*Inlandspreiserwartung für Heizöl 13.05.2026
„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +1,00 €/100l Netto im Vergleich zu gestern (Dienstagvormittag) erwartet.„
China-Gipfel, Monatsreports und Golfkrise – Ölfutures auf Richtungssuche…
(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)
*Marktlage:
„Das Auf und Ab an den Ölbörsen setzt sich fort. Wo gestern noch die Aussicht auf einen möglichen neuerlichen Kriegsausbruch für Preisanstiege gesorgt hatte, geben die Kurse zur Wochenmitte wieder etwas nach, obwohl sich an der Lage im Persischen Golf kaum etwas geändert hat. Stattdessen richten die Marktteilnehmer ihren Blick auf ein hochrangiges Gipfeltreffen in China zwischen US-Präsident Donald Trump und Staatspräsident Xi Jinping.
Am Markt erhofft man sich, dass Peking eine Art Vermittlerrolle einnehmen könnte. Donald Trump erteilte dieser Hoffnung allerdings indirekt eine Absage. Der Krieg mit Iran werde bei den Gesprächen mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping in Peking in dieser Woche voraussichtlich keine zentrale Rolle spielen, erklärte US-Präsident vor Journalisten. Im Mittelpunkt stünden vielmehr Handelsfragen. Zugleich betonte Trump: „Wir haben Iran weitgehend unter Kontrolle.“
Inwieweit man dem US-Präsidenten in dieser Einschätzung glauben kann, bleibt fraglich. Klar ist, dass auch die USA mehr und mehr unter den Angebotsausfällen im Nahen Osten und den daraus resultierenden hohen Energiepreisen leiden. Der innenpolitische Druck auf die Regierung in Washington wächst damit ebenfalls, zumal die Benzinpreise in den USA so hoch sind wie seit Corona nicht mehr.
Aktuelle US-Konjunkturdaten vom Dienstag haben zudem gezeigt, dass der Krieg den Inflationsdruck auch in den USA erneut anheizt. Die Verbraucherpreise stiegen im April den zweiten Monat in Folge deutlich an und verzeichneten damit den stärksten jährlichen Inflationsanstieg seit fast drei Jahren. Dies verstärkt die Erwartung am Markt, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen vorerst unverändert lassen wird. Dies könnte über kurz oder lang Auswirkungen auf die Ölnachfrage haben.
Insgesamt bleibt die Entwicklung im Nahen Osten auch weiterhin das zentrale Thema am Ölmarkt. „Die Angst vor Versorgungsengpässen und die Unsicherheit im Nahen Osten stützen die Ölpreise weiterhin deutlich, auch wenn die Marktteilnehmer sich schwer tun, eine klare Richtung zu finden“, meint Priyanka Sachdeva von Phillip Nova. „Der Markt reagiert weiterhin sehr empfindlich auf jede neue Meldung aus der Region, was bedeutet, dass starke Schwankungen wahrscheinlich bestehen bleiben“, ist sich die Analystin sicher.
Kurzfristig dürften die Anleger heute unter anderem auf die ausstehenden Monatsberichte von OPEC und IEA warten, die im Tagesverlauf veröffentlicht werden. Der EIA-Monatsbericht hatte gestern wenig Überraschendes bereit gehalten. Wie erwartet, hat das US-Energieministerium die Angebotsprognosen für das laufende Jahr erneut stark nach unten korrigiert, sieht aber für 2027 schon wieder ein signifikantes Überangebot am Markt. Langfristig fällt der EIA-Bericht damit eher bearish aus.
Kurz- und mittelfristig bleibt die fundamentale Lage allerdings erst einmal bullish, so lange keine echte Annäherung zwischen den USA und dem Iran spürbar ist und die Exporte aus dem Nahen Osten unterbrochen bleiben. Bei den Inlandspreisen ergeben sich rein rechnerisch dennoch nur geringfügige Veränderungen zu Dienstagmorgen.“
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der König Mineralöle GmbH
13.05.2026 /10:45 Uhr (letzte Änderung)
Allgemeine Information:
„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“ Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.
*Quelle: Futures-Services