von Hormus transportiert worden. Durch den Konflikt werden derzeit rund 14 Mio. B/T – etwa 14 % des globalen Angebots – vom Markt genommen, darunter Exporte aus Saudi-Arabien, dem Irak, den VAE und Kuwait.
Eine fundamentale Einschätzung fällt im Lichte all der widersprüchlichen Signale und Unsicherheiten recht schwer. So lange aber zumindest theoretisch eine Entwicklung in beide Richtungen – also Einigung oder neue Eskalation – möglich ist, bleibt die Lage neutral. Bei den Inlandspreisen dürften sich heute dank der späten Preisnachlässe von gestern rein rechnerisch Abschläge im Vergleich zu Donnerstagmorgen ergeben.“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
22.05.2026 /08:00 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services