Aktuelle Preisentwicklung

*Inlandspreiserwartung für Heizöl 25.06.2026

„Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +1,00 €/100l Netto im Vergleich zu  gestern (Mittwochvormittag) erwartet.

Brent kippt in leichte Contango-Konstellation

(Anteil der CO² Steuer in 2026 effektiv bei ca. 16,00 Euro / 100 l)

*Marktlage:

„Der zunehmende Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, mit dem auch zahlreiche Öltanker, die im Persischen Golf festsaßen, ihre geplanten Exportrouten wieder aufnehmen können, hat auf Seite der Marktteilnehmer auch zu Veränderungen bei der Einschätzung der Versorgungslage geführt. Dies spiegelt sich auch in den Preisen für die Rohölkontrakte mit unterschiedlichen Verladezeiträumen wider.

War der Brent-Kontrakt mit Verladung im August Anfang der Woche noch teurer als der Folgekontrakt und wies damit eine sogenannten Backwardation-Konstellation auf, ist der Brent-Kontrakt mit Verladung im September zum gestrigen Settlement-Zeitpunkt 0,13 Dollar pro Barrel teurer, als der aktuelle Frontmonatskontrakt. Diese Contango-Konstellation ist bei einem ausgeglichenen Markt üblich, wohingegen eine Backwardation eine knappe Versorgungslage signalisiert.

Wenngleich der Wechsel von Backwardation zu Contango von den Tradern an den Ölbörsen als bearishes Signal gewertet wird, sollte man jedoch auch bedenken, dass das Handelsinteresse bei Brent bereits verstärkt auf dem September-Kontrakt liegt, da Brent-August nur noch bis zum 31. Juli handelbar ist. Bei den Kontrakten September und Oktober lag gestern noch eine Backwardation vor, wobei sich der Abschlag vom Oktober- zum September-Kontrakt auf -0,21 Dollar pro Barrel belief.

Im Zuge des Rückgangs, den die Rohölpreise seit ihren Hochs von Ende April vollzogen haben, lag der Settlement-Preis von Brent am gestrigen Mittwoch gerade noch +1,22 Dollar oberhalb des Niveaus, bei dem der Nordsee-Rohölkontrakt am letzten Handelstag vor Beginn des Iran-Kriegs notiert hatte. Bei WTI betrug dieses Plus gestern noch 3,32 Dollar pro Barrel.

Dass WTI noch mehr Spielraum bis zum Vorkriegs-Niveau hat, liegt wohl nicht zuletzt auch daran, dass die Versorgungslage in den USA durch den Krieg ebenfalls knapper geworden ist und die Rohölbestände mittlerweile auf dem niedrigsten Stand seit Januar 2025 liegen. Die strategischen Reserven des Landes, die die US-Regierung nach Kriegsbeginn angezapft hat, um den steigenden Energiepreisen entgegenzuwirken und mit den eigenen Exporten die durch die Sperrung der Straße von Hormus entstandenen Ausfälle des Angebots aus dem Nahen Osten abzufedern, sind unterdessen auf dem niedrigsten Stand seit über 40 Jahren.

Während sich der US-Rohölkontrakt noch in einer Backwardation befindet, hat sich diese jedoch auch hier zuletzt deutlich abgeschwächt. So kostete WTI mit Verladung im August zum gestrigen Settlement-Zeitpunkt noch +0,41 Dollar mehr als der Kontrakt mit Auslauftermin September. Vor einem Monat war der Frontmonatskontrakt der US-Rohölsorte noch +3,51 Dollar teurer als der Folgekontrakt.

„Die Wende bei Preis und Markteinschätzung im Vergleich zur Situation vor nicht einmal zwei Jahren – oder vielmehr vor weniger als zwei Wochen – ist wirklich erstaunlich“, kommentiert Carolyn Kissane, stellvertretende Leiterin des Center for Global Affairs an der New York University die Entwicklung der Stimmung am Markt. „Die Vorstellung, dass wir uns auf ein größeres Angebot bei gleichzeitig geringerer Nachfrage zubewegen, hat den Preisrückgang maßgeblich vorangetrieben“, fügt sie hinzu.

Nichtsdestotrotz können Schlagzeilen über Differenzen zwischen den USA und Iran immer wieder für Preissprünge sorgen. Heute Morgen haben Brent und WTI die Vortagestiefs allerdings weiter ausgebaut, sodass der US-Rohölkontrakt erneut unterhalb von 70 Dollar notiert. Die Mitteldestillatkontrakte bleiben derweil – wie bereits gestern Morgen – oberhalb der Vortagestiefs. Eine klare Richtung zeichnet sich bei den Inlandspreise aktuell aber noch nicht ab…“

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der König Mineralöle GmbH

25.06.2026 /07:55 Uhr (letzte Änderung)

Allgemeine Information:

„Kein Widerrufsrecht beim Kauf von Heizöl“
Beim Kauf von Heizöl besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Da derartige Lieferungen von Schwankungen an Energie- bzw. Rohstoffmärkten abhängen ist § 312g Abs. 2 Nr. 8 BGB anzuwenden, wonach ein Widerrufsrecht für Verbraucher ausgeschlossen ist. Willenserklärungen, die auf den Abschluss eines Kaufvertrags solche Leistungen abzielen (z.B.: per Telefon oder Internet), sind somit nicht widerrufbar.“
Damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bei Pellets sowie Heizöl ab sofort ausgeschlossen.

*Quelle: Futures-Services

 

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