*Inlandspreiserwartung für Heizöl 08.06.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +3,50 €/100l Netto im Vergleich zu gestern Freitagvormittag erwartet.„
Keine Einigung in Sicht – Angriffe im Nahen Osten weiten sich aus...
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Die Lage am Persischen Golf hat sich seit dem Wochenende weiter verschärft, nachdem Israel offenbar heute Nacht militärische Ziele im Iran angegriffen hat. Vorausgegangen waren Raketenangriffe der Islamischen Republik. Die jüngste Eskalation gefährdet die ohnehin fragile Waffenruhe im Nahen Osten und erschwert die laufenden Bemühungen um ein Ende des Krieges. Einzig Donald Trump scheint noch fest an eine bevorstehendes Abkommen mit dem Iran zu glauben.
„Die Eskalation zwischen Israel und Iran an diesem Wochenende zeigt erneut, wie fragil die Waffenruhe ist“, warnt Marktexperte Andy Lipow von Lipow Oil Associates. Eine Verschärfung der Kampfhandlungen erhöhe das geopolitische Risiko, dass die Straße von Hormus länger als erwartet geschlossen bleibe. Zudem steige die Wahrscheinlichkeit, dass der Iran weitere Maßnahmen ergreifen könnte, um den Schiffsverkehr im Roten Meer einzuschränken.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte am Sonntag mit, zwei iranische Kampfdrohnen abgeschossen zu haben, die eine Gefahr für den internationalen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus dargestellt hätten. Zuvor waren am Freitag sechs ballistische Raketen auf Bahrain und Kuwait abgefeuert worden. Diese seien abgefangen worden. Die USA griffen ihrerseits iranische Küstenradaranlagen zur Überwachung des Seeverkehrs an.
Mehrere Streitpunkte stehen einem Friedensabkommen zwischen Washington und Teheran weiterhin im Weg. Dazu gehört insbesondere die Forderung nach einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon. Der Iran macht diese zur Voraussetzung für eine umfassendere Einigung. Zwar hatten Ibeide Länder in der vergangenen Woche einer Waffenruhe zugestimmt, die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz lehnte die Vereinbarung jedoch ab. Die Gefechte zwischen israelischen Streitkräften und der Hisbollah setzten sich entsprechend über das Wochenende fort.
„Der Markt hat unterschätzt, wie weit die beteiligten Parteien tatsächlich noch voneinander entfernt sind“, kommentiert Haris Khurshid von Karobaar Capital. Die Märkte schwankten weiterhin zwischen der Hoffnung auf eine Einigung und der Realität, dass keine der Konfliktparteien ihre grundlegende Position wesentlich verändert habe. „Jedes Mal, wenn der Optimismus den Tatsachen etwas zu weit voraus eilt, schnalzt der Ölpreis wieder nach oben“, so der Experte.
Und selbst im Falle eines Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran dürfte eine Rückkehr zur Normalität mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden sein. So müssten unter anderem Seeminen in der Straße von Hormus geräumt werden. Vorübergehend stillgelegte Förderanlagen könnten Monate benötigen, um den Betrieb wieder aufzunehmen. Hinzu kommen Schäden an der Energieinfrastruktur, deren Reparatur Monate, wenn nicht sogar Jahre dauern könnte.
Die Entscheidung der OPEC+ vom Wochenende, ihre Fördermengen auch im Juli um 188.000 B/T zu erhöhen, kann in diesem Zusammenhang höchstens als Symbolpolitik bezeichnet werden. Das Bündnis hält schon seit Beginn der Sperrung der Straße von Hormus an seiner Förderstrategie fest und baut die freiwilligen Förderkürzungen der letzten drei Jahre ab – zumindest auf dem Papier.
Saudi-Arabien selbst – größter Produzent innerhalb des Kern-Bündnisses OPEC – reagiert hingegen mit seiner Preispolitik wieder verstärkt auf die neuen Gegebenheiten und hat seine Juli-Preise vor allem für den europäischen Raum, aber auch für den Hauptabnehmer Asien drastisch gesenkt. Mit +9,50 Dollar für die Hauptsorte Arab Light gegenüber der regionalen Referenzsorte liegt der Preis in Asien allerdings weiter auf vergleichsweise hohem Niveau.
Insgesamt bleibt die Ölmarktlage auch in der neuen Woche von Unsicherheiten geprägt. Die neuen militärischen Eskalationen lassen die Hoffnung auf eine friedliche Lösung weiter sinken, zumal eine Verhandlungslösung weiterhin nicht in Sicht ist. Damit fällt die fundamentale Einschätzung zum Montag erneut bullish aus. Bei den Inlandspreisen ergeben sich entsprechend zum Wochenstart recht deutliche Aufschläge im Vergleich zu Freitag…“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
08.06.2026 /08:00 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services